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Der Schwarze Limbus    

21. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Der Weingeist
Dritter Teil der Geschichte

1.-2. Teil:
Der Hofmagus Erlwulf, seine halbelfische Kollegin Francesca, Khirva, die kleinwüchsige Boroni, und auch Chany, die Hausherrin, machen sich auf den Weg in den Keller, genauer gesagt in den Weinkeller, nachdem sie unheilvoller Geräusche gewahr wurden. Als die vier den Ort des Grauens genauer untersuchen, müssen sie feststellen, dass es sich bei dem Verursacher der Geräusche um einen irrtümlich beschworenen Weingeist handelt, der - nicht ohne zuerst für einige Verwirrung gesorgt zu haben - schließlich ins Freie gelangt. Nachdem der durch den Weingeist in einen Rausch versetzte Magus wieder bei Sinnen ist, beratschlagen die vier, was denn zu unternehmen sei um dieser Wesenheit ein jähes Ende zu setzen. Man einigt sich schließlich auf ein Magieverbot für Táyarret, welches die Entstehung weiterer Geister verhindern soll und es wurden Magister aus Khefu herbeizitiert um bei der Ergründung des Phänomens behilflich zu sein. 

Magier in Djáset

Zwei Tage währte die Reise nach Ordoreum, doch das Wetter hatte sich gnädig gezeigt, und außer den mittäglichen Regengüssen hatten die khefuer Magi und ihre Begleiter keine Unbilden zu ertragen gehabt. Die Küstenstraße nach Norden war zu dieser Jahreszeit in gutem Zustand, und so kam man schnell voran. Als die Gesellschaft auf den Klippen von Táyarret auf die Hauptstadt der Tánesetet zuritten, breitete sich unter ihnen an der Pjasobmündung das erblühende Städtchen aus. Links und rechts des Flussufers schmiegten sich im nordischen Stil gebaute Häuser an die Hänge, und mitten im Fluss, auf der Residenzinsel, erhob sich ein alter, massiver Turm, dessen oberstes Stockwerk von einem Balkon umkränzt war, hoch über den anderen Gebäuden der Insel. Zu Fuße des Turmes blühte ein üppiger Garten. Die Stadt schien fast vor Geschäftigkeit zu surren. Im Handelshafen legte gerade ein Zweimaster an, und am Tárethon zugewandten Flussarm war die Baustelle des Kriegshafens auszumachen. Der Tag neigte sich schon dem Abend zu, als die kleine Reisegesellschaft das Khefuer Tor zu Djáset erreichte. Als Myrddin, Cornelius, Kristin Eve und Jarrêt an das Tor heran ritten, wurden sie von der Torwache höflich aber bestimmt nach ihren Namen und ihrem Begehr befragt. Nachdem die Reisenden sich vorgestellt und angegeben hatten, dass sie auf Einladung der Nesetet nach Djáset gekommen seien, grüßte die Wache erneut: "Willkommen in Djáset, hohe Herrschaften. Ich werde Euch einen Führer zur Seite stellen, der Euch den Weg zur Residenzinsel weisen wird. Doch, auch wenn Ihr sicherlich informiert seid, muss ich Euch noch darauf hinweisen, dass durch Ihre Hochwohlgeboren, die Nesetet, über die Provinz Táyarret ein Magieverbot erlassen wurde. Jegliche Anwendung arkaner Kräfte sei Euch somit untersagt." Die Wache winkte einer jungen Soldatin und gab ihr die Anweisung, die Gesellschaft zur Insel zu geleiten. So ritten die vier durchs Tor, überquerten den Marktplatz, auf dem gerade die Händler ihre Stände zusammenpackten, wurden über die Laguanerbrücke geleitet, von wo aus sich der Blick auf die in der Mündung liegende Boronsinsel und die stromaufwärts gelegene Residenzinsel eröffnete. Durch die westliche Stadthälfte führte nun die Straße direkt zur Residenzbrücke. Dort angekommen wurde die Gruppe von den zwei diensthabenden Wachen gegrüßt.

