Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

21. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Oh, verdammtes Schicksal!

Konntest du dir nicht ein anderes Opfer für meinen Weg suchen? Zwar lebe ich länger, als es andere für möglich halten würden, doch was für ein Leben? So habe ich vom Leichtsinn getrieben etwas getan, welches eigentlich den mächtigen Göttern vorbehaltenes Recht ist. Ich habe Leben geschaffen, indem ich zu Mitteln griff, die nicht nur unrecht, sondern auch unheilig waren. Vermutlich wird meine Seele für diese kurze unüberlegte Tat beim Namenlosen, oder bei den Herrschern der Niederhöllen für diesen Frevel landen, obwohl ich mein gesamtes anderes Leben damit verbrachte, den 12en zu dienen. Doch ich dachte dies sei die ärgste aller Strafen. Und wieder musste ich meinen Leichtsinn einsehen, denn es geschah, dass die Götter 100, vielleicht sogar 1000fach so hart urteilten. Denn von allen meinen Schätzen, seien es 1000e von Dukaten, verloren geglaubte Bücher, mächtige Artefakte, meine vielen Freunde, oder sei es auch mein Leben, meine Seele, nahmen sie den wertvollsten. Den so perfekten Diamanten, der die Dunkelheit aus meinem Dasein mit seinem Licht zurückschlug. Warum musste meine Geliebte den Tod finden? Doch die Überirdischen sind, so zeigt es sich in dieser von Tränen genässten Schrift, sind nicht nur weise, schöpferisch und vollkommen gut. Denn wenn es ihnen an Rache fehlt handeln sie ohne Skrupel und Mitleid. Aber ein gewisser Teil in mir weiß, dass ich falsch denke, während doch eine merkwürdige Art von Fröhlichkeit in mir aufkommt, da die Niederlage der 12e unausweichlich ist. Ich hoffe ich werde noch immer geliebt. Denn ich werde noch in den Niederhöllen lieben.

Ich gehe den Weg, den keiner gehen kann,
mein Leben scheint des anderen länger,
doch zeigt's sich schlecht für einen Kenner,
gar grausam ohne Hoffnung für jedermann.

Durch Leichtsinn des Lebens Element gehaucht,
was Recht den Göttern nicht erschien,
wird mein' Seel sich am End vor den 13ten knien,
doch die 12e denken es sei mehr gebracht,

drum wollen sie mein größt Schatz und Gut,
weder Gold, noch Heim, noch Buch,
nein, des Göttern ärgster Fluch,
er nimmt mein Weib der 12e Wut.

So zeigen sie nicht nur mehr Gnade, 
daher sagt mein größter Sinn,
dass ich weder froh noch böse bin,
und das Gewissen ewig nage. 

 

Melistor Enkara, sowohl freischaffender, als auch trauernder Magier

Erschienen in Opus no. 42 am 21.11.1999.

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