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Der Schwarze Limbus    

20. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Der Schwarze Meister zu Pulchur

Nunmehr seit 26 n.S.N. (i.e. 1005 BF) haust der Schwarzmagier As'gan Kaerwen aus Dérivaar im "Turm des Blutes" zu Pulchur. Seit seinem Bezug sollen ihm schon mindestens sieben Mädchen, sechs Jungen und fünf junge Frauen zum Opfer gefallen sein, weshalb die borianische Handelsstation bereits vor mehreren Götterläufen eine Belohnung von 400 Brabaker Golddukaten auf den Magus aussetzte.

Als Kind soll As'gan ziemlich wissbegierig und blass gewesen sein und einem mit den Eltern befreundeten Anatom ungebrochen Gesellschaft geleistet haben, bis dieser auf mysteriöse Art und Weise sein Leben beendete. Weiter wird von ihm berichtet, dass er ein großer Tierfreund gewesen wäre und sich die wilden Tiere geradezu magisch von ihm angezogen gefühlt hätten. Eine damals noch recht junge Frau erinnert sich daran, dass er, wenn er sich allein mit den Tieren im Wald befand, mit glockenklarer Stimme gesungen habe, so als sei er ein rechter Alveraniar.
Seine Eltern selbst waren als Kräuterkundige weit über ihren Heimatort an der Südküste von Lárus im Herzen des Königreiches Brabak hinaus bekannt gewesen und sollen mit dem jungen As'gan sehr streng gewesen sein.
Eines Tages brach As'gan unvermutet von zu Hause auf, wobei das Haus seiner Eltern mitsamt seinen Bewohnern von niederhöllischen Flammen verzehrt wurde.
Als Kaerwen nach Pulchur kam, muss er etwa 30 Götterläufe gezählt haben - über die Zwischenzeit ist nichts bekannt.
Aus Furcht der weiß gewandete Magier mit seinem schwarzen Umhang könne erneut Dämonen herbeirufen, um Aufständische niederzuschmettern wie es bereits zweifach geschehen war, wurden die abergläubischen Pulcjurai dazu veranlasst, ihm täglich frisches Wasser und Nahrung vor die Stufen seines Turmes zu bringen, meiden sie den Turm doch sonst wie den Hexenhügel des Bauern Síblis in Borian.
Das ehemalige Oberhaupt der borianischen Schwarzakademie, Ew. Spektabilität Cyraquon Ni Lashar, wähnte As'gan im Pakt mit einer erzdämonischen Entität, die er als Herrin der dämonischen Scharen umschrieb.
Gewiß ist, dass As'gan seinen Turm nur einmal im Mond in der Phase des Kelches verlasse, wo er angeblich in den versunkenen Ruinen der alten Dalvano-Burg seinem dämonischen Herrn ein Blutopfer darbringe. Ebenso gewiss scheint zu sein, dass As'gan in den vergangenen Götterläufen ausgiebige Studien der echsischen Sprache getätigt habe. So soll man ihn auch des Nachts echsische Invokationen rufend an einem seiner Turmfenster gesehen haben.
Weitergehende Hinweise und Informationen, die zur Ergreifung des Finsterlings oder auch zu einem besseren Verständnis seiner Person führen könnten, sind jederzeit herzlich willkommen und werden entsprechend entlohnt.

Bandur Boronia, Reichsrat zu Borian

Erschienen in Opus no. 137 am 6.1.2002.

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