*  *  *

Auf der Insel angelangt, bat die Soldatin darum abzusitzen, ein Junge von etwa 12 Jahren versorgte die Pferde, und die junge Frau geleitete die khefuer Gesellschaft zum Alten Turm, der schon von den Klippen aus zu sehen war. Kurz, nachdem die Weibelin an das hohe zweiflügelige Portal geklopft hatte, öffnete ein Diener in vinsalter Tracht das Tor, und die Herrschaften wurden von der jungen Frau angekündigt. In bester Manier verbeugte sich der gestrenge Diener, der in merkwürdigem Kontrast zu dem natürlichem Garten stand, vor den Neuankömmlingen und hub an zu sprechen: "Willkommen in der Residenz Ihrer Hochwohlgeboren ni Ordoreum, verehrte Spektabilitäten, verehrte Dame, verehrter Herr." Der Diener trat einen Schritt zurück, verbeugte sich und wies mit der Hand in die Eingangshalle. "Wenn Ihr bitte eintreten mögt." Angenehme Kühle empfing die Gäste, als sie die Halle betraten. Der Diener bat abzulegen und entfernte sich mit einem beflissenen "Ihre Hochwohlgeboren erwartet Euch bereits. Ich werde Euch umgehend melden."
Von oben war ein Klopfen und ein kurzer Wortwechsel zu vernehmen, und flugs kam der Diener wieder zurück. "Wenn Ihr mir bitte folgen wollt, Ihre Hochwohlgeboren lässt bitten!" Die Gäste wurden in das zweite Stockwerk des Turmes geleitet und sehr förmlich angekündigt. Der Raum, in den die Gesellschaft gebeten wurde, war ein geräumiges Arbeitszimmer. Die Fenster an den Außenwänden waren durch ausgestellte Holzläden beschattet, so dass die südliche Sonne das Zimmer nicht zu sehr aufheizen konnte, und eine leichte, frische Brise kühlte zusätzlich. Gegenüber der Türe befand sich ein alter, schwerer Schreibtisch, hinter dem sich gerade eine junge Frau erhob, deren elfisches Erbe unverkennbar war. Rechter Hand stand eine kleine Sitzgruppe, und eine weitere Türe war zu sehen. Francesca, die in einfache, doch gut gearbeitete Leinengewandung gekleidet war, kam mit einem freundlichen Lächeln auf die Magier und ihre Begleiter zu. "Verehrte Herrschaften, Ich freue mich sehr, Euch so bald hier in Djáset begrüßen zu dürfen und möchte mich bedanken, dass Ihr meiner Einladung so umgehend gefolgt seid." Mit einer Handbewegung wies sie auf die Sitzgruppe. "Ich darf Euch zuerst einen kühlen Schluck oder einen Becher Tee anbieten, damit Ihr Euch den Staub der Reise aus den Kehlen spülen könnt?" Nachdem Jarrêt seine Begleiter vorgestellt hatte, fuhr Francesca fort: " Wie Ihr Euch sicherlich denken könnt, kam es mir alles anderes als gelegen, das Dekret bezüglich des Magieverbotes zu erlassen, doch es gibt triftige Gründe hierfür. Doch bevor ich tiefer in das Thema einsteige, denke ich, es wird Euch gelegen kommen, wenn Ihr Euch erst etwas erfrischen könnt. Das Reisen um diese Jahreszeit ist alles andere als angenehm. Alrik wird Euch Eure Gemächer zeigen.. Er steht Euch jederzeit zur Verfügung. Wenn Ihr irgend etwas wünscht, dann zögert nicht, Euch an ihn zu wenden." Mit einem Lächeln führte sie weiter aus: "Magister Erlwulf, der Hofmagus Ihrer Hoheit, der Hékatet, wird in Kürze ebenfalls hier sein, und ich bin mir sicher, er kann Euch die magietheoretischen Hintergründe besser erläutern, als es mir möglich sein würde." Die Nesetet erhob sich und nickte ihren Gästen freundlich zu: "Wir sehen uns dann bei einem kleinen Imbiss."

*  *  *

Unbemerkt war Alrik, der beflissene Diener, wieder ins Zimmer getreten und geleitete die vier ins Gästehaus, wo bereits das Gepäck der Reisenden bereitstand. Natürlich wurde allen ein Bad gerichtet. Währenddessen bekam Magister Erlwulf Norsold, der ebenfalls auf der Residenzinsel wohnte, Besuch. Khirva Tanoram, Croninspektoria und Vorsteherin des Djáseter Borontempels klopfte an Erlwulfs Tür. Khirva blickt Erlwulf ein wenig verlegen an und räuspert sich kurz. "Erlwulf, es tut mir leid, dass ich so unfreundlich zu dir war. Ich fürchte, ich war wohl etwas gereizt wegen... nun, das muss hier nicht weiter interessieren. Auf alle Fälle habe ich dir dein Buch wieder mitgebracht. Es ist eine sehr späte und auch teilweise recht ungenaue Abschrift, zudem noch durch Übersetzungsfehler garniert - ich habe dies... hm, überprüft. Wie auch immer, ich bin froh, dass diese Vorfälle nun untersucht werden. Möge die Herrin der sechs Künste euer Vorhaben segnen."

