Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

21. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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SILENTIUM
Fortsetzung

Noch bevor ich mit den Erläuterungen zur Analyse der Silentium-Majuskeln am Eingangsportal zur Bibliothek der Academia Limbologica fortfahre, möchte ich mich hiermit in aller Form bei meinem geschätzten Kollegen und Lehrmeister Achmed ibn Mhukkadin entschuldigen. Wie der aufmerksame Leser sicherlich noch weiß, erwähnte ich nämlich in meinem letzten Bericht die alchimistische Kunst der Tulamiden mit hochlobenden Worten. Wie mich jedoch Meister Achmed ibn Mhukkadin belehrte, unterscheiden sich diese wie viele andere Künste der Tulamiden von denen der Novadis. Nun meinte ich natürlich in jenem angesprochenen Falle die alchimistische Kunst unseres geschätzten Meisters Achmed ibn Mhukkadin, welcher sich ja mit Stolz zu den Novadis zählen darf. Man möge mir also meine Unachtsamkeit in diesem Punkte noch einmal vergeben.

Doch nun zu dem eigentlichen Bericht. Die genauere magische Analyse des Silentium-Artefaktes brachte die von uns bereits vermuteten Ergebnisse, welche ich hier noch einmal in Kurzform veröffentlichen will:

objectum aeternom
präservanz permanent
phonik silentium silentille, eventuell per infinitum  
impensation  enorm (ultima occasio)
origine unbekannt

Obwohl es uns das Naheliegendste erschien, habe ich die Anwendung eines DESTRUCTIBO ARCANITAS wohl doch bis auf weiteres ausgeschlossen. Der enorme Kraftaufwand stellte für mich eine zu große Gefahr bei diesem Unterfangen dar.

Es ist darüberhinaus nicht ausgeschlossen, dass sich noch weitere, ähnliche Artefakte in den Hallen der Bibliothek befinden. Bekannt ist uns ein in Arkanium gefasstes Siegel, welches eine Wand etwa in Augenhöhe ziert. Das kreisförmige Siegel hat einen Durchmesser von ca. zwei Spann und zeigt verschlungene Drakned-Glyphen, was das Wirken von drachischer Magie nahelegt. Allerdings konnten nur wenige Zeichen erkannt und entschlüsselt werden, da sie sich gegenseitig überlappen und ineinander verschlungen sind, wodurch sie ob der komplizierten Formen der Drakned-Glyphen völlig unkenntlich werden. So blieb uns die Wirkungsart dieses Artefaktes bisher verschlossen, nur eines konnte mit Sicherheit gesagt werden: Wie schon ein einfacher Odem zeigt, ist das Artefakt nicht aktiv. Da wir nichts über die Phonik wissen, haben wir von einer induzierten, magischen Aktivierung bisher abgesehen. Wie sich dieses und vielleicht noch andere vorhandene Artefakte aktivieren lassen, ist unbekannt, ebenso wie ihre Wirkungsweise.

Währenddessen suchen wir fieberhaft nach Möglichkeiten, das Wirken des Silentium zu beenden. Von einer einfachen physischen Beseitigung des Schriftzuges, wie von einem Magus und Abonnenten des Opus vorgeschlagen wurde, musste abgeraten werden, da es sich bei dem Torbogen um ein tragendes Mauerwerk handelt. Derzeit wird die Möglichkeit die ganze Bibliothek einfach zu übersiedeln noch vorgezogen, jedoch hoffen wir auf noch bessere Ideen aus Leserkreisen Der Difar für die Übermittlung wurde bereits conjuriert.

 

Grossmeister Erilarion Androstaal
und Meisterin Sheddja

von: Philipp Schumacher & Markus Penz
Erschienen in Opus no. 6 am 21.2.1999 als Reaktion oder Fortsetzung zu SILENTIUM.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: SILENTIUM.

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