Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

20. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Diejenigen, die wir als die Gezeichneten kennen, kennen wir nicht wirklich!

Wir wissen über unsere großen Helden, über ihre Leben, ihr Wirken und sogar über ihren Tod gerade einmal soviel, wie man über einen maraskanischen Meuchler erfährt, wenn man sich nach ihm erkundigt - und ebenso gefahrvoll ist die Suche nach dem Wissen um sie. Ist es nicht beschämend, dass so wenige Heldenlieder von denjenigen erzählen, welche unser neues Zeitalter gerettet haben, und dass beinahe keine schriftlichen Aufzeichnungen über deren Lebensdaten existieren!
Jeder und jede von ihnen barg für sich ein Wissen sowie eine Persönlichkeit, die wir kennen lernen sollten, ja sogar müssen. Sie haben in ihren unzähligen Kämpfen gegen den Dämonenmeister oftmals mehr riskiert als ihr Leben, und dabei Dinge aufs Spiel gesetzt und ebensolche ins die Waagschale geworfen, welche äonenalt und unverstanden sind - noch heute. Doch wären sie die leuchtenden Gezeichneten, von den Göttern auserwählt, wenn sie nicht auch uns Wege aufgezeigt und Artefakte hinterlassen hätten, wie man das, was der Dämonenmeister und sie selbst in diesem so ungleichen Kampf hinterlassen haben, bekämpfen und schlussendlich vernichten kann?

Ich fordere daher alle Recken dieses neuen Zeitalters auf: Forscht und sucht nach den Hinterlassenschaften der Gezeichneten! Lernt ihr Leben und die Stätten ihres Wirkens kennen und begreift dadurch, was sie getan haben! Und ihr, Barden, schreibt eure Gedichte und Lieder, auf dass ein vermehrtes Wissen über jene sich verbreite, welche es zweifelsohne durch ihren unermüdlichen Kampf gegen den Sphärenschänder verdient haben.
Wer immer dieses Erbe antritt, wer immer in die Fußspuren der größten Helden unserer Zeit tritt, der begibt sich auf eine mühevolle Suche. Eine Suche, die für das Leben und die Seele gewiss gefährlich ist.
Doch wäre es eine Verschmähung der Historie über eben jene nichts zu wissen und an kommende weiterzureichen, die unser Zeitalter gerettet haben. Und noch mehr: Es wäre gar Frevel, ihre Hinterlassenschaften nicht zu prüfen, auf dass uns Mittel und Wege in die Hände fallen, seine Erben zu bekämpfen und den rechten Weg im neuen Zeitalter zu finden.

Und im Grunde ist das Los der Suchenden das härtere, denn kein göttliches Auge ruht auf ihnen und keine Zeichen unterstützen ihren Weg. Die Sterne leuchten ihnen nicht in dunkelster Nacht und weisen ihnen den Weg und keine Hundertschaft an Leuten, über den ganzen Kontinent verstreut, steht hinter ihnen. Nicht der Ruhm von Helden wird ihnen vorauseilen, nicht das Wort der Mächtigen wird sie schützen und nicht der Dank der Reichen wird ihnen nachfolgen.
Und dennoch muss das, wozu ich aufrufe, getan werden.

adeptus maior Eborëus Zachariad

von: Philipp Schumacher
Erschienen in Opus no. 118 am 26.8.2001.
Zu diesem Artikel erschienen folgende Reaktionen oder Fortsetzungen: Reaktion auf "Diejenigen, die wir als die Gezeichneten kennen, kennen wir nicht wirklich!", Reaktion auf "Diejenigen, die wir als die Gezeichneten kennen, kennen wir nicht wirklich!".

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