Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

20. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Aus dem Königreich der Tiere

erzählt von Colverus vom Berge, Bänkelsänger aus dem Lieblichen Felde

„Nun, ich will euch heute eine Geschichte erzählen, die uns tief in den Wald führt, eine Geschichte von der kleinen Koschammerprinzessin und ihrem schweren Leben. Nun, wollt ihr sie hören? Die Geschichte stammt von unserem Bruderreich, dem wir uns doch so vertraut fühlen, sie kommt aus dem bunten Mittelreich, besser noch, direkt aus der ‚Kaiser’stadt Gareth, dort, wo sogar schon die höchsten Regenten wunderbare Geschichten erzählen, die die Mittelreicher nur nicht verstehen und wir können uns köstlich darüber amüsieren...
Nun, hört mir zu: “
Mit einem Anschlag auf der Laute beginnt der Bänkelsänger sein halb gesungenes, halb gesprochenes Werk:
„Es war vor nicht all zu langer Zeit, da stand der Mensch für Krieg bereit, gegen stehend Tote und Dämon, ging man mit dem Schwerte schon! - Nur im Wald nah Gareth, da herrschte Ruhe! Der König, ein stolzer Adler, und seine Gattin, eine Habichtsdame, hatten Zwillinge geboren, die kleine Koschammerprinzessin und ihre Schwester. ‚Wie lieblich sie sind’ meinten viele der Waldtiere, ‚die eine wie der Vater und die andere eher wie die Mutter’ hörte man auch viele sagen. Und nicht ein halbes Jahr ward verstrichen, da wurden die Kleinen flügge und begannen, ihre ersten Balgereien in der Luft. Doch auch die Tiere hatten Krieg, er begann zwar spät, doch dafür umso heftiger. Also scharte der Adler alle Tiere um sich, die kämpfen konnten, und gemeinsam zogen sie aus, um die grausamen schwarzen Schattentiere, die den Wald bedrohten, dahin zu metzeln. So wäre das keine schlechte Idee des Adlers gewesen, vielleicht sogar eine Idee aus einem Muss, jedoch starb der arme Adler und der Thron war leer. Sofort sagte die Habichtsdame ‚Nein, ich bin nicht eure Königin, ich will euch regieren, solange bis meine Tochter euch eine Anführerin sein will!’ Und so regierte die Habichtsdame und die kleine Koschammerprinzessin und ihre Schwester wurden älter und als die Zeit gekommen war, rief die Habichtsdame laut ‚Meine Tochter wird euch nun regieren, Stück für Stück des Waldes wird sie zu ehren beginnen und bald wird sie über alles herrschen!’ und als das geschehen war, als die kleine Koschammerprinzessin Herrscherin aller Teile des Waldes war, da wurde sie und ihre Schwester nie mehr gesehen, und so setze sich doch die Habichtsdame auf den Thron, irgendwie schwerfälliger als sonst, hatte sie doch irgendwie einen dicken Bauch in letzter Zeit...“

von: Philipp Radi
Erschienen in Opus no. 141 am 3.2.2002.

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