*  *  *

Kurz nach Sonnenuntergang geleitete der Diener die Gäste wieder in den Turm, wo im Speisesaal im ersten Stockwerk das Abendessen wartete. Neben Francesca war nun auch Erlwulf Norsold, ein nicht mehr ganz junger, doch erstaunlich kräftiger Magus, anwesend. Nachdem Francesca alle bekannt gemacht hatte und das Essen - natürlich von Alrik - serviert worden war, begann Francesca zu erläutern: "Vor wenigen Tagen kamen wir eher durch Zufall auf ein Phänomen, das uns Anlass zu großer Besorgnis gibt. Es scheint, als ob die Nachwirkungen der Geschehnisse um Ujak - ich nehme an, Ihr seid darüber informiert, wenn nicht, so zögert nicht zu fragen - dazu führen, dass die Ausübung der Magie, das Wirken arkaner Kräfte, durch unkontrollierbare Geschehnisse beeinflusst werden könnten, so dass es beispielsweise zu ungewollten Manifestationen kommen kann. Glücklicherweise scheint dies bislang noch nicht geschehen zu sein... jedenfalls nicht auf eine Art und Weise, dass Schaden entstanden ist. Es scheinen hier Kräfte magischer Natur zu wirken, die Einfluss auf jeden Zauber nehmen können, der hier gewoben wird. Um die Gefahr ungewollter Manifestationen zu minimieren, sah ich mich vorerst gezwungen, ein Verbot zu verhängen, das jegliches arkanes Wirken untersagt. Natürlich kann dies kein Dauerzustand sein. Ich brauche Euch sicherlich nicht zu erläutern, wie sehr dies alle Zauberkräftigen einschränkt. Ach ja, noch etwas: Um die in den letzten Jahren doch sehr geplagte Bevölkerung nicht unnötig in Aufruhr und Angst zu versetzen, enthielt ich mich bislang jeglicher Erklärung, und ich möchte Euch ebenfalls bitten, über das hier Besprochene Stillschweigen zu bewahren. Meine Intention, Euch hierher einzuladen dürfte offensichtlich sein. Ich möchte Euch bitten, bei der Erforschung des Phänomens behilflich zu sein und uns zu helfen, die Dinge wieder ins rechte Lot zu bringen. Der Magister", dabei nickte sie Erlwulf freundschaftlich zu, "und ich sind zu der Überzeugung gelangt, dass Eure fachkundige Hilfe, Euer Wissen in diesen Dingen eine unschätzbare Unterstützung wären. Doch bevor ich mich weiter in unklaren Erläuterungen ergehe, meine Herangehensweise an solche Dinge ist eher intuitiver denn wissenschaftlicher Natur, bitte ich Magister Erlwulf, seine bisherigen Erkenntnisse zu erläutern."
Magister Erlwulf Norsold räusperte sich und hub gerade an zu sprechen, als aus dem Flur im Erdgeschoss laute Stimmen zu hören waren. Kurz darauf wurde die Tür geöffnet, und Alrik stand mit missbilligend hochgezogener Augenbraue im Türrahmen: "Hochwohlgeboren, wenn ich melden dürfte, Nechát Mer'feri Semá'tep, ordentliche Inquisitorin der Alleinseligmachenden und Heiligen Boronsstaatskirche, Trägerin des 3. Dar im Orden der Wächterinnen und Wächter des Kultes des Heiligen Raben zur Insel Laguana, im Auftrage der edlen Ránebet Dhana Chesaî'ret, Inquisitionsrätin der Alleinseligmachenden und Heiligen Boronsstaatskirche zu Terkum und Ordoreum, Trägerin des 7. Dar im Orden der Wächterinnen und Wächter des Kultes des Heiligen Raben zur Insel Laguana, Sáhet Ni Nedjes. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich meiner Pflicht mehr als genüge getan habe und den neuen Gast auf die adäquate Etikett' hinwies. Leider blieb mir der Erfolg verwehrt." Mit diesen Worten trat der Diener als formvollendete Darstellung eines personifizierten Vorwurfes einen Schritt zurück und machte den Weg für den unerwarteten Gast frei.

Die junge Inquisitorin betrat festen Schrittes den Speisesaal und blieb vor dem Tisch stehen. Sie hob militärisch knapp die Faust zur harnischbewehrten Brust und verkündete mit erhobener Stimme: "Aufgrund der noch ungeklärten Zusammenhänge zwischen den daimonischen Umtrieben zu Ujak und dem Wirken von arkanen Kräften in näherer und weiterer Umgebung der ehemaligen Brutstätte der Finsternis kann nicht mit Sicherheit entschieden werden, dass eine Gefährdung des Seelenheiles der anwohnenden und anwesenden Recht- und Irrgläubigen auszuschließen ist. Somit wurde durch die Heilige Inquisition des Allmächtigen Raben verfügt, dass die Anwesenheit mindestens einer Dienerin derselben bei jedweden Besprechungen und Untersuchungen zu diesem Behufe unbedingt geboten ist. Wiewohl meine Aufgabe in erster Linie eine beobachtende ist, bin ich befugt, bei offenkundigem Verstöße gegen die Heilige Ordnung oder Gefährdung derselben im Rahmen der Untersuchung dieser Phänomene ohne Umschweife und mit gebotener inquisitorischer Härte einzuschreiten. Möge der Rabe SEINE Schwingen wohlwollend über unsere Mission breiten." Die junge Kemi hatte ihre Ansprache in fließendem Brabaci gehalten, obwohl ihr der Unmut über die Verwendung der Sprache der Besatzer oder möglicherweise bereits die Anwesenheit der Irrgläubigen in diesem Raume deutlich von ihrem ansonsten steinernen Gesicht abzulesen war. Ihr Blick schweifte kurz über die versammelten Spektabilitäten und richtete sich dann auf Francesca.
Die Nesetet nickte der Inquisitorin zu, begrüßte sie mit dem dem Anlasse entsprechenden kem'schen Äquivalent zum brabak'schen "Boron zum Gruße" und fuhr dann in Brabaci fort: "Tretet ein und nehmt Platz, Nechát Mer'feri. Nachdem wir alle das Ziel verfolgen, Unheil zu bekämpfen und eine Gefährdung der hier Lebenden auszuschließen, steht wohl einer Zusammenarbeit nichts im Wege." Der Nesetet war deutlich anzusehen, was sie über das unerwartete Auftreten der Inquisitorin dachte. "Magister Erlwulf, Ihr wolltet gerade mit Euren Ausführungen beginnen, bevor wir unterbrochen wurden." Während der Magister nun endlich mit seinen Erläuterungen beginnen konnte, legte Alrik, der wieder einmal völlig unbemerkt in den Raum gekommen war, noch ein Gedeck für die Inquisitorin auf.
Die Nechát ignorierte das für sie aufgelegte Gedeck und ging statt dessen durch den Saal zum Fenster, schaute kurz hinab, bevor sie sich wieder den versammelten Gästen zuwandte und regungslos stehen blieb. Mit einer knappen Handbewegung gab sie Magister Erlwulf zu verstehen, dass sie nun bereit war, seinen Ausführungen zu lauschen.
Doch noch bevor der Magister wieder ansetzen konnte, waren erneut Schritte auf der Treppe des Turmes zu vernehmen. Ein Bediensteter in weißer Perücke und Lakaienkluft öffnete die Türe des Speisesaales und kündigte formvollendet die Hekátet ni Chentasû an. Mit hoheitlich-hochmütigem Blick betrat die Herzogin den Saal, schon ihr Auftreten kündete von ihrem Stand. Chanya Al Mout'pekeret war in ein grünes, körperbetontes, enges und geschlitztes Kleid gewandet, an den Armen silberne Armringe, Ohrringe aus Silber und eine recht wertvolle Halskette aus Edelsteinen und Silber um den Hals, die altkem'sche Symbolik und Ornamentik zeigte. Sie trug bis über die Waden geschnürte Sandalen; das Haar hatte sie hochgesteckt, ihr Gesicht war dezent geschminkt. Zuerst begrüßte sie die Nesetet, die sich beim Eintreten der Hekátet von ihrem Stuhle erhoben hatte, dann wandte sie sich der Inquisitorin, dem Hofmagus und den Gästen zu. Alle knieten vor der Herzogin und küssten den Siegelring Chentasûs. Nachdem die ranghöchste Adelige entsprechend empfangen worden war, setzte sich Chanya in einen bequemen Sessel, ließ sich Wein reichen und gab mit einer Handbewegung zu verstehen, dass die Konferenz fortgesetzt werden könnte.

Die Nesetet fasste das bislang Gesagte noch einmal kurz zusammen und bat dann Magister Norsold erneut um seine Stellungnahme. Der Magus blickte kurz in die Runde und begann zum dritten Male mit seinem Bericht. "Bei meinen Forschungen stieß ich, unter der Zuhilfenahme eines Werkes aus der Rohal'schen Zeit, auf einige interessante Theorien um die Zusammenhänge zwischen Magie, wie sie von den Kultisten gewirkt worden ist, und den Nachwirkungen, die solch verwerfliches Handeln haben kann. Wie wir alle wissen, gab es damals auf Kultistenseite einige Beschwörungen, verderbte Magie, Rituale und anderes unheiliges Werk. Bei all dem Einsatz der arkanen Kraft wurde wohl so etwas, ich nenne es Restenergie, zurückgelassen, die nun als, sagen wir, Nährboden von Erscheinungen, Sphärenwesen und anderem dienen mag. Ich gehe sogar soweit und behaupte, dass ein jeglicher Zauber, in der Nähe eines solchen Ortes gewirkt, diese freien Kräfte noch verstärkt. Unsere Aufgabe mag es nun sein, eine Lösung dieses Problems zu finden, diese Restkräfte ausfindig zu machen und zu neutralisieren. Ich will nun nicht behaupten, dass direkt bei der Klosteranlage zu Ujak solche magischen Zonen zu finden sind, das hätte man sicherlich erfahren, aber im Dschungel mag so etwas durchaus ungesehen möglich sein. Nun, gemeinsam mit Eurer Hilfe mag es uns bestimmt möglich sein, diesen Dingen auf die Spur zu kommen, und dem Spuk ein Ende zu machen."
Chany bat mit einer kurzen Handbewegung um Aufmerksamkeit: "Da Wir Zeugin eines solchen Vorkommnisses waren, sind Wir darob natürlich besorgt. Wir wollen deshalb hier an dieser Stelle zu bedenken geben, dass Wir übermäßiges Theoretisieren für überflüssig halten. Ziel dieser Besprechung kann und soll es in Unseren Augen alleine sein, eine Gegenstrategie zu den entsprechenden Vorkommnissen zu entwickeln, auf dass Wir ohne Sorge für die Uns untertanen Menschen, für das Uns gegebene Land und für die Uns übertragenen Aufgaben Unsere Regentschaft weiterhin ausüben können."
Nechát Mer'feri schaute überrascht auf. "Ihr wart Zeugin eines derartigen Vorfalles? Was genau ist geschehen? Und warum wurde die Heilige Inquisition nicht verständigt?"
Chanya hob missbilligend eine Augenbraue und wandte sich der Inquisitorin zu. "Gute Schwester, es war Uns nicht bewusst, dass das Heilige Offizium allenthalben informieret werden muss, wenn sich magische Kräfte manifestieren. Aber wenn sie Uns nun darüber unterrichtet, dass dies so sei, dann würden Wir ihr empfehlen, sich in der Nähe des Zauberers, Unseres zauberkundigen Sohnes und der Nesetet einzuquartieren. Will sie Uns aber dafür tadeln, dass Wir nicht das für die Heilige Inquisition irrelevante magische Wirken von dem, was für die Inquisition relevant ist, scheiden können, so nehmen Wir den Tadel hin, versprechen aber keine Abhilfe. Es dünkt Uns nicht sonderlich erstrebenswert, Uns im Detail mit der arkanen Wissenschaft vertraut zu machen."
Die Inquisitorin musterte Chanya kalt, erwiderte jedoch nichts. Eines Tages wird auch diese vor Rethon stehen. Und dann wird sich auch ihre hochmütige Arroganz in wehleidiges Wimmern wandeln, wenn ihr Herz für zu leicht befunden wird... Arme Sünderin, arme verdammte Seele.
Francesca blickte in die Runde. "Mir ist vor allem daran gelegen, das angesprochene Problem so schnell als möglich in den Griff zu bekommen, die Gefahr zu bannen." Dann wandte sie sich den Gästen zu: "Verehrte Gäste, Ihr konntet Euch nun einen ersten Eindruck von dem verschaffen, weswegen Ihr hierher gebeten wurdet." Und mit einer ermunternden Geste fuhr sie fort. "Bitte, sprecht frei. Was denkt Ihr darüber?"

Magister Jarrêt folgte der Aufforderung der Nesetet und hub an zu sprechen, wurde jedoch von dem vorlauten Kauz, der auf Myrddins Schulter saß, kurzzeitig ruhig gestellt: "Ich möchte mich, auch im Namen meiner Begleiter, zunächst für die große Gastfreundschaft bedanken, welche Ihre Hochwohlgeboren uns bisher entgegenbrachte." Die Spektabilität Myrddin und seine Gehilfin Kristin machten leise lächelnd eine dankende Geste, was Francesca mit einem freundlichen Nicken quittierte. "Werte Spektabilität Jarrêt, Ihr wolltet noch etwas hinzufügen?"
"Ähem, was Eure Ausführungen angeht, Hochwohlgeboren, so glaube ich, dass ich mit meinem Kollegen ohne weitere Konsultationen dahingehend überein stimme, dass wir selbstverständlich unser Möglichstes unternehmen werden, um den jetzigen Problemzustand zu beseitigen. Doch gestaltet sich die Lage schon im Anfang recht schwierig: Wenn wir keine Lokalisierung des Problems vornehmen können, so können wir auch nicht konkret an einem Ort, oder im Zweifel auch mehreren Orten, operieren. Es dürfte recht wenig bringen, wenn wir uns durch den Dschungel von Problem zu Problem schlagen. Im schlimmsten Fall sind wir gerade an einem Ort und beseitigen eine Kleinigkeit, während an einem anderen Ort ein größeres Unheil droht. Auch eine allumfassende Thesis an einem Ort, sozusagen auswirkend für die ganze Tá'akîb, zu sprechen dürfte recht schwierig sein. Ich bin allerdings der Überzeugung, dass wir über die Kräfte verfügen werden."
Nun gab Magister Norsold seine Meinung zur Anwendung von Magie kund: "Es ist doch so, dass wir diese Manifestationen magischer Art ohne die Anwendung von Magie nur schwerlich beseitigen können. Also ist es unumgänglich, dafür unsere arkanen Kräfte einzusetzen. Ich persönlich schlage dazu bannende Kräfte vor, wobei wir jetzt uns auf die Vorgehensweise einigen sollten. Besteht die Möglichkeit, dass man durch die genauere Erkennung des magischen Gefüges diese möglichen Orte lokalisieren könnte? Soweit es mir bekannt ist, müsste das möglich sein, nicht? Wobei, und das gebe ich sogleich zu, das ein längerer, schwieriger Weg sein könnte, diese Punkte nach und nach zu beseitigen."
Seine Spektabilität Dur Avarc Syn nahm genussvoll einen Zug Wein, dann einen Schluck Wasser. "Was ich zum jetzigen Zeitpunkt von meiner Seite aus vorschlagen möchte sind drei Dinge: Erstens suchen wir den ersten Ort der Manifestationen auf und werden dort nach dem Rechten sehen. Gab es mehrere Manifestationen und/oder Ereignisse, welche Euch zu Eurer Annahme bewegen, oder lediglich eine, die Ihr auf die genannte Ursache zurückführt, Kollege? Zweitens gedenke ich, bestimmte Persönlichkeiten zumindest temporal zu sichern, so dass ihnen nach meinem besten Ermessen kein Schaden mehr widerfahren mag." Er blickte dabei Francesca an. "Dies gilt natürlich auch für Eure Tochter." Dann dachte er einen Augenblick nach... "Sagt Hochwohlgeboren, wisst Ihr, ob Eure Tochter ebenfalls Madas Gabe in sich trägt? Wenn ja, dann müssen wir nicht nur sie besonders schützen, da es ja bei ihr noch zu völlig unkontrollierten Phänomenen kommt, sondern auch in Betracht ziehen, dass sie von der generellen 'Restmagie' negativ beeinflusst werden könnte! Drittens schlage ich eine enge Zusammenarbeit mit der Heiligen Inquisition vor. Zum einen können Kräfte dann besser eingeteilt werden, und zum anderen dürften die Berufenen der Kirche uns sehr gute Berater sein. Wer weiß, welche umfassenden Auswirkungen die 'Restmagie' hat. Wir sollten nichts übertreiben und übereilen, doch große Vorsicht walten lassen." Dann wendete sich Jarrêt wieder dem 'Imbiss' zu und lächelte die Anwesenden freundlich an...
Die Blicke der Inquisitorin ruhten einige Zeit auf dem genüsslich speisenden Magister, und ihre Augen schienen ein wohlwollendes 'Brav, Sohn' zu formulieren, während ihre Lippen schwiegen.
Nachdenklich war die Nesetet den Ausführungen Jarrêts gefolgt. "Ja, Euer Spektabilität, auch meine Tochter trägt die Gaben Madas in sich. Vielleicht sogar stärker, als es zu erwarten wäre." Sorge sprach aus ihrem Blick, als sie fortfuhr. "Ihr spracht von Schutz? Woran dachtet Ihr?"
"Ich schlage magischen Schutz und umfassenderen militärischen vor", erwiderte Magister Jarrêt. "Es wäre vielleicht ganz ratsam, wenn die adligen Personen dieses Hauses sich für einige Zeit nicht unnötig von der Insel entfernen würden. Das soll nicht heißen, dass ich jemanden einschränken will, aber es ist überschaubarer, wenn nicht alle an unterschiedlichen Orten sind. Deshalb rate ich zu dieser vorübergehenden Einschränkung."

Magister Erlwulf richtete nun sein Wort an die anwesenden Personen. "Nun, ich habe Kenntnis von einer Manifestation, die ich auch persönlich gesehen habe. Der Ort dieser ist recht schnell erreicht. Er befindet sich im Weinkeller der Nesetet Ni Ordoreum, gleich neben unserem gemeinsamen Laborraum." Dem älteren Mann war dabei anzusehen, dass dieses Ereignis ihn doch etwas überrascht hatte. "Im Weinkeller wurden wir dieser Manifestation auch gleich darauf ansichtig. Mit vereinten Kräften gelang es uns, also der hier anwesenden Hekátet, der Nesetet, sowie Schwester Khirva und meiner Person, diese auch zu vertreiben. Ich persönlich klassifizierte diese als etwas recht ungewöhnliches, aber nicht sehr gefährliches: als Weingeist. So Ihr nun wollt, können Wir diesen Ort sogleich gemeinsam aufsuchen." Erlwulf ließ diese Erklärung für einen Augenblick auf die Gäste wirken, wobei er auch mit weiteren Fragen rechnete.
"Ein Weingeist also, wie?" Der Kauz guckte Erlwulf fragend von der Schulter seiner Spektabilität Myrddin herab an. "Nicht, dass hinterher der Geist des Weines Eure Sinne benebelt haben könnte?" Der Magier schaute zu seinem geflügelten Begleiter: "Cornelius, der Herr hat ein Problem, und du musst es gleich revidieren, lass uns erst mal das Problem in Augenschein nehmen ..."

Erlwulf betrachtete den Kauz neugierig "Ihr habt da einen recht interessanten Kauz, werte Spektabilität. Bei Gelegenheit würde ich liebend gern mehr über diesen gefiederten Begleiter wissen, so ihr wollt." Bevor Myrddin sich dazu äußern konnte, meldete sich Cornelius wieder zu Wort: "Es hört sich gar so an, als wolltet Ihr etwas ausleihen, fragt mich doch lieber, ob ich Euch ein wenig über mich erzählen möchte, werter Erlwulf."

