Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

24. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Erwachet, Collegae et Collegi, Erwachet!

Sehr geehrte Leserschaft des Opus veritatis scientiæque,
sehr geehrte Collegae et Collegi!

Ob allerdings aufgrund des Verhaltens auf mein letztes Traktat diese Anrede angemessen ist, scheinen allein die Götter zu wissen! Denn mit einer derartigen Ignoranz seitens der Gildenvertreter, seien es die einzelnen Collegae et Collegi oder gar die Vorsteher, hätte ich nicht zu rechnen gewagt. Kein Aufschrei, wie er ansonsten durch diese Postille hallt, wenn jemand reaktionäre und abweichende Theorien und Thesen aufstellt. Kein Gezeter, dasz ein solches Verhalten wider den Göttern - und damit der Natur - sei. Nichts! 
Sogar die Anhänger Sumus und Satuarias lieszen sich zu keiner Reaktion - positiv wie negativ - hinreiszen. Weder in diesem Fachblatt, noch im direkten Austausch mit dem Verfasser. Aber gerade von Letzteren hätte man dies ob ihrer diversen Dispute mit einigen hochrangigen Gildenvertretern in der Vergangenheit erhoffen - um nicht zu sagen: erwarten - können. Was das für die Einstellung der einzelnen von HESinde beschenkten Personen zu den Ereignissen der letzten Zeit bedeutet, braucht vom Verfasser an dieser Stelle wohl nicht weiter ausgeführt zu werden. Das Verhalten an sich spricht schon eine mehr als deutlich Sprache!
Doch in einem sollten sich die Vertreter der einzelnen Gruppierungen, die diesen Hort HESindianischen Wissens und Lobpreisungen regelmäszig beziehen, sicher sein: Durch eine Zwergentaktik - sprich: Eingraben, abwarten und hoffen, dasz sich alles im Laufe der Zeit von alleine regelt - ist noch nie ein Krieg gewonnen worden. Dies muszten die Vertreter Angroschims auf Dere auch mehr als schmerzlich durch die Rückkehr des Bethaniers erfahren. Als Beispiel sei in diesem Zusammenhang nur das Schicksal der Brilliantzwerge zu nennen, die erst unter groszen Opfern durch den Geoden Xenos, Sohn des Xoniosch, und einer Handvoll mutiger Recken vor dem Untergang gerettet werden konnten.
Und nichts anderes als Krieg bedeutet es, solange sich diese schwärende Wunde auf dem Kontinent befindet! Anders kann man wohl auch die Bemühungen der Regenten, des Adels und des gemeinen Volkes nicht deuten, wenn sie - teils erfolgreich, teils verzweifelt - versuchen, die Weiler, Dörfer und Städte, die direkt an die schwarzen Lande grenzen, soweit es in ihren Möglichkeiten steht, gegen Übergriffe aus diesen zu schützen.
Darüber hinaus gebe ich noch ein weiteres zu bedenken: Solange die Gilden nicht eindeutig zu der bestehenden Situation Position bezogen haben, wird unser Ansehen beim Volk auf kurz oder lang leiden, wenn nicht sogar - und davon bin ich überzeugt! - vollkommen verspielt werden! Was nützt es, wenn innerhalb der einzelnen Zirkel, Verbindungen und Gilden eine einheitliche Meinung zum status quo Tobriens besteht (nämlich, dasz dieser Zustand nicht tragbar ist), diese Meinung aber nicht - oder zumindest nur von einigen wenigen - nach auszen getragen wird.
Auch hierbei musz der Verfasser wieder auf die Vorkommnisse verweisen, wie sie bereits in der XXXVI. Ausgabe des Opus veritatis scientiæque vom 6. PERaine im 29. Götterlauf nach Hal geschildert wurden. Sofern sich also die Leserschaft die Zustände, wie sie zu Zeiten der Priesterkaiser herrschten, zurück wünschen, ist deren Blick EFFerdwärts gen Güldenland - als Ort der Ruhe und des Schutzes vor Repressalien - mehr als verständlich. Man stelle sich in diesem Zusammenhang einmal vor: Ein Exodus sämtlicher Gilden und sonstiger Vereinigungen per Schiff in Richtung eines Kontinents, der von den Thorwalern schon vor dem ersten Magierkrieg entdeckt worden sein soll, aber von dessen Existenz kein von HESinde Beschenkter wirklich ernsthaft ausgegangen war. 
Nur jetzt, da es ein Problem, dasz die Kräfte der einzelnen Gilden scheinbar überfordert, zu lösen gilt, wendet man sich neuen Ufern - oder sollte ich gar sagen: einem letzten Reisighalm - zu, um das Bestehende bis auf weiteres als nicht so gefährlich darzustellen oder es gar nicht als Gefahr zu bezeichnen. "Was interessiert mich das Geschwätz von gestern?" könnte man dazu schon fast sagen. Denn vergessen scheinen die Ergebnisse des Konvents zu Punin, vergessen gar die Treueschwüre jedes einzelnen, die auf dem Schlachtfeld bei der Trollpforte im Angesicht des Feindes getätigt wurden. 
Im übrigen gibt es keine Probleme! Denn wie sagt doch immer der Akademieleiter der Kaiserlich Garethischen Lehranstalt der Magie wider Geister und trans-sphärische Wesenheiten zu Perricum: "Es gibt keine Probleme! Es gibt nur vakante Denkoptionen!" Und hieran sollten sich auch die halten, die der Meinung sind, dasz es besser sei, die Augen vor dem Offensichtlichen zu verschlieszen und lieber Dingen nachhängen, von denen sie bis zur Rückkehr des Bethaniers dachten, dasz es Erzählungen ähnlich denen aus Tausend und einem Rausch seien!
Daher bleibt nur zu hoffen, dasz spätestens dieses Traktat dazu führt, dasz der Blick auf das Wesentliche gelenkt wird. Wohin der Blick hiernach schweifen wird, das wissen nur die Götter! Und so sollte es auch bleiben. Immerhin haben uns die Götter durch die Existenz dieser Wunde auf Deres Antlitz eine Aufgabe gestellt, die es erst zu Lösen gilt, bevor neue Ufer im Namen der Zwölf erkundet werden wollen!

Borgana ibn Walut Almawed,
Magus des Konventes der verfinsterten Sonnenscheibe, Spärenkundliches Institut und Halle der Geister zu Brabak et 
Magus der Kaiserlich Garethischen Lehranstalt der Magie wider Geister und trans-sphärische Wesenheiten zu Perricum

Erschienen in Opus no. 61 am 2.4.2000 als Reaktion oder Fortsetzung zu Wider den Schwarzen Landen!.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: An Magus Borgana ibn Walut Almawed.

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