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Der Schwarze Limbus    

24. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Der Adept der Dekata

Die Akademie selbst
In der südlichen Stadt Khefu, der Hauptstadt des Kemireiches, des ehemaligen Trahelien, gibt es nun seit einigen Jahren wieder eine Magierakademie, um es genauer zu nehmen, die "Nisutlich kem'sche Akademie 'Dekata' der weisen Eule der Hesinde für Magica Combattiva, Clarobservantia und Transformatica zu Khefu unter Protektion Ihrer Majestät Nisut Peri III. Setepen Ni Kemi gegründet im Jahre 15 Sá Gereh durch Seine Hochgeboren Tiftal zu Stippwitz Ni Frencaal".
In den ersten Jahren leistete Spekatbilität Olbul Drelgolar mit seinen Lehrmeistern Jooms der Hagere, Bytorix der Magier und Themistokles, sowie der Lehrmeisterin Manolai Shoma ausgezeichnete Arbeit. Die Akademie wurde bald schon Anziehungspunkt für die wenigen reichen kem'schen Familien, da sie ihre Kinder auf magische Fähigkeiten hin untersuchen wollten.
Doch dann zog im Jahre 18 Sá Gereh (20 n.Hal) die große Pest über das Land und raffte die Bevölkerung dahin. Die Lehrmeister verriegelten die Akademie von innen. Nach dem Ende der Seuche wurde das Gebäude wieder geöffnet, jedoch gab es keine Spur von der Spektabilität und seinen Lehrern. Sie waren spurlos verschwunden und sind bis heute auch noch nicht wieder aufgetaucht. 
Die Gastlehrer und die Schüler der höherer Semestern entschlossen sich, die Akademie vorerst mit den verfügbaren Mitteln weiter aufrecht zu erhalten, jedoch war es ihnen unmöglich, neue Schüler aufzunehmen. 
Im Jahre 26 Sá Gereh (28 n.Hal) erklärten sich mit den Magiern Jarrêt Dur Avarc-Syn und Myrddin Beryllius zwei respektable Vertreter der magischen Zunft dafür bereit, die Akademie wieder zu altem Ruhm und Glanz im Reich zu führen. Die beiden Spektabilitäten wurden zunächst bei unserer kemiköniglichen Majestät vorstellig, um sich deren Einverständnis zu sichern, was den Wiederaufbau der Akademie anging. Ihre kemikönigliche Majestät erklärte sich wohl sogleich ob der respektablen Qualifikation der beiden Herren bereit, ihre Protektion gegenüber dem arkanen Institut weiter zu gewähren. Dies, solange in ihrem und dem Heilgen Raben Sinne unterrichtet und gehandelt wird. 
So machten sich denn beide Magier ans Werk und betrieben mit großem finanziellen und materiellen Aufwand die Renovierung des weitläufigen Gebäudes. Nach wenigen Monden schon erstrahlte die Dekata in altem Glanz und die beiden Herren konnten zu Recht stolz auf das Geschaffene sein.
Später kam auch weiteres Lehrpersonal in die Akademie: die Elfe Julia Capulet, der Krieger Coniaric von Neetha, Kampfmagier Talis Kerloch na Gár, der Zwergenmagier Chadrim ay Chefe und der Sternengucker Hermes Arnim Sapan.
Hinzu kam noch der Borongeweihter Hátya ni Tárethon, der für die Geschichtskunde zuständig ist, und Cathîna Drelgolar, die Tochter der ehemaligen Spektabilität. Wenige Monde später wurde als weiterer Lehrmeister der dunkelhäutige Elf Bekiyaki ye Samian eingestellt. Die Stundenpläne für die Eleven, Novizen und Studiosi wurden erneuert, die Bibliothek, nun verwaltet von Kristin Eve von Langenfels, erweitert und der normale Unterricht konnte wieder aufgenommen werden.

Die Akademie selbst liegt etwas abseits vom König-Kacha-Platz, wo auch das Crongericht steht und ist nur durch eine kleine Gasse erreichbar.
Das Haus ist in typisch südländischem Stil mit leicht tulamidischem Einschlag erbaut. Die Größe beträgt in etwa 18 Schritt von Südosten nach Nordwesten und 12 Schritt von Südwesten nach Nordosten. An jeder Ecke des rechteckigen Gebäudes befindet sich ein runder Turm. Der Bau ist - abgesehen vom roten Marmor, der die Außenwände in etwas über einem halben Schritt Breite umgibt - ganz in weiß getüncht. Die Farbe wurde gerade erneuert. Das Dach ist mit feinen Schindeln gedeckt und wurde auch an mancherlei Stelle ausgebessert, um den kostbaren Inhalt nicht zu gefährden. An den beiden Säulen, welche das Vordach zum Eingang der Akademie tragen, wurden unlängst einige Rosensträucher gepflanzt.
Die Räume der Akademie sind oft weitläufig angelegt. Anscheinend wurde die Akademie erbaut, als es einst noch mehr Geldmittel im Reich gab und man hatte mit einem viel schnelleren Wachstum der Einrichtung gerechnet, als dies bislang tatsächlich der Fall war.

Die Abgänger der Akademie
Die Adepten haben eine schwere Hürde zu bewältigen, da sie nach etlichen Jahren wieder die ersten ihrer Art sind, die die Akademie Dekata abgeschlossen haben. Sie müssen nun die Akademie nach außen hin so gut repräsentieren, wie es ihnen möglich ist, schließlich möchte keiner der Abgänger, dass die Akademie in schlechtem Lichte erscheint, denn das würde auf sie zurückfallen.
Aus diesem Grund wird man auf das Gelehrte und die guten Ratschläge der Professoren hören und die Fähigkeiten eines Magiers nicht einsetzen, um mit ihrer größere Erfahrung, welche die Akademie vermittelt, gegenüber anderen einen kleinen Vorteil zu erringen.
Der Adept der Dekata ist meist sehr ruhig und in den meisten Situationen ausgeglichen. Man hat ihn gelehrt nicht zu überhastet zu agieren, da dies der häufigste Grund für Fehler ist. Sie verfügen über eine breite Spanne an Allgemein- und Fachwissen, so dass sie, nachdem sie ein wenig zusätzliche (eigene) Erfahrung gesammelt haben, in der Lage sein werden die meisten Probleme, die sie auf ihrem Weg durch das Leben antreffen werden, zu meistern. Gegenüber anderen Magiern werden Arroganz und Zynismus nicht unbedingt zu dem typischen "Dekataner" gehören, dennoch unterscheiden sie sich in puncto Wissensdurst und Neugierde nicht viel. Natürlich gehört auch die typische Magierphilosophie zu ihren Wesensmerkmalen, eine gerade erstellte Hypothese gleich wieder zu verwerfen, um danach erneut eine zu erstellen.
Schlussendlich müssen sich die Adepten nicht vor ihren Kollegen verstecken, denn schließlich hat man die einzige Akademie des Kemireiches besucht und die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen - und darauf ist man stolz.

Zitate von Abgängern der Dekata
"Eure Demonstration eines FLAMMENSTRAHLs war sehr aufschlussreich, so möchte ich Euch nun die Vorzüge eines INVERCANO von Meister Bekiyaki aufzeigen."
"Wie Meister Jarrêt immer sagte: Die Magie ist keine Zuckerbäckerei, denn ein jeder Magus trägt mehr Verantwortung gegenüber allem, was ihn umgibt, als ein Zuckerbäcker das jemals muss."
"Ich weiß, dass er nicht die Wahrheit gesagt hat. Ich weiß es einfach..."

Kleidung und Waffen
Zu der Kleidung der "Dekataner" wird meist eine luftige Robe sein, um der Hitze des Südens widerstehen zu können. Hinzu kommt die übliche Ausstattung eines Magiers, der Schmuck mit arkanen Symbolen, ein Spitzhut oder stattdessen ein Kapuzenumhang, beides natürlich wunderbar bestickt, und der wallende Reisemantel, der für alle Wetterverhältnisse geeignet ist.
Dennoch kann es auch gut möglich sein, dass man einen der "Dekataner" auch mal mit einem wattiertem Waffenrock sieht, denn die angespannte Situation zum benachbarten Al'Anfa ist nach wie vor unverändert.
Alle Adepten wurden in der Kunst des Stockkampfes und obendrein noch im Kampf mit dem Rapier geschult, so dass sie sich auch ohne magische Kräfte in einer Auseinandersetzung zu helfen wissen. Dazu wird ihnen auch ein echtes Magierflorett zu ihrem Abschluss verliehen. Auch ein verzierter Dolch gehört meist zur Ausrüstung.

Besondere Fähigkeiten
Wie alle Adepten sind auch die "Dekataner" recht wissbegierig, aber auch in der Natur, besonders im Gebiet der Tier- und Pflanzenkunde, kennen sie sich gut aus. Des weiteren hat man während ihrer Ausbildung dafür gesorgt, dass sie genügend Körperertüchtigung betreiben. Doch muss bedacht werden, dass die Adepten sehr ehrlich sind, was natürlich nicht unbedingt immer ein Vorteil sein muss. Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass die Adepten die Welt hinter den Grenzen des Kemireiches kaum kennen. Al'Anfa, Brabak und die anderen größeren Städte des Südens sind ihnen sicherlich bekannt, auch vielleicht die Lebensweisen und Besonderheiten der Länder, aber der Norden und das mittlere Aventurien ist ihnen eigentlich gänzlich unbekannt. Besonders verwundert dürfte der Adept bei einer Reise nach Kuslik, Vinsalt, Punin oder gar Gareth sein. Diese Anballung von Menschenmassen hat selbst er noch nicht gesehen. Wurde ihm vielleicht davon erzählt, so konnte er sich das bestimmt nicht so genau ausmalen. Es ist auf jeden Fall ein großer Unterschied zu dem, was man aus dem Kemireich kennt.

Erschienen in Opus no. 67 am 14.5.2000.

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