Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

19. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Die 99 Gesetze
offenbart im Jahre 233 v.H. in Keft

1 - 33

Von unserem hochgeschätzten Kollegen Meister Achmed ibn Mhukkadin al Ghunar haben wir viel vom Glauben der Novadis gelernt. Nun, so denken wir, ist es an der Zeit, die elementarsten Glaubensgrundlagen des Wüstenvolkes jedem zugänglich zu machen, da dieses Wissen noch nicht bis ins Mittelreich oder das Liebliche Feld gedrungen ist.

  1. Der Gottgefällige zählt getreulich die Tage, damit er gewiss die sieben vom achten und neunten zu trennen versteht.
  2. Der Gottgefällige schafft mit Fleiß an jedem der sieben Tage.
  3. Der Gottgefällige erinnert sich des großen Frevels am achten Tag. Zorn und Trauer erfüllen ihn ganz und hindern ihn an Arbeit und Essen. Der Gottgefällige nimmt nur Wasser, auch Wein, aber nur in Maßen, zu sich.
  4. Der Gottgefällige erinnert sich der großen Freude am neunten Tag. Er feiert ihn voll stiller Zufriedenheit.
  5. Der Gottgefällige zählt nach dem neunten Tage wiederum den ersten und beginne dies am Tag Seines Erscheinens. Er unterbricht es an nur fünf Tagen im Jahr, welches vierzig mal neun plus fünf Tage zählt.
  6. Der Gottgefällige verspürt nach acht mal neun Tagen Seinen Atem und trachtet danach Ihm nahe zu sein.
  7. Der Gottgefällige gedenkt nach weiteren acht mal neun all seinen Schwüren und Eiden. Er legt besonderen Wert darauf sie in Ehren zu halten.
  8. Der Gottgefällige hemmt nach wiederum acht mal neun Tagen nicht seinen Zorn auf alle Ungläubigen oder denjenigen, die seine Ehre verletzten oder Ihn frevelten.
  9. Der Gottgefällige ruht nach den nächsten acht mal neun Tagen von Sonnenauf- bis Untergang und preist in der Stille und Ruhe Seine Gnade und Weisheit.
  10. Der Gottgefällige feiert nach weiteren acht mal neun Tagen, am Ende des Jahres, zu Seinen Ehren und freut sich über all das Schöne in der Welt, die Er erschaffen hat.
  11. Der Gottgefällige läßt Seiner Schöpfung den nötigen Respekt zuteil werden.
  12. Der Gottgefällige hütet in Seinem Namen die gesamte Schöpfung, auf dass sie niemand zerstört oder in ihrer Schönheit beeinträchtigt.
  13. Der Gottgefällige darf sich durch Seine Schöpfung nähren, jedoch nur mit Bedacht.
  14. Der Gottgefällige speist nichts, was mehr als sechs Beine hat.
  15. Der Gottgefällige speist nichts, was vier, fünf oder sechs Beine und auch Flügel hat.
  16. Der Gottgefällige speist nichts, was lange Ohren und eine Schuppenhaut trägt und im Wasser lebt.
  17. Der Gottgefällige speist keine Nebelkrähe und keine Sandkrähe, auch die Rohrdommel nicht, den Lämmer und den Bartgeier, die Fledermaus und den Sturzpelikan.
  18. Der Gottgefällige speist keine gefiederten Wesen, die gespaltene Hufe haben.
  19. Der Gottgefällige speist nicht vom eigenen Pferd, Kamel oder Maultier und nicht vom Pferd oder einem anderen Reittier des Freundes oder Vaters.
  20. Der Gottgefällige speist nicht vom Maulwurf, auch nicht von der gelbpelzigen Art, die im Khoram-Gebirge haust.
  21. Der Gottgefällige kleidet sich in weite und luftige Gewänder.
  22. Der Gottgefällige sieht zu, dass sein Gewand ihn vor Wind und Sand schützt.
  23. Der Gottgefällige lässt seinen Geist und seinen Körper nicht von der Last einer schweren Rüstung verkommen.
  24. Der Gottgefällige speist nicht von Teller, Platte, Napf oder Schüssel, die ein Ungläubiger berührt oder gar angefertigt hat.
  25. Der Gottgefällige wählt stets den Weg, der Ihm Wohlgefallen bereitet.
  26. Der Gottgefällige wählt stets das Wort, das Ihm Wohlgefallen bereitet.
  27. Der Gottgefällige zügelt seine Neugierde, wenn eine Gefahr offensichtlich ist.
  28. Der Gottgefällige ist sich stets der gefährlichen Versuchung durch Götzen und Dämonen bewusst.
  29. Der Gottgefällige kriecht nicht vor Angst im Sand, wenn ihm Widernatürliches und Unbekanntes widerfährt.
  30. Der Gottgefällige erahnt durch Seine Gunst im voraus, was ihm an Gefahren widerfährt.
  31. Der Gottgefällige ist im Kampfe stets schnell und wendig.
  32. Der Gottgefällige fühlt Seinen Hauch im Kampf und läßt sich von Seiner Hand führen.
  33. Der Gottgefällige folgt den Eingebungen, die Er ihm zukommen läßt.

von: Markus Penz
Erschienen in Opus no. 7 am 28.2.1999.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: Die 99 Gesetze (2).

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