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Der Schwarze Limbus    

24. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Offener Brief an den Widerstand in den Heptarchien
Aufruf zur allaventurischen Solidarität
Für Freiheit und Autarkie in den besetzten Gebieten
Als Septemviri der communio severim,
Magister zu Brabak,
und Korrespondent des Opus
Dratchur Meredin Hazar, Fasar XXVIII. Boronis IX. anno ab incarnatione domini nostri Borbaradii, a nativitate domini, anno salustis, anno reparationis, anno post partum pardonam verginis

Geschätze Collegae und werte Leser,
aufgrund einer langen Reise, die mich nach Fasar brachte, ist es mir nach einigem Schweigen heute erst wieder möglich meine Convoluta zu öffnen und in diesem geschätzten Periodikum zu veröffentlichen. Meine Reise brachte mich in die besetzten Gebiete, die ich im Laufe der Invasion schon einmal kennen lernte; vieles hat sich geändert. Die schönen Landschaften des Ostens haben sich in brache Schlachtfelder verwandelt. Tod und Verderben sind nach der schändlichen Ermordung Borbarads über das Land gekommen und seine falschen Feldherren von ehedem haben ihn wieder verraten. Vor allem die Länder Oron, das Kaiserreich und die Warunkei besuchte ich und es wurde mir pure Verderbtheit gebar. Dieser Brief richtet sich an all jene Tapferen, die dem Schrecknis ihre Stirn zeigen und ihm entgegenschreien, mit Worten aus reiner Verachtung: "Sehet her, all dies ist Unrecht!" - ich stehe neben euch, Gefährten.

Hört jedoch zuförderst die Worte von Conradus al'Tjimerial:
(Rede aus dem Jahr 29/60 betreffend dem Heptarchentreffen in Elburum)

»Traut nicht,
Den parfümierten Reden von Gerechtigkeit,
Den süßen Worten von der Güte der Erzdämonen,
Sondern traut,
solange da noch Kriege sind:
Euren Nasen;
Der Gestank verfaulter Leichen an den Kais von Xeraanien,
die Gerüche verbrannter Sklaven in den Wäldern Maraskans,
und die saure Luft in den Weiten Gloraniens, wo sie das Blut Sumus aus der Tiefe saugen,
sind nicht parfümiert.
Ihnen traut.

Traut nicht,
Den schmeichelnden Tönen von Unabhängigkeit und Freiheit,
der säuselnden Versuchung der unbeschränkten Forschung,
sondern traut,
solange ihr noch trauen könnt:
Euren Ohren;
Die Schreie der toten Sklaven und Architekten, welche die goldene Pyramide erbauten,
das Gestöhne der Gefolterten, das aus den Kerkern von Elburum klingt
und das Geröchel der Erschlagenen in den Dschungeln,
schmeicheln nicht.
Ihnen traut.

Traut nicht,
den geschminkten Bildern von der Friedfertigkeit der Paktiererei,
den gelackten Fassaden der Ecclesia Borbaradianis Alveraniaris Ratiologiae Ultimatae
sondern traut,
solange Unterdrückung herrscht:
Euren Augen;
Die exekutierten Feldherren des Helme Haffax,
die verbrannten Zwerge und Geoden der östlichen Stollen,
und die gemetzelten Frauen und Kinder von Altaia,
sind nicht geschminkt,
Ihnen traut.

Wie sollen also die, die im Irrglauben kämpfen zur Weisheit gelangen?

Diesen, die da sagen: "Verzaget nicht, nichts ist verloren!"
Ihnen speit ins Gesicht: "Alles!" 
Jene, die in Schwärmerei vom späteren Leben, vom schöneren Leben, faseln,
Ihnen sagt: "Ich lebe heute!"

Wisset also:
Vielleicht wird eure Verdammnis ewig sein,
doch euer Ruhm ebenso.
Zweifelt an jedem und glaubt nur euch selbst.

Bekämpfen wir also gemeinsam den gemeinsamen Feind,
uns allen vertraut durch die Lehren Ometheons
und durch die Wirklichkeit.«

Groß war die Hoffnung nach seiner Rückkehr, Brüder und Schwestern, doch größer ist die heutige Enttäuschung. Die Diebe SEIner Krone brachten den Tod und das Chaos unter das Menschengeschlecht und unter sämtliche Rassen des Himmels und der Erde. Groß ist die Trauer um die Toten und um die Opfer. Endlos und gewaltig aber ist die Sühne, die Rache, welche SIE dahinraffen wird.

So bekunde ich also

gegen Sie,
Xeraan,
den größten Brückenbauer,
den selbsternannten Hochpropheten,
den Dämonenbuhler und Besitzer des Splitters der einst Globomong unterwarf,

meinen Hass - die Tränen der Mütter von Ruthor werden bald in Freudentränen und Tränen der Vergeltung umschlagen.

gegen Sie,
Rhazzazor,
den Schwarzen Drachen,
den Träger des Thargunitothhalsbandes,
den Hofnarr der Thargunitoth und Besitzer des Splitters der einst Tjiakool unterwarf,

meine Prophezeiung - Sie werden ihren eigenen Tod wiederfinden und die Zeit ihres Todes wird die Zeit ihrer Qualen sein.

gegen Sie,
Galotta,
den Dämonenkaiser,
den Unnachgiebigen,
den Richter des Blakharaz und Besitzer des Splitters der einst Agrimoth unterwarf,

die Verstoßung, denn wie einst Polberra und der König dich verstießen, werden dich auch deine heutigen Gefährten verstoßen.

gegen Sie,
Dimiona,
die Moghuli von Oron,
die Verführerin,
die Hure von Elburum und Vampira der Dar-Klajid,

die Liebe, denn wer die Gabe der Göttin empfängt wird niemals mehr fähig sein Sie zu benutzen.

Siebenfach verdammt seid ihr im Namen eures Meisters, den Ihr an eure Götzen verkauftet, denn sieben Zacken hatte seine Krone. Sieben Fürsten der Niederhöllen unterwarf er und von sieben Dienern wurde er verraten.

In nomine Societatis scientum 
Im Namen der Bruderschaft der Wissenden 

In nomine communiis severim
Im Namen der Gemeinschaft der Paladine 

In mea nomina
bellum apperimus

"Bekämpfen wir also gemeinsam den gemeinsamen Feind,
uns allen vertraut durch die Lehren Ometheons
und durch die Wirklichkeit."

In Hochachtung vor dem Widerstand
Dratchur Meredin Hazar
Septempaladinus

FORTES FORTUNA IUVAT

von: Johannes Fuss
Erschienen in Opus no. 117 am 19.8.2001.

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