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Der Schwarze Limbus    

20. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Ergänzungen zum Pardonischen Thesenpapier
Reaktion zu Opus no. 116 - den Artikel einsehen...

Mit großem Interesse las ich eure Reaktion auf meine Ausführungen, geschätzter Thorde Asleifson, und auch mit großem Ernst habe ich über eure Einwände nachgedacht.
Doch ohne das von euch erlebte in Zweifel ziehen zu wollen, behaupte ich doch, dass die Schwanentochter Pardona an schöpferischer Macht nicht gleichkommt. Wohl ist sie befähigt Zauber zu wirken, die einem gewöhnlichem Sterblichen für immer verschlossen bleiben, ebenso Unsterblich und von göttlichem Blut. Ich muss auch zugeben, dass ich der Schwanentochter noch nie begegnet bin und meine Informationen nur aus zweiter Hand stammen, doch will ich euch mit einigen Tatsachen konfrontieren. So ist Iloine zweifellos als einzelne zu großen Taten befähigt, kann mit ihrem Charisma schnell fähige Verbündete um sich scharen und ebenso hat ihr Wort bei den Bewohnern der 5. Sphäre Gewicht. Doch fehlt ihr das schöpferische, das Pardona geradezu ausmacht. Hat Iloine je ein Volk nach ihrem Bild geschaffen? Hat sie ganzen Zivilisationen den Todesstoß gegeben, wie es Pardona bei den Hochelfen tat? Hat sie die Machtverhältnisse der 5. Sphäre verschoben?
All das tat sie nicht und wird es wohl auch nie tun. Abschließend gesagt bleibt nur zu sagen, dass beide von großer Macht sind, doch das kann man auch vom König vom Nostria und der Kaiserin des Lieblichen Feldes sagen, ohne sie auf eine Stufe zu stellen.
Was jedoch die alten Drachen betrifft, so liegt die Sachlage gänzlich anders. Ja, ihr habt recht an Macht, an Können, an Fähigkeiten sind sie Pardona überlegen und auch sie sind aus Fleisch und Blut. Deshalb sehe ich mich gezwungen eine meiner beiden feststehenden Behauptungen zu ergänzen. Denn wie ihr selbst sagtet sind die Alten Drachen die Hüter des Kosmischen Gleichgewichts. In diese Aufgabe sind sie eingebunden, in gewisser Weise bindet sie diese Aufgabe und schränkt das ein, was ich "Freien Willen" nennen will. Pyrdacor nahm sich die Freiheit zu tun, was ihm beliebt, und wurde dafür zerschmettert von Farmelor, dem Gemahl der Rondra. Pardona dient zwar dem Namenlosen, doch ist sie im Rahmen ihrer Aufgaben frei nach belieben zu handeln. Wenn also Pardona nicht das mächtigste Wesen aus Fleisch und Blut ist, so doch das Mächtigste, welches das besitzt, was man Handlungsfreiheit nennt. Die Möglichkeit ihr Leben und Handeln nach eigenem Willen zu formen.

Gorgonius von Selem

Erschienen in Opus no. 117 am 19.8.2001 als Reaktion oder Fortsetzung zu Reaktion auf das Spekulative Thesenpapier Pardona betreffend.

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