Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

22. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
- Artikel hinzufügen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Über die Nichtigkeit des Borbarad
von Salarion Federon, freischaffender Magiebegabter
 
gegeben zu Gareth am 16. Ingerimm 30 Hal

Seid mir gegrüßt geneigte Leser aus allen Orten dieses Kontinents. Hiermit möchte ich auch auf die zahlreichen Magi hindeuten, die diese Zeitschrift regelmäßig begutachten. Welcher Gilde sie angehören macht für mich keinen großen Unterschied, immerhin kann ich mich nicht eines Siegels rühmen. Anders gesagt: Ich selbst bin gildenlos und werde mich bemühen ein möglichst objektives Bild über die Taten des Sphärenschänders zu kreieren. Schon seit langem forsche und disputiere ich über die Gebärden des Borbarad. Nun habe ich diesen kurzen Artikel nach lückenhafter Forschung für alle unter euch zusammengefasst. 
Der Sohn des NAndus besaß mehrere Male großen Einfluss über die Geschöpfe Deres. Seine Untaten warfen dunkle Schatten über den Kontinent und es war schlecht so. Doch als die Zeit der Wiederkehr die Flüsse Deres röter als rot färbte schien sich nichts daran geändert zu haben. Seit dieser Zeit stieg seine Macht bis sie etwa im 28ten Götterlauf am 22./23. Ingerimm fast ganz zum erliegen kam. Borbarad, der Herrscher über die Dämonen, existiert nicht mehr in unserer Sphäre. Er wurde durch den Götterfürsten und all jene, die unter ihm stehen, getötet.

Referatum
Ich teile die Gruppe seiner Anhänger in drei Untergruppen auf:

1.) Das gewöhnliche Volk
Hier ist es einem jeden leicht einen eigentlichen Grund des Glaubens zu erraten. Er liegt nicht tiefer als in der Angst. Sowohl vor seinen Erben, als auch vor der Präsenz der Niederhöllen. Durch Angst wird das Volk schwach gehalten.

2.) Die vergoldete Anhängerschaft
Unterstellen wir einem Teil der Anhänger nur aus finanziellen Gründen dem Halbgott gefolgt zu sein. Diese sind wohl kaum eifrige Verfechter der Grundsätze Borbarads und lassen sich oft für diverse Dienstleistungen bezahlen.

3.) Die gläubigen Schergen
Auch soll es welche geben, die dem Halbgott aus Überzeugung heraus folgen, doch enden diese oft als sadistische Aktivisten, da sie nach den seltsamen untoleranten Meinungsmustern ihrer Kirche alle Andersgläubigkeit vernichten wollen.

Wenden wir uns nun näher der Aufgabe der dritten Gruppe zu:
Ausgesandt das Rechte zu vernichten bringen sie Unheil, Brandopfer, Tod und Verdammnis. Die Vision eines freien Lebens wird von ihnen aufgesaugt wie die Schriften des Borbarad. Sie verbrennen Bürger aus ihrer tiefen Angst vor potentiellen Feinden heraus.

Und tun sie dies nicht eigentlich aus Furcht ihre Macht zu verlieren? Oder gehen wir einen Schritt weiter, verehrte Leser, beschaut euch die Mörderwaffen mit denen sie Geständnisse in der Folter herausquetschen. Nur das Zerstückeln in Xarfais Domäne kann schlimmer sein!

Alle diese Feststellungen führen zu einem Punkt:
Der eigentliche Borbarad wird kaum mehr verehrt. Niemand glaubt mehr an den größenwahnsinnigen Visionär. Denn der Halbgott ist verschwunden und hat an großer Macht verloren.

Wer aber entzog Borbarad seiner Gefolgschaft? Es waren seine Widersacher, die 12e und bei ihnen an vorderster Front wohl PRAios. Somit fand die bei jedem Äonenwechsel völlig natürlich eintretende Anhäufung von Unheilen ein Ende und es fanden keine großen sphärologischen Verschiebungen statt. Also wird alles wieder in einem vernünftigen Gleichgewicht enden, so wie es früher auch immer der Fall war. Und auch das Auftreten Borbarads konnte die Gläubigen nicht durch heuchlerische Mittel von den 12en abwenden. Und dabei solltet Ihr bedenken, dass der Sphärenschänder nicht nur viele schlechte Taten in jeder Schlacht, sondern auch blutige Gemetzel davor, danach und dazwischen anrichtete!

Nun schiebt sich automatisch die Feststellung an, dass zahlreiche gleichgesinnte Collegi am gesamten Kontinent zur Bekämpfung der Anhängerschaft Borbarads beitragen und den Idealen der Zwölfgötterkirche folgen.
Um als Beispiel Gareth aufzuführen: Die Stadt des Lichtes dient meiner Meinung nach vollkommen den Geboten PRAios'. Denn nirgendwo sonst in einer Großstadt solchen Ausmaßes konnten Intrigen, Hofgezänk und feige, beauftrage Morde in solche Schranken gewiesen werden wie in jener. Also rufe ich euch auf, nehmt gemeinsam den Kampf gegen die falschen Borbaradianer auf. Seine Schergen sollen nicht länger unser aller und des Landes Schrecken sein. Die Zeit ist gekommen, unsere Macht ist genug gediehen den Borbaradianern Einhalt zu gebieten. Nach der einheitlichen Vernichtung des Erbes Borbarads wird keiner der Götter mehr mit Strafen drohen, da wir ja richtig gehandelt haben. Die Greifen werden den Himmel befliegen und wir werden unter ihnen Choräle der Freude und des Friedens singen. 

So spreche ich.

Erschienen in Opus no. 83 am 19.11.2000 als Reaktion oder Fortsetzung zu Magicus magisterium artium - Über die Nichtigkeit des Götterfürsten.
Zu diesem Artikel erschienen folgende Reaktionen oder Fortsetzungen: Anprangerung der Ketzer und Blender, »Menschen«!, Reaktion von Ingroshim.

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels