Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

15. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
- Artikel hinzufügen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Ad 
Anmerkungen zu Lingualdiskrepanzen et De Daimonibus

im Opus no. 87

Werter Seth Anast,

natürlich müsst ihr nicht 7 oder gar 9 Sprachen beherrschen um euch zu diesem Thema zu äußern, das nur vorab.

Wenn ihr euch fragt, ob es sich für einen Mann meines Ranges gehört Aussagen über geistig Kranke zu treffen und ob nicht Toleranz und Mitleid die richtigen Herangehensweisen sind, so ehrt euch dies sehr. Und ja, tatsächlich stimme ich euch zu, dass Toleranz und Mitleid unabdingbare Gepflogenheiten sind in der Arbeit mit solchen Geisteskranken, welche ich niemals vernachlässigt habe! Und dennoch lässt sich daraus nicht schließen, dass man aufgrund von Mitleid gegenüber einer Person keine Aussagen über sie treffen darf. Ich bemitleide auch die armen Irrgläubigen, seien es nun die Novadis, die Dämonenbuhlen oder andere - trotzdem denke ich ist es gerechtfertigt Aussagen über sie alle zu treffen, so sie Teil meiner Studien sind.
Ihr mögt das vielleicht nicht wissen und auch niemals gelernt haben, doch ein wissenschaftliches Vorgehen lässt sich nicht von Mitleid beeinflussen.

Euer Beispiel mit dem Mann ohne Zunge ist jedoch gelinde gesagt lächerlich, denn natürlich ging es mir nicht um das tatsächliche Sprechvermögen, das jemand, dem die Zunge herausgeschnitten wurde, nicht mehr besitzt. Ich meinte natürlich die (unterschiedlich ausgebaute) Fähigkeit seine Gedanken in Worte umzuwandeln - ob diese dann wegen anatomischer Anomalien auch ausgesprochen werden können, ist eine andere Sache. Meinetwegen mögt ihr auch das Sprechen durch das Schreiben ergänzen, so ihr darauf besteht.

Und ein weiteres: Wenn ihr daran zweifelt, ob die Sprache (und damit ihre heutigen Ausformungen) eine Gabe HESindes sind, so nehmt doch einmal das Brevier der zwölfgöttlichen Unterweisung zur Hand und lest einfach nach. Nach den Lehren der Kirche der allweisen Herrin ist HESinde die Mutter der sechs Künste: Bildhauerei (Erz), Malerei (Humus), Schrift (Eis), Musik (Wasser), Sangeskunst (Luft) und Sprache (Feuer). Wolltet ihr allen Ernstes daran zweifeln, so müsstet ihr dies wohl mit einigen Herren und Damen des Draconiter-Ordens ausstreiten, so versicherte mir unsere Geweihte an der Akademie, Hochwürden Argelia von Kuslik.

Zu guter letzt: Natürlich ist es nicht falsch, dass eine wichtige Funktion von Sprache in der Kommunikation liegt, und dieses Faktum wollte ich niemals bezweifeln. Ich wollte lediglich eine Alternative zu dieser allgemein anerkannten Deutung von Sprache aufzeigen und diese in meinem Artikel ausführen.

HESindes Segen über euch!

Großmeister Erilarion Androstaal

von: Philipp Schumacher
Erschienen in Opus no. 88 am 24.12.2000 als Reaktion oder Fortsetzung zu Anmerkungen zu: Lingualdiskrepanzen et De Daimonibus .

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels