Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

20. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Die Himmelsstadt

Als ich mich kürzlich auf dem Weg von Khunchom, die Westküste Aventuriens nach Norden gehend, befand, begegnete mir eine illustre Gestalt eines Abenteurers, der mir von einer Stadt in den Wolken erzählte.
Er berichtete von deren Gestalt und ihren Einwohnern. Die Stadt soll halb so groß sein wie Al'Anfa. In ihr jedoch herrsche die Friedlichkeit.
Die Einwohner, ein Mischlingsvolk aus Feen und Menschen, lebe dort oben, weit draußen über dem Perlenmeer. 
Er erzählte mir, dass es in dieser Stadt alle erdenklichen Dinge gäbe, er sich aber noch nicht sicher sei, wie die Einwohner Speis und Trank herstellten, da sie weder Felder oder ähnliches noch Tiere besäßen und er nur einmal an besagtem Ort war. Wie, werdet ihr Euch fragen, doch ich vermag nicht, Euch auf diese Frage eine Antwort zu geben, denn dieser alte Geheimniskrämer lehnte es ab, mir zu beschreiben, wie man einen Fuß in diese Stadt setzen könne. Er habe Vermutungen, wisse es aber selbst nicht genau, da er zum Zeitpunkt der Reise geschlafen habe. Mich verwunderte diese Aussage sehr. Er fuhr aber fort mir nur davon zu berichten. So seien die Einwohner zwar anfangs sehr scheu gewesen, da sie nie Fremde zu Gesicht bekämen, hätten dann jedoch gastfreundlich reagiert. Die Sprache derer konnte er aber als keine ihm bekannte Sprache identifizieren. So beschränkte er sich wohl darauf sich mit ihnen in einer Art Zeichensprache zu verständigen. Drei ganze Tage sei er dort gewesen und in der Nacht zum vierten Tag sei er eingeschlafen und dann hier in der Nähe unter einem Baum aufgewacht. Er erzählte mir, dass er die ganze Sache nicht recht verstehe. Und ich muss Euch sagen, ich erklärte den Mann erst für verrückt. Ich dachte bei mir er habe die ganze Sache nur in seinen Träumen erlebt. Dann fiel mir jedoch auf, dass er sagte, er habe sich ein Zimmer in einer Herberge für die Nacht gemietet, an der er in die Himmelsstadt kam und wachte dort auch in einer Herberge auf. Als er aber zurück kam, wachte er unter besagtem Baum auf. Wie kann das möglich sein, fragt Ihr Euch bestimmt. Genauso tat ich es auch. Nach diesem interessanten Gespräch verriet er mir, wie er heiße und wo er wohne und ich solle mich doch mal bei ihm blicken lassen. Ich tat das selbe und dann trennten sich unsere Wege nach dieser seltsamen aber spannenden Unterredung. Ich konnte dies nicht auf mir beruhen lassen und reiste zu der Herberge, in der er übernachtet hatte. Sie nennt sich "Zum fliegenden Säbel" und liegt im Herzen Khunchoms. Ich fragte die Inhaberin über den Abenteurer aus und sie gab mir willig Auskunft. Sie sagte der Mann habe in einer Kammer im zweiten Stock übernachtet, sei jedoch den ganzen nächsten Tag nicht die Treppe heruntergekommen. Und als er sich am nächsten Tag um die Mittagszeit noch immer nicht habe blicken lassen, sei sie zu seinem Zimmer gegangen und habe es aufgeschlossen um nach dem Mann zu sehen. Der jedoch sei nicht mehr da gewesen und bis heute nicht mehr aufgetaucht. Empört war sie, dass er sein Zimmer nicht bezahlt habe. Ich beschloss seine Rechnung zu begleichen und im selben Zimmer eine Nacht zu verbringen. Mir allerdings widerfuhr nichts. Ich wachte am nächsten Morgen auf und entschied meine Reise fortzuführen und die Geschichte hinter mir zu lassen. Sie lässt mich aber nicht los...
Ich finde wir sollten uns bemühen das Volk über den Wolken kennenzulernen und mit ihnen auf friedlichem Wege zu leben, denn ich finde wir könnten noch viel von ihnen lernen.

Hochachtungsvoll,
Agalvian von Thor

Erschienen in Opus no. 96 am 18.2.2001.

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