Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

21. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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SILENTIUM

Wie in der letzten Ausgabe des Opus berichtet wurde kam es in den Hallen der Bibliothek an der Akademia Limbologica zu einiger Verwirrung und beinahe wäre ein wohl wertvoller Schatz verloren gegangen. Der mit uns um die Thesis jenes wiederentdeckten Zaubers bangende Leser sei hiermit informiert, dass es Meister Achmed ibn Mhukkadin Ghunar in der letzten Woche gelungen ist das von Tinte durchnäßte Pergamentstück, welches Teile der Thesis des "Materialia Reversum" enthielt, in - Hesinde sei Dank! - vortrefflicher Form zu duplizieren. Die Tulamiden scheinen uns in diesen Bereichen der Alchimie um einiges voraus zu sein, denn Meister Achmed ibn Mhukkadin wandte hierzu eine Technik an, welche Meister Barius und mir selbst vollkommen fremd war. Wir möchten ihm hierfür unseren herzlichen Dank aussprechen, denn Meister Achmed ibn Mhukkadin befindet zur Zeit gerade in zähen Verhandlungen mit der Großen Grauen Gilde des Geistes, welcher unsere Akademie beizutreten gewillt ist. Die Verhandlungen stehen, so berichtete uns Meister Achmed, anscheinend kurz vor dem erfolgreichen Abschluss.
Doch nun kehren wir wieder zurück zu jenen verhängnisvollen Geschehnissen in den Hallen der Bibliothek unserer Akademie. Zwei Tage nach ebendiesen Vorfällen rief ich als Grossmeister der Akademie die übrigen Lehrmeister zu mir, um endlich etwas wider diesen inakzeptablen Zustand in der Bibliothek zu unternehmen. Während also Meister Achmed an der Kopie des Pergamentstückes werkte, saßen wir zusammen und berieten, was wohl zu tun sei.
Dazu sei dem Leser zu vorderst einmal mitgeteilt, um welche problematio es sich hierbei handelt. Nun ist es nämlich so, dass das Eingangsportal zu unseren Bibliotheksräumlichkeiten von in Arkanium gefassten Majuskeln umrahmt wird, welche folgende Inschrift zeigen: "SILENTIUM!" Eine durchaus sinnvolle Aufschrift für den Eingang einer Bibliothek, mag sich da der Leser denken, und zurecht, das ist es wohl, doch handelt es sich hierbei um ein Aeternom, also ein Artefakt, dessen Präservanz permanent zu sein scheint.
Man mag sich also selbst als Laie in Sachen Magie vorstellen, was dieser auf dem Artefakt liegende Zauber bewirkt (und wer die 3. Ausgabe des OPVS gelesen hat, dem mag nun einiges klarer werden). Man stelle sich also vor, in den Räumlichkeiten der Bibliothek herrscht immer vollkommene Stille, kein Laut - das sind ideale Studienbedingungen, so will es scheinen. Doch wie der Artikel in der 3. Ausgabe des OPVS wohl überzeugend zeigte, bringt eine derartige Einrichtung auch einige Nachteile mit sich. Ich mag jetzt nicht beginnen die vielen Unfälle der Vergangenheit aufzuzählen, es sei hier nur erwähnt, dass sich bereits ein Todesfall vor mehr als zwei Jahrhunderten in der Bibliothek ereignete.
Mögen auch die bisherigen Grossmeister davon berichten, dass es sich bei jenem objectum um ein uraltes Artefakt handelt, welches bereits vor der Zeit hier weilte, noch bevor unsere Akademie dies Gebäude bezog, so finde ich, ist es nun doch endlich an der Zeit dieses objectum zu entfernen oder besser noch seiner Wirkung zu berauben.
Womit sich jedoch sogleich das erste Problem ergibt, dass nämlich die Impensation bei der Erschaffung des Artefaktes gewaltig hoch gewesen sein muss und noch dazu eine ultima occasi geherrscht haben muss, was soviel heißt, dass der Einsatz an permanent verlorener Kraft immens war und günstige Bedingungen zum Zeitpunkt der Erschaffung geherrscht haben müssen. Dies wiederum ergibt einen extremen Aufwand an Kraft, um das Artefakt zu entzaubern, obwohl die Phonik sich ja bloß auf einen Spruch beläuft. Im Laufe unserer Diskussion wurden zahlreiche Anregungen und Vorschläge gemacht, jedoch eine brauchbare Lösung haben wir noch nicht gefunden. Wir erhoffen uns jedoch von einer näheren Analyse weitere Hinweise zur Lösung des Problems.

 

Grossmeister Erilarion Androstaal

von: Philipp Schumacher & Markus Penz
Erschienen in Opus no. 5 am 14.2.1999 als Reaktion oder Fortsetzung zu Bangen um die Thesis des Materialia Reversum.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: SILENTIUM.

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