Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

20. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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So erkennet die Wahrheit


von Seiner Spektabilität Gorn Of Dagon,
Spectabilitas der Opulenta Academia Magicae Controllariae zu Hagenbutze,
Magus extraordinarius der Akademie der geistigen Kraft zu Fasar.

HESinde zum Gruße, werte Collegae et Collegi!

Ich habe dieses Traktat geschrieben, um der gesamten Leserschaft die Geschehnisse näherzubringen, die mir seit Erscheinen meines fundierten Fachartikels „Responsio de errore filiae et filii satuariae“ im Opus No. 34 widerfahren sind. Aber ich schrieb das Traktat ebenso aus dem Grunde und in der Hoffnung, damit auch den letzten Zweifler von der Widerwärtigkeit und Verdorbenheit der Hexen überzeugen zu können – wenn schon nicht mit wissenschaftlichen Abhandlungen, dann doch durch folgende empirische Beweise.
Was sich zugetragen hat, ist schnell erzählt. Bereits kurze Zeit nach dem Erscheinen der besagten 34. Ausgabe des Opus wurde ich in meiner Akademie ausgekundschaftet. Dies geschah mit üblen Absichten, wie sich die Nacht später herausstellen sollte. Der Beobachter soll nach Augenzeugenberichten eine kleine Wesenheit von grüner Farbe und mit schwarzem Haarschopf gewesen sein. Nun, diese Beschreibung scheint mir eher der Phantasie entsprungen zu sein. Wie dem auch sei: ab diesem Zeitpunkt wurde ich von schwerem Alpdrücken geplagt – und das jede Nacht aufs Neue. Wie ich nach einigem Nachforschen herausfand, entstanden die Alpträume durch eine Invocatio der Magica Communicatia, namentlich dem Zauber „Traumgestalt“. Schon allein die niederträchtige Verwendung dieser böswilligen Abart der Traumgestalt mag einem jeden Göttergläubigen in höchstem Maße verwerflich anmuten und ein jeder wahrer Verfechter der göttlichen Lehren wird sich von solch frevlerischem Tun abwenden. Doch höret, welch lästerlichen Inhalt diese Träume noch in sich bargen, auf dass Euch die Augen geöffnet werden.
In einem Traum lag ich nackt und an eine Streckbank gefesselt in einem Raum. Ein dunkel gekleideter Mann mit langen schwarzen Haaren war noch zugegen, der sich zunächst sexuell in einer Art an mir verging, wie es die gütige Frau TRAvia vollständig verurteilt. Kurz darauf schnitt er mir einem Messer zunächst die Extremitäten, dann den Korpus und zum Schluss den Kopf auf. Ich selbst erlebte dies alles bei vollem Bewusstsein mit. Doch der größte Frevel war, als dieser Hexer aus meinem Schädel einen Stein herausholte, auf dem geschrieben stand: „Ich schulde dir noch ein Gehirn, gez. Hesinde“!!! Seht also, wie die weise Frau
HESinde von diesem Hexenpack als dumme Magd mit magerem Witz dargestellt wird! Ich schreie heraus: FREVEL!
In einem weiteren Traum wollte ein anderer Hexenmeister beweisen, dass die Gildenmagie von den Echsen abstammt! Da wird eine Wissenschaft, die von den Göttern höchstselbst gegeben wurde, lächerlich gemacht und mit dem grausamen Echsenkult gleichgestellt. So dass wir alle, werte collegae et collegi, nichts weiter sein sollen, als willenlose Marionetten der Echsen, die unseren Geist und auch unseren Körper ständig im Besitz halten. Zum Beweis löste der bösartige und abartige Hexer, der mit einer perversen Lust versehen war, anderen Schmerzen zuzufügen, langsam die Haut von meinem Körper. Zum Schluss des grausigen Treibens ließ er mich pfählen und verhöhnte währenddessen unseren gerechten Herrn PRAios! Ich schreie heraus: FREVEL!
In einem weiteren Traum zwingen mich die Hexen dazu, wahllos Menschen in einem Wald umzubringen. Ich bin dort mit mehreren mutigen Streitern des Herrn PRAios auf der Suche nach dem unheiligen Hexenpack unterwegs. Kurz bevor ich das Pack auffinde, wenden sich meine Begleiter gegen mich und rammen ihre Ritualdolche um mich herum in den Boden. Sie haben nun keine Gesichter mehr, tragen blutrote Umhänge und sind dreizehn an der Zahl. Die Hexen haben es geschafft – zumindest in diesem Traum –, durch ihre üblen Rituale die wackeren Männer dem Rattenkind zu übereignen. Ich schrei heraus: FREVEL!

Werte Leserschaft, lasst es nicht dazu kommen, dass solche Wünsche der Hexen Realität werden! Öffnet Eure Augen und sehet, welchem Schwindel ihr alle aufgesessen seid!

An meinen Forschungen muss ja doch mehr als nur ein Funken Wahrheit gewesen sein. Es scheint, als hätte ich direkt in das Wespennest gestochen. Weshalb sonst sollte die satuarische Gemeinschaft solche umfangreichen Bemühungen unternehmen, mich zum Schweigen zu bringen? Ich soll durch dieses Alpdrücken wahrscheinlich gefügig gemacht werden, ich soll meinen Mund halten oder besser noch, der Hexengemeinde nach dem Munde reden. DOCH DA HABEN SIE SICH GEIRRT!!! Ich werde nicht nur weitermachen, nein, ich werde lauter sein als je zuvor. Ich werde sie jagen und vernichten, wo ich sie antreffe!

Ich kenne nun meine Bestimmung, meine Aufgabe.
Die Aufgabe, die mir die Götter gaben;
die Aufgabe, mit der mir die Götter die Augen geöffnet haben;
die Aufgabe, die den Erhalt von ganz Dere sichern wird;
die Aufgabe, die einen unsichtbaren Feind vernichten wird;
die Aufgabe, die meine letzte Aufgabe sein soll, meine Lebensaufgabe.

Darum, collegae et collegi, erkennet die Gefahr, die uns allen bevorsteht! Der Hexenkult wird nicht dabei bleiben, im Geheimen zu operieren, er wird sich nicht mit dieser Außenseiterrolle zufrieden geben! Was wird wohl als nächstes geschehen? Werden unsere Reichsoberhäupter ebenso eingeschüchtert wie es bei mir versucht wird? Sollen auch sie demnächst im Sinne der hexischen Begierden regieren? Was kann das nur für eine Gemeinschaft sein, die ihre Gegner mit Flüchen, bösen Zaubern und abartigen, perversen Handlungen versucht, gefügig zu machen oder sogar zu vernichten? Ist es nicht Zeichen eines klugen Geistes, sich der Diskussion statt der Gewalt hinzugeben? Und was können das nur für herzlose, grausame und verabscheuenswürdige Kreaturen sein, die in ihrer Phantasie und in ihren Wünschen den Gegnern so übel mitspielen?

Darum bete ich für Euch, collegae et collegi:
Möge HESinde Euch Euern Geist öffnen, auf dass Ihr erkennet, welch Frevel sich auf Dere mehr und mehr verbreitet!
Möge RONdra Euren Mut stärken, auf dass Ihr nicht zurückschreckt, diesen Frevel zu bekämpfen, wo immer Ihr auf ihn treffen werdet!
Möge PRAios Euch Gerechtigkeit schenken, auf dass Ihr keinen Falschen der Frevlerei bezichtigt, bei den Frevlern aber keine Gnade walten lasset!

Sehet meine geballte Faust und höret meine Stimme:
NIEDER MIT DEM ZWÖLFMAL VERFLUCHTEN HEXENPACK!!!
Mögen die zwölfgöttlichen Geschwister mir beistehen...

Gorn Of Dagon.

Den Beilunker Reitern bekannte Adresse: famerlor@gmx.de

Erschienen in Opus no. 38 am 17.10.1999 als Reaktion oder Fortsetzung zu Tractatus ad Collegi Magister Magnus Isandrian Magnisfexus Desgrandan et Spectabilitas Gorn Of Dagon.
Zu diesem Artikel erschienen folgende Reaktionen oder Fortsetzungen: Erkennt die Wahrheit!, Ein offener Brief an Seine Spektabilität Gorn Of Dagon.

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