Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

21. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
- Artikel hinzufügen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Der Weg des Blutes
Eine Abhandlung über die Verbindung von Leben und Geist

von
Meister Barius von Charypso, Magister der Academia Limbologica

Balsam Salabunde, die gesamte Magica Curativa, eine Kunst, verbreitet und geachtet im gesamten Weltenrund, die Macht eines jeden Magus, die verbotenen Pforten des Lebens zu öffnen, aber auch die wohl schwärzeste Spielart der geistigen Künste, die Magie des Blutes - All diese Wege der Magie haben eines gemeinsam: Sie vereinigen die Macht des Geistes mit der Kraft des Lebens und überwinden deren als unüberwindbar geltende Grenzen.
Die eine Form der Magie wird nun schon solange praktiziert, wie die andere gefürchtet ist, und doch konnte mir bis heute noch niemand erklären, und ich habe viele Diskurse geführt, wie es möglich ist, diese Schranken zu öffnen, worin diese Schranken bestehen, ja was "astrale Energie" und "Kraft des Lebens" überhaupt sind. Daher habe ich mich selbst aufgemacht dies zu ergründen, auch wenn ich fürchte, dass für einen Sterblichen dies gar nicht zu ergründen ist. Der Anfang ist wohl am Beginn zu suchen, am Beginn der phylogenetischen Entwicklung des Menschen, ja vielleicht sogar davor:

Ad Primum - Erstes Kapitel
Leben und Geist - eine Gabe der Göttinnen

Frage jemanden, wer den Menschen, so wie er ist erschafft und jemand wird dir antworten: Es ist TSA, die Göttin des Lebens.
Jedoch ist es wirklich TSA, die dieses Wunder vollbringt, oder besser: Ist es nur TSA? Kommen denn nicht Menschen auf die Welt, denen jegliche Gabe des Verstehens und Denkens - die Eigenschaften die den Menschen vom Tiere unterscheidet - fehlt, auf die Welt? Kommen nicht Kinder auf die Welt, die keinen Schrei tun, nicht die Luft des Lebens atmen?
Beide Fragen lassen nur einen einzigen Schluß zu: Es sind 3 Göttinnen, die den Menschen formen: PERaine, die den Körper im Leib der Mutter bildet und wachsen läßt, TSA, die ihm das Leben einhaucht und HESinde, die ihm die Kraft gibt, zu lernen und zu verstehen.
Nun kommt es aber vor, daß eine der Göttinen ihren Segen verweigert und in all diesen Fällen ist ein normales oder überhaupt ein Leben nicht möglich. Verweigert TSA nun ihre Gabe, so gebärt die Mutter einen leblosen Körper, in dem aber dennoch eine Seele stecken mag, die sodann den leblosen Körper verläßt und als irrer Geist durch Dere streift, oder das Kind wird ein Vampir, selbst ohne Leben und daher gezwungen es von anderen zu stehlen.

Auch PERaine vermag es zu ihre Gabe zurückzuhalten, denn wie viele Paare gibt es, die nur zu oft versuchen ein Kind zu zeugen, doch kein Fleisch entsteht im Körper der Mutter. Und was passiert, wenn HESinde sich verweigert, das wissen wir. Eines bleibt jedoch immer noch zu klären:
Warum sind manche Menschen im Gegensatz zu anderen in der Lage die Magie zu praktizieren. Ist die Magie denn noch eine 4. Gabe, die HESinde nur manchen Auserwählten zukommen lässt? Ich glaube nicht: Zur Klärung dieses Problems offeriere ich hier zwei Lösungsvorschläge: 1. Wenn wir davon ausgehen, dass nicht nur der Mensch, sondern auch zum Beispiel die Zwege von diesen Göttinnen geschaffen werden, so sehen wir, dass auch die Gabe TSA’s, die Kraft des Lebens, nicht gleichmäßig verteilt wird, oder warum sonst lebt der Zwerg um so viele Jahrzehnte länger denn der Mensch. Auf die selbe Weise kommt also auch die Gabe HESindes in verschiedenen Wesen verschieden stark zum Ausdruck. 2. Ein zweiter Ansatz ist folgender: Die Gaben der genannten Göttinnen werden von diesen getrennt verteilt und vereinigen sich sodann im menschlichen Körper. Der Geist wird also an den Körper und auf diese Weise auch an diese Sphäre gebunden und erlangt seine Freiheit erst wieder, wenn der Körper dahingeschieden ist. Könnte es denn nun nicht möglich sein, dass diese 3. Gabe, der Geist, bei manchen Personen nicht vollständig gebunden wird. Bei diesen Personen ist der Geist nicht wie bei anderen im Körper gefangen, er umgibt den selbigen in einer Form, die ich als magische Aura bezeichne. Ja manchen Menschen gelingt es sogar, den Geist für begrenzte Zeit völlig vom Körper zu lösen um mit anderen Seelen in Verbindung zu treten, ja vielleicht sogar, um diese Sphäre oder gar diese Zeit zu verlassen.

 

Ad Secundum - Zweites Kapitel
Blut ist Leben - Der Vampir

von: Daniel Junker
Erschienen in Opus no. 15 am 25.4.1999.
Zu diesem Artikel erschienen folgende Reaktionen oder Fortsetzungen: Leserbrief: Ad Der Weg des Blutes - Eine Abhandlung über die Verbindung von Leben und Geist, Der Weg des Blutes - Teil II.

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels