Der Schwarze Limbus    

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Kreis des Lebens

Lysina

Seit Stunden irrt ihr jetzt durch die Wälder der Salamandersteine. Jeder von euch denkt, hätten wir doch auf den Wirt gehört. Sagte er nicht: "Geht nicht ohne Führer durch die Wälder, viele haben sich darin schon verirrt, und den Tod gefunden"? Zu alledem hat sich Aramidon verletzt, eure Wasserschläuche sind leer und eure Mägen knurren wie Grimwölfe. So schleppt ihr euch weiter Stunde um Stunde. Mit Einbruch der Dunkelheit beschließt ihr zu Rasten, doch noch ehe ihr ein Feuer machen könnt bemerkt ihr das ein großes Tier euch umschleicht. Angsterfüllt hastet ihr weiter immer getrieben von euerem unheimlichen Verfolger. Plötzlich, ihr taut eueren Ohren nicht, hört ihr aus einiger Entfernung das Spiel einer Flöte. Mit neuem Mut rennt ihr in die Richtung der Klänge. Nach kaum 100 Schritt seht ihr durch das Unterholz eine Lichtung. An einem Feuer sitzt eine Frau, und spielt die Flöte. Auf den dem Spieß über den Flammen brät ein Hase. Ihr überlegt noch einen Augenblick, da bricht sie ihr Spiel ab und winkt euch heran. "Kommt näher ich habe euch schon erwartet. Ihr müsst hungrig sein und auch durstig". Erleichtert über die freundliche Einladung nähert ihr euch der Frau die immer noch mit dem Rücken zu euch sitzt. Ihr setzt euch zu ihr ans Feuer, und sei reicht jedem einen Becher Tee, mit den Worten. "Der Tee wird eueren Durst mildern und euch wärmen" Dann wendet sie sich an Aramidon um seine Wunde zu versorgen. Während die Fremde Aramidons Wunde behandelt beobachtest du sie. Das kastanienrote Haar fällt ihr bis auf die Hüften, und die kristallblauen Augen funkeln wie die Sterne am Himmel. Die hautenge Wildlederkleidung betont die Figur darunter. Ihr trinkt gerade eure Becher leer, da nähert sich ein großes Tier dem Feuer, euere Hände greifen zu den Waffen. Doch Lysina , mit diesem Namen stellte sie sich vor, hebt beschwichtigend die Arme. "Das ist Maridon mein treuer Gefährte". Mit geschmeidigen Bewegungen nähert sich Maridon, und ihr erkennt das er ein Silberlöwe ist. Er lässt sich neben Lysina nieder und legt seinen Kopf in ihren Schoß. Während Lysina ihm zärtlich über das Fell streicht erzählt sie euch über den Wald, seine Pflanzen und Tiere.

 

Nachricht an Lysina

1999


Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2000; letzter Planastrale Anderwelt gewirkt am 11.11.00