Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

18. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
- Artikel hinzufügen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Die Gabe die Zeichen der Zeit zu erkennen, die Weisheit sie richtig zu deuten und der Mut zu handeln

Geneigte Leserschaft des Opus veritatis scientiæque, liebe Freunde der magischen Künste!

Wie euch allen ohnehin bekannt sein dürfte, wurde schon vor einiger Zeit von der Großen Grauen Gilde des Geistes zu Punin (und auch gleichzeitig zu Mirham wie zu Gareth) der Beschluss gefasst die limbologischen und sphärologischen Zauber einem Bann zu unterwerfen. Namentlich betrifft dieses Verbot den AUGE DES LIMBUS sowie den PLANASTRALE, zwei unserer wichtigsten Haussprüche, sowohl was die Lehrtätigkeit als auch die Forschung der Academia Limbologica belangt. Manch Leser wird zu den Gefahren, welche bei der Anwendung dieser Zauber sowie bei Limbusreisen generell vermehrt auftreten können, wohl bereits seine eigenen, oft schmerzvollen Erfahrungen gemacht haben - und mag daher auch diesem alle drei Gilden einigenden Verbot positiv gegenüberstehen - und doch ändert dies nichts daran, dass damit allen Bemühungen der letzten Jahre unsererseits um die Erforschung des Limbus und der Sphären der Todesstoss versetzt wurde.
Die erst mühevoll in den letzten Jahren aufgebauten guten Beziehungen zu Punin und zur Grauen Gilde, welcher wir uns verpflichtet fühlen, wurden damit nicht bloß auf den Nullstand zurückversetzt, nein, durch das sehr rüde - ja in manchen Belangen gar an das Vorgehen einiger gewissen-, weil gedankenloser Magier der Rechten Hand, bzw. an das Vorgehen einiger fanatischer Weißmagier erinnernde - Vorgehen in Punin wurde unserem Spezialgebiet, unseren lebenslangen Forschungen, ergo unserer gesamten Akademie, eine prinzipielle Absage erteilt. Wie schon erwähnt, mag man zur Sinnhaftigkeit des Anwendungsverbotes der genannten Zauber stehen, wie man will, doch kann es nicht angehen, dass man den Adepten, welche im Besitz dieser formulae sind, gar eine magische ultimo correctio, also eine Löschung des Wissens, vorschreibt.
Das Vorgehen der Puniner entspricht - gelinde gesagt - in diesem Fall dem eines betrunkenen Thorwalers - aber eines solchen, der gar nicht mehr weiß, wo sich der Boden befindet, an dem er sich festhalten könnte...

Doch all diese Zeilen sind vergeblich geschrieben, und noch dazu scheinen sie keinen der zuständigen Entscheidungsträger in der Grauen Gilde zu interessieren, werden sie doch auch nichts an dem ändern, was von den Hohen Herren zu Punin beschlossen wurde. Also bleibt mir als Großmeister und damit Spektabilität dieses altehrwürdigen Gemäuers nichts anderes zu tun, als den Beschluss hinzunehmen. Gemeinsam müssen nun die Magister der Academia Limbologica beraten, wie es denn weitergehen soll mit dem Lehrplan der Akademie, mit ihrer Struktur etc. All dies wird große Veränderungen mit sich ziehen, will man nicht jeglichen Kontakt zur Grauen Gilde aufgeben und als Außenseiter und nicht anerkanntes Institut im Abseits verweilen - wovon ich dringend abrate!
Gefordert sind also nun alle Jungen, zur Veränderung Willigen und Fähigen! Denn mir persönlich, mir als Magier, als Forscher und Wissenschaftler, mir bleibt sehr wohl eine andere Wahl als den Entschluss hinzunehmen:
Deshalb werde ich mit Anfang des nächsten Jahreslaufes mein Amt als Großmeister dieser Akademie unwiderruflich zurücklegen. Ich habe mein Lebenswerk, ja mein ganzes Leben, der Erforschung des Limbus und der Sphären gewidmet - wenn dies der Dank dafür sein soll, so lehne ich freudig ab und widme meine spärlich bemessene und verbliebene Zeit anderen Gestaden. Den Jungen gehört die Zukunft - und ich denke sie werden sich um die Neuorientierung der Academia Limbologica verdient machen. Deshalb rufe ich die geneigte Leserschaft auf sich an der Akademie zu melden und ihr Wissen miteinfließen zu lassen in die kommende Neustrukturierung, zumal auch der Posten des Akademieleiters noch nicht nachbesetzt ist.

PHExens, HESindes und NAndus Segen mit euch allen, auf dass ihr die Gabe besitzen möget die Zeichen der Zeit zu erkennen, die Weisheit sie richtig zu deuten und den Mut zu handeln!

Großmeister Erilarion Androstaal

von: Philipp Schumacher
Erschienen in Opus no. 90 am 7.1.2001.

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels