Der Schwarze Limbus    

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Kreis des Lebens

 

Das Fest
(Eine kleine Kostprobe des Rollenspiels im Kreis des Lebens)

Nachdem am Mittag des zweiten Tages des Gründungstreffens alle Formalitäten erledigt waren und ein Konsens über die zukünftige Organisationsform dieser bis dahin einmaligen Gemeinschaft aus Sumu verehrenden Zauberkundigen hergestellt war, ergriff der Feuergeode Gerambalosch von den 'Jüngern der Weisheit' das Wort, um auf seine ganz eigene Art der unterschwelligen Kritik über die gerade von den Kindern Satuarias als zuweilen doch recht dürftig empfundene Entschlußfreudigkeit seines Teilzirkels entgegen zu wirken:

"Ihr mögt uns 'Zwergendruiden' für Durchgeistigte unseres Volkes halten und habt damit vielleicht nicht ganz Unrecht, aber wir wissen auch die Freuden eines guten Festes zu schätzen. Da ihr wohl kaum so lange warten wollt, bis ich aus dem Amboß mit ein paar Fäßern Zwergenbock zurückkehre, schlage ich vor, daß ich ein paar Kräuter sammeln gehe und vielleicht das eine oder andere Wildbret stelle." Bei diesen Worten schaut er zu Ihek, seinem treuen Falken hinauf, der sich daraufhin auf seinen belederten Unterarm hinabstößt, und fährt dann fort: "Wenn ich zurückkehre will ich viele fröhlich Gesichter sehen, und vielleicht treib ja doch noch jemand unter euch etwas brauchbares zu trinken auf. Schließlich...", fügt er mit einem Lachen im feuerroten Gesicht hinzu, "...glaube ich kaum, daß der Abend wohl gelungen ist, wenn wir uns nicht zünftig gestritten haben, um uns hinterher zu versöhnen." Mit diesen Worten dreht er sich um und geht einen elfenabschreckenden Gesang auf den Lippen in den Wald hinein. Der Falke fliegt in Spiralen hinterher.

"Eine wunderbare Idee!" ruft Madrix, der erste Sprecher von 'Sumus Geist', dem Teilzirkel der Druiden, laut aus, und blickt Gerambalosch nach, "Wie sollen wir hier auch zu Weisheit finden, wenn es nicht mal was anständiges zu Essen und zu Trinken gibt? Ich hörte von einer Freundin, daß unter den Töchtern Satuarias das Rezept für einen Trank bekannt ist, der auch ohne Gärung sehr berauschend wirkt. Kann uns jemand von 'Levthans Schatten' da weiterhelfen?"

Larissa, die weidener Tochter Satuarias, steht auf, streckt sich und sagt dann laut: "Ich kenne zwar diesen Trank nicht, aber ich habe beim Herflug genug Wirtshäuser gesehen! Ich werde mal versuchen einiges zu besorgen." Dann holt sie ihren Besen, klemmt ihn zwischen ihre Beine, ruft: "Bis bald! Und wartet auf mich!" und fliegt davon.

Madrix ebnet den Boden unter der Steineiche und ruft sein Maultier herbei, das etwas abseits gegrast hat. Friedlich und recht langsam trottet es herbei, noch immer Kräuter kauend. "Mal sehen, Mirbelohr, was Du alles hast..." flüstert Madrix, so daß es eigentlich nur das Maultier hören kann. Dann fängt er an, eine alchimistische Küche am Waldboden aufzubauen.

Orschin, der zweite Druide, folgt Madrix, als er sieht, daß dieser alchimistische Gerätschaften auspackt. Von hinten an Madrix herantretend sagt er: "Leider hatte ich nie Gelegenheit, mich so intensiv mit Alchimie zu beschäftigen. Ich habe theoretisches Wissen, meist jedoch in Richtung der Heilung. Du kannst sicher viel von deinem Wissen an begierige Schüler weitergeben. Vielleicht dürfte ich dir helfen, deine Gerätschaften aufzubauen und dir über die Schulter schauen?"

"Oh, sehr gerne", antwortet Madrix. "Die Öllampe muß unter den Destillierkolben auf dem Dreifuß, und dann kannst Du noch einen Schlauch durchs Kühlwasser legen..." Dann steht Madrix auf und strafft seine Kleidung: "Orschin, ich werde jetzt sehen, was ich an Kräutern finden kann. Koche inzwischen die Alraunen mit etwas Einbeerensaft und destilliere das Gebräu dann mindestens zweimal, wir werden es als Basis für den weiteren Trank, der uns zu noch mehr Heiterkeit verhelfen soll, verwenden." Dann verläßt Madrix die Lichtung.

Orschin ist zuerst ein wenig verdattert, dann aber beginnt er, die Anweisungen von Madrix gewissenhaft auszuführen. Er genießt das Vertrauen und bringt die Alraunen im Einbeerensaft zum Kochen. Übereifrig läßt er allerdings die ganze Mischung ein wenig lange im Feuer, zieht sie allerdings sofort heraus, als ihm das auffällt. Dann destilliert er den Inhalt des Topfes zweimal, nachdem er sich Gedanken über den Aufbau der Destillationsapparatur gemacht hat. Bevor Madrix wiederkommt, destilliert er das Ganze dann noch ein drittes Mal.

Während alle anderen sich bereits eine sinnvolle Beschäftigung gesucht zu haben scheinen, meint Leyla, die umwerfend schöne Sprecherin von 'Levthans Schatten', zu Satu, der wohl als einziger noch nicht schwer beschäftigt ist, man könne ja schon mal Feuerholz beschaffen gehen. Sie blickt ihn dabei so herausfordernd an, als sei der junge Hexer der aller größte Faulpelz, den sie kenne. Mit einem amüsierten Lächeln und einem nicht minder freudigen Funkeln in den Augen kommt Satu ihrer Aufforderung ohne Widerrede nach, und schon bald darauf sind die beiden Kinder Satuarias im Wald verschwunden.

Wenig später, seit ihrem Abflug mag in etwa eine Stunde vergangen sein, kommt auch Larissa zurück, stellt eine Bierkanne und eine Flasche auf den Boden und sieht sich fragend um. "Wo sind Leyla und Satu? Wenn sie wieder da sind, würdet ihr sie bitten, auch zu fliegen? Ein Besen ist schließlich kein Lastkarren und Satu weiß, wo in dieser Gegend die ganzen Gasthäuser liegen." Dann hebt sie wieder ab, gefolgt von ihrem Raben, der irgendwie mißgestimmt wirkt...

Nach gut eineinhalb Stunden teilt sich das Unterholz an der dichtesten Stelle und ein mit Blättern und Zweigen überzogenes gedrungenes grün-braunes Wesen springt auf die Lichtung. Es rupft sich die Zweige aus dem Bart und wirft mit einem zufrieden Grinsen fünf Hasen auf den Waldboden.
Kurz danach landet ein Falke auf seiner Schulter und manr erkennt das gedrungene Wesen als Gerambalosch: "Sumu war mir wohl gesonnen und gab mir einige ihrer Geschöpfe als Nahrung und eines als Hilfe", ruft er fröhlich und schaut dabei zu dem Falken auf seiner Schulter auf. Dann geht er zum nahen Bachlauf um sich zu waschen und trägt die traditionelle Kohlensalbe der Amboßzwerge auf. Er sieht dann eher wie ein schmutziger Zwerg im braunen Gewande aus, was ihm aber nichts auszumachen scheint.
Er geht dann auf Orschin zu, der vor der alchimistischen Küche steht, und fragt: "Ist denn schon jemand aufgebrochen, um Bier zu hohlen? Wenn nein sollte sich schnellstens jemand finden. In der Zwischenzeit werde ich das Feuer bitten, mir beim Kochen zu helfen. Auch ihr Herren Druiden seid eingeladen, mir beim Holzsammeln und danach beim Essen zu helfen."
Mit diesen Worten dreht er sich zum Wald um und sucht dürres Reisig und totes Holz. Schließlich steht er vor einem ansehnlichen Haufen mit einem improvisierten Spieß darüber. Man hört ihn eine stille Bitte murmeln, und eine Flamme tanzt über seiner Hand und entzündet das Feuer. Dann beginnt er, die Hasen einem nach dem anderen zu braten, nachdem sie gehäutet und ausgenommen wurden, schließlich will Ihek ja auch etwas von der Beute.
Als er beginnt sie mit den gesammelten Kräuter zu stopfen in Borke einzuwickeln und in der Glut, über der noch immer die kleine Flamme tanzt, zu schmoren, fragt er mit Blick zu den Anwesenden: "Ist es euch recht wenn es nach Art der Amboßzwerge scharf gewürzt wird, oder wünscht ihr es anders?"
Während dem Kochen schaut Gerambalosch immer wieder zu dem Druiden hinüber und man sieht ihm an, daß die Neugier ihn fast umbringt er aber zu stolz ist, zuzugeben, daß er keine Ahnung davon hat.

Als Gerambalosch beim Ausnehmen seiner Beute ist, kommen auch Satu und Leyla wieder auf der Lichtung an. Gerambaloschs Brennvorrat ergänzen die beiden um ihren Holzstapel, den man sich um einiges größer vorgestellt hätte, solange, wie sie zum Sammeln gebraucht haben...
Als Gerambalosch nach der bevorzugten Würzungsweise fragt, springt Leyla, die nach ihrer Rückkehr die ganze Zeit mit Satu an der neualten Eiche saß, plötzlich fast erschrocken auf und ruft laut: "Gerambalosch, haltet ein! Ich hatte schon einmal das zweifelhafte Vergnügen, das Werk eines enthusiastischen Amateurkochs aus den Amboßbergen zu genießen. Erlaubt mir, euch bei der Zubereitung eurer Jagdbeute ein wenig zu unterstützen..." Und genau das tut sie dann auch, ohne sich um eventuellen Protest des stolzen Jägers zu kümmern, der sich unter diesen Worten vielleicht etwas anders vorgestellt haben mag.

Während Larissa unterwegs ist, die Druiden mit ihren alchimistischen Gerätschaften beschäftigt sind und Gerambalosch Leyla ungläubig beim Zubereiten seiner Jagdbeute zusieht, liegt Satu vor der neualten Eiche auf dem Rücken, hat die Hände hinter dem Kopf verschränkt, kaut auf einem Grashalm herum und betrachtet durch die Äste des großen Baumes den wolkenlosen Himmel. Dabei sinnt er über ein passendes Lied oder eine nette Geschichte nach, um die anderen nach dem Essen vielleicht noch ein wenig zu unterhalten...
Der Hexer scheint sich rundum wohl zu fühlen. Des öfteren räkelt und streckt er sich vollkommen entspannt im Gras. Den angenehmen Geruch des schmackhaft duftenden Bratens genießend träumt er zum ersten Mal seit langem unbesorgt und glücklich vor sich hin.
Irgendwann bemerkt er dann aber wohl, daß Madrix schon ziemlich lange fort ist. Er wird sich doch nicht verlaufen haben? Satu beschließt, dem Druiden Sumulux hinterher zu schicken, der Madrix die geeignetsten Plätze für seine Kräutersuche zeigen soll.
Nur ungern läßt sich der Kater von dem schmackhaften Mahl fort rufen, welches Ihek - mehr oder weniger freiwillig - mit den anderen anwesenden Vertrauten geteilt hat. Mit mäßiger Eile springt Sumulux davon - dicht gefolgt von Kareila, Leylas Aveskatze, die offensichtlich vorhat, ihn zu begleiten, was der Falke des Angroschims mit unverkennbarem Wohlwollen verfolgt.
Erst später spricht jemand den Hexer auf die leidliche Frage der Getränke an, woraufhin sich dieser mit einem leisen Seufzen erhebt, seine müden Glieder durchstreckt, und sich dann auf 'Levthans Schweif', seinen fliegenden Kampfstab, schwingt, um noch einiges an Nachschub zu beschaffen.

Larissa hat nach zwei weiteren Landungen insgesamt 12Maß Bier und 5 Flaschen Schnaps herangeholt.
"Ich hoffe das reicht", meint sie mit einem Blick auf die Zwerge, "denn ich weiß von keiner weiteren Wirtschaft in der Nähe." Dann setzt sie sich etwas Abseits und beobachtet das weitere Geschehen, während sie ihren Raben krault.

Gerambalosch sieht Leyla beim Würzen zu und meint: "Ich hoffe ihr habt nicht gedacht ich sei beleidigt, wenn ihr mir helft. Ich bin dazu viel zu neugierig auf die Kochkunst der Flachländer, als daß ich aufbrausend reagieren würde." Er beobachtet die Kräuterwahl Leylas und spielt ab und zu mit dem kleinen Flämmlein, das er zum Anzünden benutzt hat, wobei er vor sich hinmurmelt: "Interresant.....Aha......daran habe ich ja noch gar nicht gedacht...", bis sein Blick von den inzwischen schon recht ansehnlichen Biervorräten abgelenkt wird.
Er geht zielstrebig darauf zu um Larissa erwartungsvoll beim Stapeln der Krüge zuzuschauen: "Wahrlich ein herrlicher Anblick... Aber ich muß sagen, daß die Art wie ihr es beibringt doch etwas befremdlich wirkt. Obwohl ich von Ihek einiges gewöhnt bin." Er schaut auf seine Füße und dann auf ihren Besen. "Aber dennoch ist sie äußerst effektiv. Ich hoffe nur ihr habt recht und es ist genug da. Meine Brüder im Fels sind der Meinung, daß ein Abend nicht gelungen ist, wenn nicht der Bock in Strömen geflossen und so manches Nasenbein gebrochen." Mit einem Blick zu Xasch fügt er hinzu: "Aber ich denke das Bier und eine gute Geschichte müssen hier genügen."

Am frühen Abend kehrt sogar Madrix in Begleitung der beiden Katzen wieder zur Steineiche zurück und begutachtet zuerst zufrieden die herantransportierten Getränke, riecht dann am würzigen Hasenbraten und kramt schließlich einige Kräuter aus seinem Beutel. Neben einigen kamilleähnlichen Blumen sind das noch kümmelähnliche Kräuter mit langen dünnen Blättern und einige Wurzelknollen. Madrix reibt eine der Knollen zwischen den Fingern, während er sich zu seiner Alchimistenküche hinunterbeugt und läßt Orschin daran riechen. "Ingwerim " kommentiert Madrix, "Ich denke die Zwerge mögen seinen süß-scharfen Geschmack recht gern." Er sieht dabei zu den Geoden hinüber. Dann zerreibt er die Kräuter in einem Mörser und gibt sie zum Alraunen-Einbeeren-Destillat hinzu. Nachdem das Gebräu einige Male aufgekocht und wieder abgeschreckt wurde, verbreitet sich ein recht scharfer aber nicht unangenehmer Geruch über der ganzen Lichtung. Dann füllt Madrix den Trunk in eine kleine Kürbisflasche und stellt diese zu den anderen. "Aber nicht davon trinken!" warnt er grinsend...

Orschin sieht ihn etwas verwundert an: "Was ist daran so gefährlich, es riecht stark, aber auch angenehm auf seine Art? Ihr werdet doch wohl keine absonderlich ekelhaft schmeckende Mischung für unsere Freunde gebraut haben. Ich müßte mich schämen, Euch geholfen zu haben!"

Madrix antwortet sofort: "Oh, nein, lieber Orschin. Ich will Euch nicht vergiften. Doch sollte man es nicht auf nüchternen Magen trinken. Nachdem wir uns richtig den Bauch vollgeschlagen haben, werden wir froh sein, einen guten Verdauungstrunk zu haben..."

Nach etwa einer Stunde, Madrix ist mittlerweile mit seinem Gebräu fertig geworden, kehrt auch Satu mit einigen Flaschen Wein zurück, die er bei der Bauernfamilie Strohdrescher organisiert hat. Mit leicht angespanntem Gesichtsausdruck und sich beständig den Hintern reibend meint er dann, daß das nun aber wohl reichen würde, und läßt sich wieder unter der neualten Eiche nieder...
Mittlerweile wird es langsam dunkel...

Gerambalosch schlendert zu Madrix und Orschin hinüber und schaut neugierig die Flasche an. "Ich will lieber gar nicht wissen was da drin ist, Hauptsache ihr wißt es und könnt mir versichern, daß es für Zwerge ungefährlich ist. Am besten wird es sein ich koste davon nach dem Essen."
Dann geht er zur Lichtungsmitte schichtet das überschüßige Holz auf und entzündet ein Lagerfeuer. Er hockt sich dicht davor und streicht seinen Bart links und rechts an seinen Beinen vorbei. Dann verharrt er ein Weilchen regungslos - wenn ihn niemand anspricht. Seine Augen scheinen den Glanz des Feuers von innen heraus widerzuspiegeln und in regelmäßigen Abständen streichen seine Hände durch die Flammen, ohne daß sein Gesicht außer einem entrückten Ausdruck eine Regung zeigt. Ihek unterbricht sein Mahl und flattert auf die Schulter des Angroschim. Nun ist auch zu erkennen wozu die Kohlesalbe diente die den Zwerg fast schwarz färbt - außer der Kleidung. Überall auf der Lichtung wird es nun angenehm warm.
"Die Kühle der Nacht wird uns nun nicht mehr stören.", meint er mit einem Blick zum Feuer. "Und es wird angenehm hell sein. Schaut doch wie lustig die Flammen tanzen können, denn ihre Wärme und Kraft verleiht uns das Leben. Aber ich kenne da noch etwas, das Leben schafft..."
Damit kehrt er zu Leyla und dem Hasenbraten zurück und begutachtet noch einmal das halbe Dutzend Kaninchen, bevor er sich zu den anderen umdreht und um ein Messer bittet: "Ja, etwas das so wohlgefällig riecht kann nur wohlgefällig schmecken. Ihr habt gut gewürzt werte Leyla. Kann ich nun endlich von jemandem ein Messer bekommen bevor uns der Duft und der Anblick noch umbringt, denn ich werde nicht zulassen daß Väterchen Xaschs oder mein eigener Bart zu welken beginnen." Damit nimmt er ein ihm angebotenes Messer entgegen, wobei er mit den Klingen der Druiden Vorlieb nimmt. Wenn sich dann alle im Kreis um daß Feuer versammelt und sich einen Bissen abgeschnitten haben, hebt er seinen Krug und spricht: "Möge man nicht denken ich sei gierig, also nehme jemand anderes den ersten Bissen, sodann einem fröhlichen Fest nichts mehr im Wege stehen kann und das Feuer uns alle wärme."

Das lässt sich Madrix nicht zweimal sagen, beißt herzhaft in ein Stück Hasenfleisch und gibt schmatzende und dabei zufrieden seufzende Laute von sich.

Auch Satu kommt nun zum Feuer herüber, läßt sich in der Runde nieder und wartet, bis die ersten sich etwas genommen haben. Als er jedoch das gierige Funkeln in den Augen von Gerambalosch bemerkt, und durch das beherzte Zulangen des Druiden weiter verunsichert, beschließt er, nicht zu warten, bis alle anderen ihren Teil bekommen haben, sondern sich das nötigste lieber gleich zu sichern. Er schneidet sich ebenfalls ein bescheidenes Stück Fleisch ab, welches er sich dann zusammen mit einem guten Schluck Wein schmecken läßt. Genießerisch verzieht er das Gesicht und lobt Leyla und Gerambalosch für das hervorragende Ergebnis ihrer Jagd- und Kochkünste. Als er sein Mahl beendet hat leckt er sich demonstrativ alle zehn Finger, lehnt sich zurück und schaut zufrieden in die Runde.

Mit einem laut zischendem Knall kommt Xasch inmitten des Kreises aus dem Erdboden gefahren. "Sumdon Rombo, alle beisammen! Entschuldigt, meine Verspätung ich dachte doch wirklich glatt, daß ich etwas zu spät kommen würde." Keuchend schaut Xasch in die Runde "Und wie es aussieht habe ich meine Gedanken auch nur um Minuten daran gehindert, Wirklichkeit zu werden." Erst jetzt fällt den erschreckten Anwesenden auf, daß Xasch, von dem die meisten noch gar nicht gemerkt haben, daß er überhaupt weg war, einen großen Sack auf dem Rücken hat, der mit allerlei gefüllt zu sein scheint. Immer noch heftig atmend läßt sich der Sprecher der 'Jünger der Weisheit' neben Gerambolosch und Satu nieder, um seine Mitbringsel auszupacken. Nach und nach kommen die exotischsten Delikatessen aus dem mit Flicken übersäten Beutel: Ein kleines Faß Pflaumensaft, Gewürze aus Al'Anfa, Perlenmeer Lachse, Fasarer Backpfeifen, Sekt aus Gareth, Premer Feuer, ein großes Faß Zwergenbier, ein bereits zubereiteter Lotossalat aus den ungefährlichen weißen, gelben und rosa Blüten. Ein Pflaumenlikör aus Brabak, Trauben aus Andergast sowie eine Flasche von edlem Bosparanjer. Fehlen tun auch nicht die Sachen für den Nachtisch wie verschiedene Festumer Nüsse, Khunchomer Brezel und Apfelringe, sowie diverse Spezialitäten die elfischer Abstammung zu sein scheinen. "Überlegt euch nicht, wie ich das so schnell auftreiben konnte; heute wollen wir feiern." Xasch zapft sich einen Krug Zwergenbier und hebt ihn, um mit den anderen anzustoßen: "Prost, Guten Appetit!" Und etwas leiser: "Dann aber mal schnell runter damit!"

Leyla betrachtet sichtlich erstaunt die sich häufenden Delikatessen. Eine Frage scheint ihr auf der Zunge zu liegen, die dann jedoch nicht über die schon leicht geöffneten Lippen kommt. Mit ihrem Dolch schneidet sie dann ein Stück vom Perlenmeerlachs ab, schnuppert kurz daran und verzehrt es genüßlich vom Messer weg. Sie hält kurz inne, schaut sich um und steckt dann den Rest in den Mund, um danach eine der Sektflaschen zu greifen. Nachdem der Korken mit einem Knall gen Mada geflogen ist, schaut sie sich um. "Hat jemand von euch an Kelche gedacht?" Da niemand dieses bejaht, stiehlt sich ein Grinsen in ihr Antlitz und sie meint: "Na, dann heute mal auf die Barbarische... PROST!" Mit diesen Worten wirft sie ihren Kopf mit der Flasche an den Lippen in den Nacken und nimmt einen tiefen Zug. Danach schwebt sie fast zu Satu hinüber und bietet ihm die Flasche an.

Satu nimmt die Flasche dankbar lächelnd an und trinkt - ohne vorher abzuwischen. Allerdings spricht er dem Sekt nicht über die Maßen zu, denn er weiß daß er nicht viel verträgt und hat nicht vor, sich heute abend zu betrinken. Als er die Flasche wieder absetzt verzieht er das Gesicht zudem zu einer merkwürdig belustigend wirkenden Grimasse und rümpft übertrieben deutlich die Nase. Der Sekt ist ohne Zweifel hervorragend, aber dem Hexer scheint das Prickelwasser nicht so recht zusagen zu wollen. Mit einem bedeutungsvollen Blick fordert er Leyla auf, doch neben ihm Platz zu nehmen und bietet ihr seinerseits nun etwas von dem Rotwein an, den er in höchstem Maße als von den Strohdreschers selbst hergestellt lobt.
Dann meint er an Xasch gerichtet, die Angroschim hätten offensichtlich nicht nur einen Hang zu imposanten Auftritten, sondern auch eine Nase dafür, wann es etwas leckeres zu essen gibt, aber mehr noch als das wüßten sie scheinbar auch, was gut schmeckt. Daraufhin wendet er sich auch den von Xasch mitgebrachten Köstlichkeiten noch einmal zu und bedauert, daß er sich zuvor schon fast satt gegessen hatte.
Schließlich greift er dann zu den Trauben aus Andergast und beginnt, Leyla liebevoll damit zu füttern, so sie sich dessen nicht abgeneigt zeigen sollte. Dabei geht er jedoch äußerst verspielt und neckisch vor, und nicht selten schnappen die roten, vollen Lippen der Tochter Satuarias ins Leere, als sie versucht, die ihr von Satu dargebotenen Trauben zu erhaschen, die dieser zwischen zwei Fingern hält und langsam in Richtung ihres Mundes führt, nur um sie manchmal im letzten Moment dann doch noch blitzschnell ihrem Zugriff zu entziehen, und sie sich gelegentlich sogar mit einem schelmischen Grinsen selber in den Mund zu werfen.
Hin und wieder wandert sein Blick über die fröhlich schmausende Runde, und verharrt stets etwas länger bei seiner zweiten Schwester, bevor Leyla ihm recht energisch zu verstehen gibt, daß sie von ihrem kleinen Spielchen noch lange nicht genug hat. Daraufhin beugt sich Satu zu ihr herüber und flüstert ihr scheinbar etwas ins Ohr, bevor er die 'Raubtierfütterung' wieder aufnimmt.

Leyla macht es sich auf Satus Offerte hin neben ihm gemütlich, allerdings in der Art, daß sie sich im Gras ausstreckt und ihre Locken wie eine Feuerflut über seine Beine fließen läßt, als sie ihr Haupt auf seinen Schoß bettet. Nachdem er die Objekte ihrer Begierde mehrmals ihrem Zubiß entzogen hat, reißt sie beim nächsten seiner diesbezüglichen Versuche ihren Kopf ruckartig hoch und schnappt mit gebleckten Zähnen nach den zurückweichenden Fingern, die sie dann beim Zurücklehnen langsam nach unten zieht. Wieder in Satus Schoß gebettet, grinst sie um Satus Finger herum, deren Besitzer einiges an Geschick aufwenden muß, bis er diese zurückerhält. Auf Satus Geflüster hin antwortet sie ihm leise mit einigen kurzen Sätzen, bevor er die 'Raubtierfütterung' wieder aufnimmt.

Larissa kommt etwas nach den anderen heran, zögert aber nicht, sich von einem Kaninchen ein größeres Stück abzureißen, daß sie, bevor sie hineinbeißt, erst noch einen Moment lang betrachtet und beschnuppert.
Nachdem sie das Stück gegessen hat, greift sie nach Xaschs Pflaumenlikör, entkorkt ihn und nimmt mit einem "Xasch, du bist wunderbar!" einen guten Schluck. Dann stellt sie die Flasche zurück und meint: "Und ich dachte, ihr Zwerge würdet nur Bier und primitive Schnäpse trinken. Zum Glück habe ich mich getäuscht! Ich will nie wieder was schlechtes über euch sagen!" Dann nimmt sie sich einen der Apfelringe und läßt sich mit einem wohligen Seufzen zurücksinken.

Madrix nimmt eine der Weinkaraffen und schielt kurz mit neidigem Blick zu Satu und Leyla bevor er ansetzt und einen tiefen Schluck nimmt...

Xasch lehnt sich leicht zurück und starrt in die madabeschienenen Wolken. Genießerisch beißt er in eine der leckeren Hasenkeulen und wischt sich mit dem Handrücken den Mund ab. Schmatzend richtet er sich wieder auf, setzt seinen 4ten Krug Bier an die Lippen und trinkt ihn aus. Befriedigt starrt er durch eine
Baumpassage und beobachtet wie langsam aber sicher die Sterne sichtbar werden. Dann zapft er sich ein neues Bier und gibt seinem Raben Morek aus einer Schale etwas Pflaumensaft, den dieser schnell austrinkt. Dann setzt sich Xasch im Schneidersitz hin und ärgert sich daß man keine Musiker hier hat: "Ist hier jemand der Musik mächtig? Ich finde, daß sowas hier nun wirklich fehlt!"
Xasch wirft den abgekauten Knöchel hinter sich und schnippst geschickt ein Weintraube in seinen Mund, während er erwartend in die Runde sieht, nur um sich kurz darauf sein 6tes Maß Bier abzufüllen...

Larissa richtet sich wieder auf. "Gute Idee! Ich habe zwar kein Instrument, aber ich kann singen, falls mich einer begleitet."

Madrix fängt daraufhin an, in einem voll töndenden Bass zu summen und langsam eine Melodie zu formen, welche jedem Druiden als das sogenannte 'Lied der Sumu' bekannt sein dürfte. Während er die Melodie immer weiter ausschmückt und verändert, schaut er erwartungsvoll hinüber zu Larissa, in Hoffnung auf einen lieblichen Alt oder himmlischen Sopran.

Eine Weile hört Larissa Madrix aufmerksam zu, um die Melodie kennenzulernen. Dann beginnt auch sie, mit ihrem klaren Sopran, zu summen, wobei sie die Augen nicht von ihm wendet und sich auf ihn konzentriert, um nicht 'den Anschluß' zu verlieren.

Satu lauscht eine ganze Weile lang beinahe andächtig der Melodie, die da aus dem Zusammenwirken von Madrix und Larissa hervorgeht. Dann streicht er Leyla kurz zärtlich über die Wange und gibt ihr so zu verstehen, sie möge ihn doch einen Moment lang 'entkommen' lassen.
Sobald sie sich aufgerichtet und ihn somit freigegeben hat, geht er hinüber zu dem Holzstoß neben dem Feuer und sucht sich zwei harte, glatte und möglichst gerade Äste, sowie ein armdickes Holzstück heraus. Damit setzt er sich wieder neben Leyla und beginnt, erst vorsichtig, dann recht selbstsicher, mit den beiden Stöcken den Rhythmus der Melodie auf dem Holz mit zu klopfen.
Er schließt die Augen und scheint sich vollkommen in die Musik hineinzuversetzen. Eine ganze Zeit lang begleitet er so das melodische Summen der beiden anderen, welches währenddessen auch zunehmend harmonischer wird.
Langsam werden Madrix und Larissa immer mutiger und ergänzen die Melodie durch immer neue kleinere Abwandlungen, ohne jedoch aus dem Takt zu kommen oder auch nur die geringste Disharmonie zu erzeugen.
Der Hexer öffnet die Augen und läßt vorsichtig die beiden Stöcke los. Diese fallen jedoch nicht etwa zu Boden, sondern schlagen nach wie vor im Rhythmus der Melodie auf das größere Holzstück ein.
Zufrieden lächelnd erhebt sich Satu. Er zwinkert Madrix kurz zu und tritt dann vor Leyla hin, wo er eine kurze Verbeugung andeutet und ihr eine Hand entgegenstreckt, um sie zum Tanz aufzufordern.

Leyla greift in einer huldvollen Bewegung Satus Hand und zieht sich daran hoch, bis sie oben angelangt vom Schwung getragen gegen den Hexer prallt, so daß beide Körper nur durch dünnen Stoff voneinander getrennt sind. Dann greift sie mit der anderen Hand um ihn herum und beide beginnen erst sich im Takt der Musik langsam zu wiegen, um dann schließlich, immer noch eng aneinander gepreßt, die ersten zögerlichen Schritte zu der ungewöhnlichen Tanzmusik zu wagen. Nachdem sie die Möglichkeiten der Melodie einige Zeit lang ausgelotet haben, werden ihre Bewegungen zusehends sicherer und wie es scheint auch herausfordernder. Zuerst rutscht Satus Hand von Leylas Taille weiter abwärts, in Gegenden, die in den höfischen Gesellschaftstänzen absolut tabu wären. Leyla beantwortet das damit, daß sie ihre Hand von seiner löst, um ihn damit enger zu umschlingen. Sie schmiegt sich näher an ihn, legt ihre Wange an seine Brust und läßt ihr Haar über seine Schulter fluten. Während sich seine nun freie Hand zu der anderen gesellt und so die rückwärtigen Rundungen umschließt, beginnt sie, mit jedem Schritt ihren Unterleib an seinem zu reiben. Satus Reaktion darauf ist nicht sichtbar, aber scheint seine Tanzpartnerin derart zu amüsieren, daß sich ein selbstzufriedenes Lächeln auf ihrem Antlitz ausmachen läßt.
Die beiden Tänzer wiegen sich weiter langsam im Takt, wobei sie in kleinen Schritten langsam das Feuer umrunden, dem mal der eine, dann der andere den Rücken zuwendet. Satu läßt seine rechte Hand über Leylas Rücken, über ihren Po bis zu den Beinen wandern, und schaut oft mit halb gequälten, halb verzückten Gesichtsausdruck zum inzwischen aufgegangenem Madamal empor. Zwischendurch hebt Leyla einmal kurz das Haupt um ihm etwas ins Ohr zu hauchen, worauf er ihr ebenso leise eine Antwort gibt, die sie wohl zufriedenstellt, da man ein Lächeln über ihr Gesicht huschen sieht. Danach beginnt sie den Tanz ein wenig zu variieren, dergestalt, das sie sich ein wenig löst, nun aber schnelle Drehungen dadurch erzeugt, daß sie ihr rechtes Bein an dem von Satu entlang gleitend an ihm vorbeistellt, wobei auch die anderen viel makellose Haut bewundern können. Dabei wirft sie jedesmal den Kopf mit fliegenden Haaren in den Nacken. Oder sie stützt sich mit dem linken Knie an seinem Bein ab, legt das andere Bein um seine Hüfte, um dann ihren Oberkörper so weit zurückzulehnen, daß sie in dessen Drehung ihre Locken durch das Gras schleifen läßt. Danach kehrt sie dann stets wieder in die enge Position zurück.
Während Satu durch das Wechselbad der Gefühle langsam recht mitgenommen aussieht, hört Leyla nicht vor dem Ende der erdverbundenen langsam-gravitätischen Melodie auf, ihn während des Tanzes ständig mit ihrem Körper zu reizen, was ihr sichtlich geradezu dämonische Freude bereitet...

Satu genießt die Umgarnung durch Leyla offensichtlich genauso, wie er mit der Zeit darunter zu leiden beginnt. Selbst der prüdeste Praiot würde bemerken, daß dieser Tanz schlichtweg den vertikalen Ausdruck eines horizontalen Verlangens darstellt. Während sich die beiden schlanken Körper lustvoll und geschmeidig im Takt der Musik wiegen, liegt ein nicht näher zu umschreibendes Knistern in der Luft. Den beiden Geoden trocknet bei diesem Anblick mehr und mehr der Mund aus; ein Zustand, dem sie jedoch durch heftiges Befeuchten mit Zwergenbier erfolgreich entgegenwirken können. Während sich zu Beginn ihrer musikalischen Einlage Larissa an Madrix orientieren mußte, hat nun der Druide sichtlich Mühe, nicht aus dem Takt zu kommen, während die Tochter Satuarias den Tanz mit einem wohlwollenden Lächeln beobachtet und ihrem glockenklaren Sopran nur noch mehr Wärme und Intensität zu verleihen sucht.
Mirbelohr tritt neugierig und irgendwelche undefinierbaren Blätter kauend aus dem Gebüsch hervor, und mustert interessiert die Szene. Die beiden Raben, Garrock und Morek sitzen auf einem tief hängenden Ast eines nahen Baumes, putzen sich gegenseitig das Gefieder und lauschen dem angenehmen Klang der Musik. Auf demselben Baum, jedoch einige Äste höher, hat sich auch Ihek niedergelassen, der die sich merkwürdig im hellen Schein des Feuers windenden Menschen nicht aus den Augen läßt. Etwas abseits sitzt Sumulux, der den Tanz der beiden Kinder Satuarias ebenfalls aufmerksam, jedoch ohne sichtliche
Anteilnahme beobachtet. Geduldig läßt er es über sich ergehen, daß ihm Kareila zärtlich das Fell leckt und immer wieder herausfordernd um ihn herumstreicht. Anders als sein Seelenverwandter zeigt sich der Kater von solchen Spielchen jedoch eher unbeeindruckt und reagiert in keinster Weise auf die Bemühungen seiner Artverwandten.
Schließlich, nach schier endlosen Minuten, in denen sich die beiden förmlich miteinander verschmelzenden, Körper der beiden Kinder Satuarias in ständig neuen Variationen umschwärmt haben, wobei Leyla durch ihre fast schon akrobatischen Einlagen mehr als einmal recht tiefe Einblicke in ihr Dekolleté gewährt hat, verstummt schließlich wie auf eine geheime Absprache hin die Musik. Im flackernden Schein des Feuers hält der Hexer seine sich gerade weit zurücklehnende und die Flut ihrer roten Haarpracht über den Waldboden ergießende Schwester in den kraftvollen Armen. Einen Moment lang verharren sie in dieser Position und schauen sich tief in die Augen. Dann richten sie sich schließlich wieder auf. Satu führt Leyla zurück zu ihrem Platz und verabschiedet sie in parodierender Förmlichkeit mit einem Handkuß. Mit verschmachtendem Blick und sich offensichtlich nur widerwillig von ihrer Hand lösend haucht er ein leises "Danke!", tritt dann einige Schritte zurück und atmet erst einmal tief durch.
Der Hexer ist deutlich mehr ins Schwitzen gekommen, als seine Tanzpartnerin. Er scheint so viel... Bewegung wohl nicht gewöhnt zu sein. Lächelnd aber sichtlich außer Atem wischt er sich mit der Hand übers Gesicht und wirft dabei einen skeptischen Blick auf den neben dem Feuer aufgeschichteten Holzstapel. "Ich... Ich werde lieber noch mal eben für Nachschub sorgen, sonst sitzen wir hier gleich im Dunkeln... Bin gleich zurück!" erklärt er sich und tritt dann, ohne noch einmal Blickkontakt mit Leyla aufzunehmen, aber sichtlich mit dem Gedanken daran spielend, aus der Runde seiner Brüder und Schwestern heraus.
Neben Madrix, dessen Transpirations-Probleme den seinen im Moment um nichts nachstehen, verweilt er kurz und flüstert ihm etwas zu, bevor er dann, mit eiligen, leicht staksig wirkenden Schritten im Schatten des Waldes verschwindet.
Gerambalosch streicht sich nachdenklich über seinen Bart und hebt die Hand, als wolle er Satu etwas nachrufen, läßt es dann aber doch bleiben und beschränkt sich auf ein verständnisloses Kopfschütteln. Sollte denn wirklich noch niemandem aufgefallen sein, daß sie noch keinerlei Brennholz hatten nachlegen müssen, um dieses Feuer in Gang zu halten? Wofür hatte er sich nach der erbärmlichen Versorgung mit Feuerholz durch die Kinder Satuarias denn die ganze Mühe gemacht?
"Ignorant!" Murmelt der Angroschim in seinen Bart. "Aber von mir aus. Soll er ruhig Holz holen, wenn es ihn glücklich macht. So wird er uns in dieser Zeit zumindest kein Bier weg trinken!" Daraufhin bricht er diesen fruchtlosen Gedankengang ab und kehrt zurück zum Wesentlichen, indem er ein weiteres Mal mit Xasch anstößt, um die Biervorräte noch vor dem Morgengrauen bewältigen zu können.

Nachdem sie von Satu an ihren Platz geführt wurde und er im Waldesdunkel untergetaucht ist, lehnt sich Leyla zurück und hängt mit einem Lächeln voller Zufriedenheit, den Kopf auf ihre verschränkten Arme gebettet, zum Himmel blickend ihren Gedanken nach.

Ganz langsam schließt Madrix nach dem betörenden Tanz den Mund und starrt eine ganze Weile lang ins Feuer nachdem ihm Satu etwas zugeflüstert hat. Irgendwann scheint er sich einen innerlichen Ruck zu geben und sieht zu seiner vorigen Mitsängerin Larissa hinüber. Etwas zu lange scheint er ihre hübschen Gesichtszüge zu mustern und es scheint als wolle er etwas sagen. Dann wendet er seinen Blick aber schnell ab und blickt verlegen zu Boden mit einem kleinen Stöckchen in der Erde stochernd, welches er schließlich ins Feuer wirft.

Tief blickt Larissa Madrix in die Augen. Regungslos sitzt sie da, das Gesicht entspannt, ohne eine Regung zu zeigen. Als er seinen Blick von ihr abwendet, schaut sie ihm mit scheinbar gelassener Mine nach, die linke Augenbraue leicht hochgezogen. Nach einigen Herzschlägen steht sie auf, tritt auf ihn zu, legt ihm einen Arm um die Schulter und führt ihn ein Stück weg. Als sie sich ein Stück von den anderen entfernt haben, bleibt sie stehen, dreht sich ihm zu und flüstert ihm etwas zu.

Gar nicht mehr nachdenklich, sondern scheinbar sehr unternehmungsfreudig dreht sich Madrix um und schreitet zum Feuer zurück, wo er sich eine Flasche Pflaumenlikör und das Kürbisfläschchen mit seinem Gebräu schnappt. Er wendet sich um, hält dann aber inne und greift noch nach einigen Leckereien, mit denen er dann zu Larissa außerhalb des Feuerscheins zurückkehrt. Was er vorhat können die anderen nur erahnen...

Nach gar nicht allzu langer Zeit kommt der Hexer zurück. Er trägt wirklich einen großen Haufen Feuerholz bei sich, den er zu dem kleineren Stoß legt, bevor er sich dann wieder in der Runde, genauer gesagt neben Leyla, niederläßt. Sein langes, schwarzes Haar scheint klitschnaß zu sein, denn neben ihm fallen ständig neue Wassertropfen zu Boden. Satu wirkt äußerst ausgeglichen. Alle Anspannung, die ihm beim Verlassen der Runde noch deutlich anzusehen gewesen war, scheint mittlerweile von ihm abgefallen zu sein. Er lächelt fröhlich vor sich hin, wirft Leyla unmißverständliche Blicke zu und schaut auch hin und wieder zuversichtlich zu Larissa und Madrix hinüber, die noch immer etwas abseits stehen und sich miteinander unterhalten. Mit einer Hand umfaßt er dann seinen Rosenquarz-Anhänger, blickt zum Madamal empor und atmet tief und befreit durch.
Als sich alle wieder um das Feuer versammelt haben greift er sich wie so oft einen kleinen Ast und stochert damit zufrieden im Feuer herum. Hin und wieder hebt er den Blick und betrachtet lächelnd die vom Schein der Flammen in ein angenehmes Gold getauchten Gesichter seiner Brüder und Schwestern, die nach dem reichhaltigen Mahl und den ausgelassenen Stunden danach nun erschöpft, aber glücklich in trauter Runde zusammensitzen.
'Nun fehlt eigentlich nur noch eine gute Geschichte, um diesen Abend perfekt zu machen.' denkt sich der Hexer. Unvermittelt beginnt er also, in seichtem Plauderton zu erzählen, wobei er beständig mit dem Ast die Glut des scheinbar gar nicht herunter brennen wollenden Lagerfeuers schürt. Leyla rückt nach seinen ersten Worten dicht an ihn heran und lehnt den Kopf gegen seine Schulter. Andächtig, wie hoffentlich auch die anderen, lauscht sie der kräftigen und doch sanften Stimme des Hexers, die alsdann beginnt, von fernen Zeiten, glücklichen Menschen und mächtiger Magie zu berichten:
Nachdem er seine Geschichte von 'Alyza-Alile und Tasu' erzählt hat, blickt er in die Runde und räuspert sich verlegen. "Nunja, Ich bin kein Geschichtenerzähler..." rechtfertigt er sich, während er ungewohnt schüchtern seinen Blick senkt und ins Feuer schaut. Er hofft von ganzem Herzen, daß seine Brüder und Schwestern Gefallen an seiner Erzählung hatten und daß er einen angemessenen Beitrag zum Gelingen dieses harmonischen Abends hat leisten können, der vielleicht noch nicht für alle unter ihnen schon bald zu Ende sein wird...

Gerambalosch steht auf, tritt an daß Feuer und nimmt sich einen hohlen Baumstamm zur Hand. Mit einiger Mühe bewegt die kleine Gestalt das schwere Stück Humus vor das Feuer. Dann beginnt er zu trommeln. Die dumpfen Töne der Trommel dringen durch die Leiber, der vom Feuer Gewärmten und man spürt sie bei jedem Atemzug. Das Feuer lodert auf und beantwortet damit jede Schlagfolge des Angroschim. Die Klänge der Trommel verbinden sich mit den Flammen und ein heißer Wind wie eine Corona aus Flammen umgibt Gerambalosch. In den Flammen erscheinen Bilder von der Nacht des Zorns. Die Trommel dringt mit jedem Ton tiefer in das Gemüt der Anwesenden als sie vom Leiden der Zwergenheit an jenem finsteren Tag berichtet. Die dumpfen Schläge ziehen alle so sehr in ihren Bann, daß niemand bemerkt wie Gerambalosch die Darbietung beendet.
Das Gesicht des Zwerges ist von Tränen und der verlaufenen Kohlesalbe gezeichnet. Seine Hände sind blutig als er von dem Baumstamm aufsteht. Nachdem er sich beruhigt hat sagt er:
"Es geht nicht über eine tragische Sage um den jetzt und hier Lebenden ihr Glück und ihre Schwäche begreiflich zu machen." Dabei schaut er auch auf die lebensfrohen Töchter Satuarias, dann hellt sich sein Gesicht wieder auf. "Habe ich euch nicht am Anfang diese Festes gesagt, daß der Abend nicht gelungen ist wenn nicht getrunken und gestritten wird? Naja, zumindest mit dem Trinken hatte ich recht. Das andere wird sich zeigen." Damit geht er leicht schwankenden Schrittes auf die Druiden zu und liebäugelt mit der Flasche, in der das Gebräu der Alchimisten aufbewahrt wird.

Noch während Satu seine Geschichte erzählte, hatte Leyla mit einem Holzstückchen einige Buchstaben auf den Boden gemalt, einzelne durchgestrichen und darunter neu zusammengesetzt. Aber bevor irgendjemand von den anderen herausfinden kann, was sie daran zum Lächeln bringt, hat sie die Schriftzeichen schon wieder hastig weggewischt. Als Satu sich wieder zu ihr setzt, lehnt sie sich an ihn und schließt verträumt die Augen, bis die ersten dumpfen Trommelschläge ihre Aufmerksamkeit auf den Angroschim lenken, dessen feuriger Darbietung sie gebannt folgt, nur um sich danach wieder an Satu zu kuscheln.

Satu nimmt die Aktionen der anderen nur noch am Rande wahr, und scheint vollkommen in Gedanken versunken zu sein. Die besinnliche Stimmung und die Darbietung des Geoden haben ihr übriges, zu seiner ohnehin zum Grübeln neigenden Wesensart geleistet. Nachdenklich und mit ausdruckslosem Gesicht starrt er in das flackernde Feuer und lauscht dem Knistern des brennenden, jedoch trotzdem scheinbar niemals verbrennen wollenden Holzes.
Erst als Leyla sich wieder dicht an ihn kuschelt, huscht ein schwaches Lächeln über seine Lippen. Er gibt ihr einen Kuß auf die Stirn, legt zärtlich einen Arm um sie und drückt sie fester an sich. Der heutige Abend war sehr schön, doch wie viele solcher Abende wird es in naher Zukunft wohl noch geben?
Die rot-goldenen Flammen des Feuers spiegeln sich geheimnisvoll in den tiefen, schwarzen Augen des Hexers wider, in denen man einen ebenso großen Ausdruck von Unheil erahnender Furcht wie auch von Zuversicht und Hoffnung zu erkennen meint.
Schreckliches hat die Vergangenheit hervor gebracht. Grauenvolle Gefahren lauern auch in unseren Zeiten und drohen, jede noch so harmonische Eintracht mit unerbittlicher Härte in ein nicht enden wollendes Jammern und Wehgeschrei zu verwandeln. Die Zeiten sind schlecht für die Kinder Sumus, und doch: waren sie wirklich jemals besser?
Aber was auch immer die Zukunft bringen mag, heute nacht hat der grübelnde Hexer alles, was er braucht: ein warmes Feuer, ein paar gute Freunde und eine wunderschöne Frau, die ihren von feuerroten Locken eingehüllten Kopf nun vertrauensvoll an seine Brust lehnt, und sich sanft durchs Haar streichen läßt, während Satu zwischen den tanzenden Flammen der elementaren Erscheinung nach Antworten auf Fragen sucht, die erst die Zukunft stellen mag, die ihn jedoch bereits heute zu beschäftigen scheinen.

Während der Geschichte von Satu und dem fesselnden Trommeln des Angroschim saß Madrix am Rande des Feuers und war wie gebannt vom flackernden Feuer, den Stimmen des Waldes, der sanften Stimme Satus und dem ergreifenden Rhythmus, den der Geode schlug. Als nach diesen Stunden, in denen das Madamal noch ein wenig höher gestiegen ist, der Geode zu ihnen tritt und mit vieldeutigem Blick auf die Flasche mit dem Gebräu sieht, wird Madrix nicht zuletzt wegen Larissa, die ihm freundlich auf die Schulter tippt, aus seiner Versunkenheit gerissen und sieht mit strahlenden Augen zu Gerambalosch auf.
"Ach ja, fast hätte ich es schon wieder vergessen..." Madrix entkorkt die Flasche und schnuppert vorsichtig daran. Obwohl sich sein Gesicht dabei verzieht macht er einen zufriedenen Eindruck und reicht die Flasche an Gerambalosch. "Trink nur, es wird Dir guttun." Dann grinst er erst in Richtung Larissa und dann zu dem Geoden, welcher die Flasche entgegengenommen hat.

Daraufhin blickt Greambalosch Madrix noch einmal an bevor er trinkt, als wolle er sagen: "Ich hoffe in deinem Interesse, daß das Zeug für Zwerge genießbar ist." Gerambalosch nimmt einen tiefen Zug.
Für einen kurzen Moment regt sich nichts auf dem kohleverschmierten Gesicht und die im Feuerschein schwarz erscheinenden Augen beginnen durch eine leichte Wendung des Kopfes rötlich zu schimmern, als ob Gerambalosch von innen heraus in Flammen stünde. Gerambalosch ringt um einen gewaltigen Atemzug: "Ungefährlich ist es wahrlich nicht", krächzt er. "Aber es lohnt sich! Würdet ihr mir die Flasche einmal kurz ausleihen." Ohne auf eine Antwort des Druiden zu warten bringt Gerambalosch die Flasche zu Xasch, um ihn Kosten zu lassen. Dann beeilt er sich das Zeug unter den Anwesenden zu verteilen.
"Falls niemand etwas dagegen hat möchte ich meinen etwas traurige Darbietung von vorhin mit etwas anderem ausgleichen. Es wurden vor einem Weilchen bei der Einsetzung des dritten Hochkönigs gespielt und erfreut sich noch immer großer Beliebtheit." Mit diesen Worten beginnt er eine Melodai zu trommeln und mit tiefem Bariton zu singen wie sie einen Elfen auf hundert Schritt tot umfallen lassen würde. Der Rhythmus der Trommel ist schnell und rassig und der Gesang gutural und kräftig. Es ist eine belebende Melodie und derselbe dumpfe Trommelschlag, der euch beim erstenmal berührte, belebt euch nun, als die Schläge in der Luft widerhallen.

Als Gerambalosch voller Inbrunst zu trommeln beginnt kann Madrix nichts mehr auf seinem Platz, auch wenn dieser neben Larissa war, halten und in einem komisch anmutenden Gehüpfe legt er schnell den Weg zu seinem Fläschchen zurück, das gerade die Runde macht. Er greift es sich und nimmt selbst einen nicht gerade kleinen Schluck, stößt einen Jauchzer aus, bevor er die Flasche zurückgibt und beginnt dann, sich wild drehend um das Feuer zu tanzen. Immer wieder wird der rauhe Gesang des Geoden durch die frohen Rufe des Druiden unterbrochen, der vollkommen in Ekstase versunken nichts mehr aus seiner Umgebung richtig wahrzunehmen scheint. Während seine Beine in komplizierten Rhythmen auf den Waldboden trommeln und das Feuer seine Silhouette gespenstisch beleuchtet, formen seine Lippen unhörbare Worte und seine Hände wirbeln wie besessen durch die Luft und kommen so manches mal dem Feuer bedenklich nahe.
Vom Feuer her ziehen sich seltsame leuchtende Schlieren bis hin zu dem Druiden, ehe diese selbst Gestalt annehmen. Dann erhebt sich mit Rascheln ein Männchen aus Blättern vom Waldboden und beginnt selbst mit wiegenden Ästen dem Rhythmus zu folgen. Nach kurzer Zeit ist Madrix begleitet von elementaren Erscheinungen in ein kurioses Ballett involviert, in dem die Flammen nebst nebligen Formen zu jubilieren scheinen.

Als Madrix sich erhebt, und seinen kurriosen Tanz beginnt, wird Satu dann nun doch in seiner Nachdenklichkeit gestört. Ungläubig runzelt er die Stirn und verfolgt mit einer Mischung aus Belustigung und Verwunderung die merkwürdig extatisch anmutenden Bewegungen und hemmungslosen Jauchzer des Druiden.
Der belebende Rhythmus und der ... gut gemeinte Gesang des Geoden reißen den Hexer dann auch schließlich wieder vollkommen aus seiner Melancholie heraus. Ein gewisser Unterhaltungswert ist der Darbietung der beiden ja nicht abzusprechen. Irgendwann bemerkt Satu, wie sich sein Kopf im Einklang mit der Melodie zu wiegen beginnt, und sich seine Gesichtszüge, ohne daß er es eigentlich beabsichtigt hätte, merklich aufhellen.
Als das Fläschchen mit der druidischen Mixtur schließlich zu ihm gereicht wird, beäugt er es mit kritischem Blick, schaut dann noch einmal kurz zu Leyla herüber, anschließend zu dem sich wild ums Feuer herum bewegenden Druiden und gibt den ohne Zweifel hervorragenden Trank dann mit einem gönnerhaften Lächeln recht schnell an den nächsten weiter.
Als die leuchtenden Schlieren sich dann vom Feuer lösen, weiten sich die Augen des Hexers vor Staunen. Seine Blicke wandern über den mit Laub bedeckten Waldboden, wo er eine beinahe unmerkliche Bewegung wahrgenommen zu haben glaubt. Als sich nun aus den Blättern und Ästchen ein kleines Männlein zu formen beginnt, und sich auch andere, nicht näher zu umschreibende, elementare Manifestationen im Takt der Musik und im unmöglich auf reinem Zufall beruhenden Gleichklang mit dem Druiden zu bewegen beginnen, fällt ihm die Kinnlade fast bis zum Boden herunter. Seine Augen funkeln. Sein faszinierter Blick ist starr auf das fantastische Schauspiel gerichtet, das sich direkt vor ihm ereignet, ihm jedoch trotzdem merkwürdig unwirklich vorkommt. Gebannt verfolgt er die Vorstellung des wundersamen Balletts. Ja - diese Nacht scheint wahrhaftig etwas Besonderes zu sein...
So plötzlich wie er angefangen hat beendet Madrix den zauberhaften Tanz auch wieder und als auch alle seltsamen Erscheinungen verschwinden, legt er sich ins weiche Moos unter der mächtigen Steineiche und scheint schon bald friedlich zu schlafen...

Langsam wird der Rhythmus des Geoden beruhigender. Er erzählt von den Dingen die hinter dem Mantel Borons auf euch warten, den ihr jeden Morgen aufs neue von eurem Haupt zieht, um den neuen Tag zu erleben.
"Dunkel erscheinen die Abgründe der Seele nur dem der zuviel gesehen hat den anderen wünsche ich noch viel Spaß. Ich werde mich jetzt zurückziehen und für ein paar Stunden sterben.", teilt Gerambalosch den Anwesenden mit. Dann taumelt der Zwerg auf einen Baum zu, um sich ächzend darunter niederzulassen. Er dreht noch einmal den Kopf und ihr habt das Gefühl, als sei er darum bemüht, ihn auf seinen Schultern festzuhalten: "Sollte es ein Lausbub wagen, mich zu wecken, bevor Ihek es tut, wird er es bitter bereuen!". Dann lehnt er sich zurück und scheint bald darauf eingeschlafen zu sein.

Satu blickt voller Wohlwollen zu dem schlafenden Geoden und dem vollkommen erschöpften Druiden herüber. Noch immer brennt das Feuer warm und hell. Der Schein der vollen Mada wirft gespenstische Schatten zwischen die Bäume jenseits der Lichtung. Trotzdem ist den Augen des Hexers anzusehen, daß es ihn mehr in diese wohlige Schwärze als zu seinen Gefährten am Feuer zieht. "Ja, ich denke, es wird Zeit, diesem angenehmen Abend nun allmählich ein ihm würdiges Ende zu bereiten..." Langsam steht er auf und reicht Leyla die Hand, um auch ihr auf die Beine zu helfen. Schwungvoll zieht sie sich hoch und blickt Satu verschwörerisch an. Verliebt lächelt er zurück. Dann wendet er sich kurz an die anderen noch wachen Mitglieder des Zirkels: "Ich wünsche Euch allen, eine ruhige und erholsame Nacht. Am morgigen Tag werden wir viel zu besprechen haben. Doch wartet nicht auf uns..." Er streicht Leyla zärtlich durchs Haar. "... wir könnten uns etwas verspäten."
Alsdann verschwinden die beiden Kinder Satuarias Arm in Arm zwischen den schwarzen Schatten der mächtigen Bäume des auch zu dieser Stunde noch mit mannigfaltigem Leben erfüllten Waldes...

zusammengefasst und korrigiert von 'Hex-Man' Frank
1999


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