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20. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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...und sie zanken immer noch !
Eine Reaktion auf die "Belehrungen" im Opus no. 85 und 86

von Arion Traumsänger, einem Kind des Waldes

Eins muss ich euch Menschen wahrhaftig lassen, im Wortgefecht habt ihr eine Ausdauer sondergleichen!

Dratchur Meredin Hazar, in der vorletzten Ausgabe des Opus sagtet Ihr (Zitat): "Bin ich doch ein großer Freund sowohl der Elfen, wie auch der Mohas, ja jedes der Naturvölker scheint dem Leben näher gekommen zu sein wie wir. Doch stellte sich mir niemals die Wahl bei einem dieser Völker zu leben."
Ihr beschwert Euch über eine Sache, die in Euren Augen ein trauriges Schicksal darstellt, ohne zu merken, dass Ihr durch Eure Sehnsucht nach einem anderen Leben das Eure vernachlässigt.
Warum grämt ihr Euch die meiste Zeit Eures Lebens, wo es doch eh nur von kurzer Dauer ist? Natürlich ist es schade um Euren alten Lehrmeister, doch stellt ihr Euch mit den von Euch Verurteilten auf eine Stufe, wenn Euer einzig Ziel die Rache ist! Es waren Eure eigenen Worte, Magister Hazar, die behaupteten, die Praiosgeweihten würden nur aus ihrer Angst und ihrem Hass heraus "Frauen töten"!
Des weiteren sei Euch gesagt, dass nicht ich es bin, der sich irrt, wenn es über das Gut oder Böse des "Borbarad" zu urteilen gilt. Denn entgegen Eurer Behauptungen unterscheidet sich auch Borbarad kaum von anderen Herrschern. Auch er ist, genau wie viele andere gescheiterte Herrscher, ein Mensch, dem es nach MACHT und WELTLICHEM dürstet.
Euer Exemplum scheint mir doch auch etwas absurd! Denn so hinterließen die Heerscharen des Borbarad nicht etwa - wie Ihr anzunehmen scheint - eine Spur frohlockend singender Bauern, sondern braches Land und um ihre Eltern weinende Kinder (so die Kinder überhaupt noch unter den Lebenden weilten).
So könnt Ihr doch bei allem, was Euch heilig sein mag, nicht behaupten, Borbarad sei GUT!
Nun hoffe ich nur noch, dass sich nicht zu viele schwache Menschen von Euren "Belehrungen" haben verführen lassen. Denn der wahre Weg ist es, auf sich selbst zu hören und nicht auf die Worte eines Herrschers, sei es nun Praios oder Borbarad oder gar der Namenlose.
Vernehmt dies von einem, der sich Teil eines von euch so verehrten Naturvolkes nennt und sinnt nach über alles, was ihr getan habt, tuet und tun werdet.
Lebet in Frieden, Dratchur Meredin Hazar!

Hochwürden Praiodan Greif, "unwissender Elf" nanntet ihr mich einst. Gut, wenn es euch erfreut, nennt mich wie es Euch beliebt. Doch seid gewiss, dass Ihr die Größe meines Geistes in Eurem erbärmlich kurzen Leben niemals auch nur annähernd erreichen werdet. So viel zur Unwissenheit.
Als erstes möchte ich klarstellen, dass ich mich NICHT auf der Flucht vor den Geweihten Eures Gottes befinde. Denn es wurde, wie ihr nicht wissen konntet, nach einigen Verhandlungen und noch mehr Tagen die wahre Ursache des Tiersterbens (eine einfache Krankheit, ausgelöst durch schlechtes Futter) herausgefunden. Nur wäre ich dann leider schon tot und ein weiteres Opfer eines vorschnell gefällten Praios-Urteils gewesen.
Was Euren Einwand zu meiner Herkunft angeht, so muss ich sagen, dass ich es zwar ehrenhaft von Euch finde, uns Elfen auf diese Weise zu behandeln, jedoch mit Bedauern feststellen muss, dass Ihr eine wahrhaftige Seltenheit unter den Geweihten des Praios seid.
Der heute nicht mehr lebende Inquisitor Kunrad von Marmelund hätte vor einiger Zeit fast zwei Elfen namens Ofrim und Morla in ihrer Baronie Roswylde in Aranien den Flammen übergeben. Denn diese hatten nach langer Folter, in der selbst Erzdämonen ihre Verehrung den 12en gegenüber gestanden hätten, zugegeben, sie seien echsischer Abstammung.
Nur ein Wunder der Rahja, wie ihr sie verehrt, verhinderte, dass die beiden weitere Opfer des Wahns von Seiten der Inquisition wurden.
Und bedenket, auch hier handelte es sich um Elfen!
Lebet auch Ihr in Frieden, wie alle Wesen dies wollen, Hochwürden Praiodan Greif.

Zuletzt möchte ich noch einige Worte an einen Menschen richten, dessen Kommentar mich einige Zeit zum Nachdenken brachte.
Ich hoffe ihr fühlt Euch durch meine Formulierungen nicht angegriffen, denn sie gelten nur denen, die diese Attacken auf sich beziehen sollten. Wenn es auch selten zu sein scheint, so finde ich in Euch doch einen Menschen, der die materielle Welt hinter sich gelassen hat.
Zumindest zu einem Teil.
Friede mit euch, ehrwürdiger Yah.

In Hochachtung vor Allem und Jedem,
Arion Traumsänger

Erschienen in Opus no. 87 am 17.12.2000 als Reaktion oder Fortsetzung zu Reaktion von Praiodan Greif (2).
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: Leserbrief zu "Und sie zanken immer noch!".

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