Der Schwarze Limbus    

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Kreis des Lebens

 

Xasch

Aus einem Brief an Gorn von Wehrheim von Glenwyn von Beilunk, 26 n. Hal:

»[...] Xasch ist im Grunde nicht zu übersehen: Er ist für einen Zwergen mit 133 HF normal groß, und sein Aussehen zeugt von seiner Verbundenheit zum Feuer: Sein Haupthaar ist nur 6 cm lang, und als weisse Pracht in die Höhe gestellt; ein wahrhaft komischer Anblick für einen Zwerg. Dadurch scheint sein Auftreten etwas Überlegenes zu erhalten, was noch von den roten, buschigen Augenbrauen unterstützt wird. Ganz anders seine Augen: weich und weise schimmern sie hell in einem Grünton. untypisch für Zwerge gar ist seine Nase: ungemein Spitz und kantig, nicht weich und knollig. Seine Wangenknochen kommen Bronze schimmernd auch recht kantig hervor. Sein Bart ist zur Zeit etwa nur bis zum Gürtel lang, wurde er ihm doch vor einem halbem Jahr von einem Azzitai weggebrannt. Du weisst, unsere [...]

Auch für einen Zwergen unüblich ist seine Kleidung: Er trägt eine weite, schwarze Lederhose und eine graues Wollhemd. An kälteren Tagen bequemt er sich darüber noch eine weisse Pelzjacke zu benutzen. Wenn es kalt ist trägt er auch noch Stiefel, oft kommt es aber auch vor das er es vorzieht barfuß durch die Wälder zu stampfen. Nicht fehlen darf natürlich der Filzhut und die Pfeife, die er immer aufhat bzw. im Mund stecken hat wenn es regnet. Das sieht dann auch gar zu komisch aus; wie ein Regenmännchen. [...] du wirst dich sicher wundern, wieso Xasch durch die Wälder stapft: Er ist einer der seltenen Geodim! Sicher fragst du, wie ich ihn kennen lernte [...]

Lasse dich aber nicht durch seinen seltsamen Charakter abschrecken: Mal ist er ein eiskalter Pessimist, mal übertrieben optimistisch. Ich glaube, die Jahre in denen ich ihn kenne, zeigten mir, dass das wohl am Wetter liegt, denn Xasch schwankt immer ein wenig mit der Natur mit. Natürlich ist auch ihm die den Geoden zugerechnete Weisheit eigen. Seine Ideen haben uns auf unseren gemeinsamen Questen nicht zu selten aus der Misere geholfen, aber seine stochastischen Berechnungen über (Miss)erfolge gehen einem auf die Nerven. Wenn du ihm das aber zeigst, wird er breit grinsend das Mass noch weiter anfüllen. Xasch hat auch noch einen eigenartigen Humor, in den man erstmal einsteigen muss: ein derbes Mass an trockenem Sarkasmus. Sein Lieblingsessen ist ein einfacher Salat aus Gulmondblättern und 'normalen' Salaten, dabei pflegt er Pflaumensaft zu trinken, wovon er immer genügend bei sich hat. [...]

Von Xasch’s Leben weiss ich leider nur sehr wenig. Das, was ich mit ihm zusammen erlebte, ist glasklar vor meinen Augen; von davor weiss ich nicht viel. Vor 146 Jahren wurde er wohl geboren, doch sein biologisches Alter wurde wegen den Vorkommnissen um Dragenfeld um ein bis zwei Jahrzehnte erhöht, was ihm aber nichts ausmachte. Von seiner Familie hat Xasch Abstand genommen, denn im Alter von 20 Jahren ist er wohl ausgerissen. Angeblich wurde er von dann an von seinem Onkel Xysdon aufgezogen, einem ledigen Geoden, der heute noch irgendwo im Eisenwald lebt. Er war einer der seltenen Achtlinge unter den Zwergen. Einer von denen ist wohl schon tot. Xasch sah zu, wie dieser dem Namenlosem Gott geopfert wurde. Seitdem gräbt, trotz seines gespaltenen Verhältnisses zur Familie, tiefer Hass in ihm, und er zahlt es dem 13ten Gott auf seine Weise heim. Angeblich hat er 15 nach Hal sogar einen Hochgeweihten des Namenlosen getötet. [...]

Über die Magie von Xasch bin ich sehr wohl gut unterrichtet, jedoch gehört nur ein minderer Teil in diese Zeilen. Er hat sich dem Feuer als sein Element verschrieben und ist im Besitz alter druidischer Formeln, die unter uns Gildenmagiern längst verschollen sind. Er hat sich in letzter Zeit auch mit der Sieben-Elemente-Theorie beschäftigt, und sich mit der Kraft sehr nahe befasst.[...]

Es wäre ein Frevel an meinem Freund, nicht zu sagen, dass Xasch vortrefflich ein Dutzend alter und neuer Sprachen spricht, darunter exotische wie altechsisch oder goblinisch, oder Ur-Tulamidya und Mohisch. Genauso gut versteht er sich auf das Seelenheilen, und nicht umsonst wird er wie alle Geoden 'Seelenhirte' genannt.«

 

Nachricht an Xasch

1999


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