Der Blick der Inquisitorin schien Magister Erlwulf geradezu zu durchbohren. "Ein Weingeist also. Ich nehme in Eurem Interesse, Magister, an, dass dieser in die Kategorie der Mindergeister fällt und somit nur bedingt in den Aufgabenbereich der Heiligen Inquisition."
Erlwulf blickte kurz zur Inquisitorin. "Genau so ist es, nur dank seiner seltsame Erscheinungsform wird dieser Mindergeist Weingeist genannt. Je nach der Alkoholdichte ein mehr oder weniger störender Minderer. Ihr scheint recht versiert in diesem Gebiet zu sein, was magische Phänomene angeht?"
Mer'feri trat einen Schritt auf Erlwulf zu und zischte leise: "In der Tat, Magister. Daher wählte mich Ránebet Dhana für diese Aufgabe aus. Und wo liegen Eure Talente?"
Der Magus hielt dem Blick der Inquisitorin mit einem wütendem Augenaufblitzen stand und gab sogleich eine passende Antwort: "Dies mag ich Euch gerne einmal erklären, zu einem anderen Zeitpunkt und einem anderen Ort, meint Ihr nicht?" Sogleich wandte er seinen Blick wieder in Richtung der Spektabilität.
Auf dem Antlitz der Inquisitorin zeigte sich der Hauch eines Lächelns. "Gern, ich werde Euch eine formelle Benachrichtigung zukommen lassen, Magister."
Recht entgegen der sonst üblichen Etikette, die Seine Spektabilität Dur Avarc Syn zu wahren pflegte, ließ Jarrêt seinen Wein, den er gerade trinken wollte, wieder in den Becher zurückfließen und entgegnete etwas verwirrt: "Je nach Alkoholdichte?"
Magister Norsold beantwortete diese Frage sogleich. "Ja, es scheint mir, dass diese mindere Erscheinung, als Weingeist bekannt, von Alkohol angezogen wird, je mehr, um so mehr Alkohol, sei es nun Wein, Bier oder Branntwein, desto eher ist es scheinbar in diesem Falle möglich, dass sich so eine Mindererscheinung manifestiert." Nun kam der Hofmagus der Hékatet nochmals auf das Amulett zu sprechen. Er war seit kurzem im Besitz eines magischen Schutzamulettes, das wohl in der Lage war, einen magischen Angriff abzuwehren. Der Magister räumte sogleich ein, dass dieser Schutz natürlich nur bis zu einer gewissen Stärke wirken würde, aber gegen mindere Erscheinungen, schwache Manifestationen und auch gegen einen sogenannten Weingeist seine Wirkung erfülle. Jede Person, die dieses Amulett trug, war gefeit gegen solche Übergriffe, dessen war sich der Magier absolut sicher. "So würde auf jeden Fall ein Schutz für die Tochter der Nesetet möglich sein, was uns unsere Aufgabe durchaus erleichtert." Mit einem Seitenblick auf die Inquisitorin fuhr er fort: "Natürlich bin auch ich für eine enge Zusammenarbeit mit unserer heiligen Inquisition. Uns dürfte ja allen bekannt sein, dass die Waffen dieser tapferen Streiter und Streiterinnen auch gegen unheilige, underische und andere Mächte wirken."
Jarrêt nickte nur zustimmend, und Myrddin enthielt sich jeglicher Kommentare und Gesten.
Nicht eine Regung im Gesicht der Inquisitorin zeigte Missfallen oder Zustimmung gegenüber der letzen Äußerung des Magisters: "Es gibt einige Diskrepanzen in Euren Ausführungen, Magister. Wie kann ein Amulett gleichzeitig gegen einen Mindergeist, welcher doch an die diesseitige Sphäre gebunden und nach der Meinung einiger Gelehrter zu den Elementaren zu rechnen sei, als auch gegen eine unheilige Creatura aus der siebten Sphäre wirken, mit welchen wir es demnächst eventuell zu tun haben werden? Falls das Amulett jedoch - wie ich Euren Ausführungen entnahm - lediglich gegen mindere Manifestationen Wirkung zeigt, dann ist es ohnehin bei unserer Vorgehensweise nicht von Nutzen, da Mindergeister an sich nur bei Personae Schrecken verbreiten, welche nicht stark in ihrem Glauben ruhen."
Erlwulf räusperte sich. "Ich wurde gefragt, wie die Tochter der Nesetet vor solchen Mindergeistern geschützt werden könnte, und ich sagte soeben, dass dieses Amulett das wohl vollbringen könne. Ich habe nicht gesagt, dass dieses auch gegen unheilige Wesen, Geister, und andere Schrecken hilft. Habe ich mich so verwirrend ausgedrückt? So will ich das gerne nun berichtigt haben." Dem Magister war anzusehen, dass er über diese Worte der Inquisitorin nicht gerade erfreut war.
Mer'feri trat wieder zurück ans Fenster. "So behauptet Ihr also, dass die Tochter der Nesetet, obschon rein und unschuldig in ihrer Jugend, bereits derart schwach in ihrem Glauben sei, so verderbt von den Einflüssen in ihrer unmittelbaren Umgebung, dass sie eines solchen Schutzes bedürfe? Könnt Ihr Belege für Eure ... Theorie vorbringen?"
Erlwulf murmelte etwas Unverständliches und brachte sogleich einige Worte als Antwort zu dieser Frage. "Ich behaupte nicht, dass die Tochter der Nesetet schwach im Glauben ist, und um es noch einmal einfach zu erklären: Meines Wissens nach können Mindergeister, um diese Art handelt es sich ja hier ja, Menschen durchaus schrecken sowie Unheil anrichten. Im Falle des sogenannten Weingeistes hilft nun mein Amulett so, wie die Sansaropaste gegen Insekten, es schreckt diese ab. Etwas anderes wollte ich damit nie sagen, das ist alles."

Schweigend war die Nesetet dem Disput zwischen dem Hofmagus und der Inquisitorin gefolgt. Ihre Augen hatten sich zu schmalen Schlitzen verengt, doch war ihrer Miene keine weitere Regung anzumerken. Scheinbar hatte sie sich entschlossen, den Meinungsverschiedenheiten keine weitere Nahrung zu geben, um nicht weiter vom ursprünglichen Thema abzuweichen.

Die Inquisitorin musterte den Magus mit kühlem Blick. "Nun, Ihr zieht es also vor, Eure Belege zu einem späteren Zeitpunkt anzubringen, da Ihr die öffentliche Anklage scheut? Gut. Wie gesagt, eine Benachrichtigung zu einem Gespräch wird Euch in Kürze erreichen." Mit diesen Worten wandte sie sich ab. Scharlatan, dachte sie verächtlich, nichts als ein unwissender, kleiner Scharlatan.

Der alte Magier räusperte sich, auch wenn er bisher eher ruhig war, hatte er alle Äußerungen für sich abgewogen. Zwar hoffte er nicht, dass seine Befürchtungen sich bewahrheiten, dennoch wollte er sein Wissen nicht den anderen vorenthalten. "Werter Myrddin, könnte es etwas mit den Geschehnissen im Norden zu tun haben?" Die Gehilfin nahm ihm die Worte aus dem Mund. "Daran dachte ich auch schon, möchte es aber auch den hier Anwesenden offerieren." Er schaute in die Reihen und sprach dann weiter: "Ich möchte jedoch keine voreiligen Schlüsse ziehen, so dass es zunächst nur eine Vermutung sein soll. Nun, wo war ich..." "Norden... Borbarad", der Kauz zerrte dem Magier an seinem Spitzhut, damit er wieder zum Wesentlichen kam. "Natürlich, nun wie bestimmt bekannt ist, kam es zur dritten Dämonenschlacht, welche der schwarze Hexenmeister Borbarad jedoch verloren hat und wieder von dieser Sphäre gebannt wurde. Diese beiden Ereignisse hatten jedoch u.a. zur Folge, dass sich ausgesprochene Zauber nicht so konstant verhalten, wie in der Vergangenheit. Es wird 'wilde Magie' beim Zaubern freigesetzt, welche jedoch an sich keine schädliche Wirkung mit sich bringt. Der gleiche Zauber zerrt bei einem zweifachen Sprechen unterschiedlich stark an den Kräften des Zaubernden, auch kann sich die Wirkung, die Reichweite oder die Wirkungsdauer verändern. All dies kann zum Ausbruch des - nennen wir ihn mal weiterhin - Weingeistes resultiert haben. Wenn es im nahen Dschungel einen Knotenpunkt von Kraftlinien gibt und es in der letzten Zeit häufig zu dämonischen Erscheinungen kam, haben diese beiden Evente nur das Erscheinen des Weingeistes beschleunigt. Doch sollten wir wirklich zunächst mal den Ort des Geschehens in Augenschein nehmen, um nicht mehr so lange in Unwissenheit zu bleiben." "Gut, sehr gut." Der Kauz war sichtlich zufrieden mit 'seinem' Magier.
Nun erbat Magister Norsold wieder das Wort. "Wir sollten nun dieses Gespräch beenden und zusammen den Ort aufsuchen, der jener war, an dem sich diese mindere Erscheinung zeigte." Entschlossen begab er sich sogleich zur Zimmertüre und öffnete sie.
"Gut," stimmte die Nesetet dem Hofmagus der Hekátet zu und mit den Worten "Meine Damen und Herren, ich denke, es spricht nichts dagegen, dass wir dem Herrn Magister folgen" erhob sie sich und blickte fragend auf die im Raume Versammelten.

Fortsetzung folgt...

Erschienen in Opus no. 64 am 23.4.2000 als Reaktion oder Fortsetzung zu Der Weingeist - 2. Teil.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: Der Weingeist - 4. Teil.

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