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Der Schwarze Limbus    

21. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Einbrecher in Baburin

Manchmal finden an Magierakademien des Nachts recht unplanmäßige Ereignisse außerhalb des Stundenplans statt. So mag der geneigte Leser sich zu Gemüte führen, was sich jüngst an der Hohen Akademie des Lebens zu Baburin ereignete:

Eines Nachts wird der Eleve Dagain plötzlich wach, ohne sich erklären zu können, warum. Zunächst liegt er still in seinem Bett und überlegt, was ihn geweckt haben könnte, sicherlich war es ein ungewöhnliches Geräusch. Dann hört er es wieder, eine Art Schaben, das er sich nicht erklären kann. Das Geräusch scheint von außerhalb des Gebäudes aus dem Bereich des Innenhofs zu kommen. Dagain steht leise auf und geht zum Fenster. Die ruhigen Atemzüge seiner Zimmergenossen zeigen ihm, dass Trodan, Yakorion und Hesindian wohl nichts gehört haben, sondern tief und fest schlafen. Als Dagain einen Blick aus dem Fenster wirft, stellt er fest, dass es noch mitten in der Nacht sein muss. Der Mond kommt nur wenig zum Vorschein, er ist hauptsächlich von Wolken verdeckt, doch bald haben sich Dagains Augen an die Dunkelheit gewöhnt.
Er blickt zur Mitte der Akademie, in der sich der runde Turm erhebt, kann jedoch nichts erblicken. Da hört er wieder ein leises Geräusch, wie das Reiben von Metall auf Stein. Es kommt aus Richtung der Außenmauer. Dagain stellt sich schräg zum Fenster, um bis zur Außenmauer sehen zu können. Zunächst fällt ihm nichts auf, doch dann sieht er schemenhafte Bewegungen im Bereich des Innenhofs noch im Schatten der Mauer. Dort befinden sich zwei Personen, die Dagain nur schemenhaft wahrnehmen kann. Ihrer Gestalt und ihren Bewegungen nach müssen es jedoch Erwachsene sein.
Dagain versucht vom Fenster aus durch leises Rufen Hesindian, Trodan und Yakorion zu wecken, um mit einem Auge weiterhin einen Blick auf den Innenhof haben zu können. Nach einiger Zeit regen sich die beiden auch.
Als diese wach geworden sind und Dagain ihnen mitgeteilt hat, dass er auf dem Hof zwei Gestalten bemerkt hat, tritt auch Hesindian zu ihm ans Fenster und wirft einen Blick hinaus. Er sieht nun ebenfalls die Gestalten, die sich, sich immer wieder umblickend, weiter Richtung Mitte des Innenhofs bewegen, allerdings recht nah an der gegenüberliegenden Häuserwand bleiben.
Hesindian will schon das Fenster aufreißen und hinausschreien: "Wer da, stop!", als Dagain dies bemerkt und ihn davon abhält.
Dagain und Hesindian sehen sich nun ein wenig ratlos an, bis Dagain vorschlägt, doch hinunterzugehen und nachzusehen. Yakorion äußert die Ansicht, dass es sich bei den beiden Erwachsenen um Einbrecher handeln muss, da die Magister wohl kaum so über den Hof schleichen würden und stimmt Dagains Vorschlag, doch hinunterzugehen und nachzusehen, zu.
So begeben sich die vier Eleven leise aus ihrem Zimmer auf den Gang und schleichen, doch ziemlich nervös, zur Außentür. Auf dem dunklen Gang bittet Dagain Trodan dann, doch Licht zu zaubern. "Ich soll Licht zaubern?", fragt Trodan Dagain mit leicht zweifelnder Stimme. "Na gut, ich hoffe es klappt." Trodan versucht, in sich zu gehen und sich auf die Formel zu besinnen, die er sich versucht hat einzuprägen.
Da taucht er auch schon ein in diese merkwürdige Welt aus astralen Linien, und er versucht, diese zu sortieren. Langsam fängt er an zu schwitzen, ein Kopfschmerz macht sich breit. Nur mühsam gelingt es ihm, die Konzentration zu wahren. Dann stupst Dagain ihn an, um ihm etwas zu zeigen und in diesem Moment kann Trodan die Konzentration nicht halten.
In einem Blitz entfahren die Kraftlinien seiner Kontrolle. Entsetzt blickt er Dagain an, hat er nur selbst den Blitz gesehen, als er die Kontrolle verloren hat, oder konnten ihn alle sehen und er hat sie so verraten?
Die anderen haben dies nicht groß mitbekommen. Sie sahen nur, dass Trodan sich augenscheinlich konzentrierte, was ihnen irgendwann zu langweilig wurde. In dem Moment, als Dagain ihn anstupste, wurde es kurz hell im Treppenhaus, wie ein kleiner Blitz, bevor es wieder um sie dunkel wurde.
Als sich die Eleven umblicken, sehen sie ihre Schatten an der Wand leicht tanzen, und das ein oder andere Mal scheint es ihnen, als wäre das dort nicht nur ihr Schatten, sondern eher der eines Verfolgers, so dass sie immer wieder unruhig hin und her blicken.
Dagain, nun doch von seiner Neugier gepackt, schreitet noch am mutigsten voran und erreicht als erster die Außentür, vor der sie anhalten, um sich noch einmal kurz zu beraten, bevor sie hinausgehen. In ihrer Nähe befinden sich keine Fenster, so dass sie nicht sehen können, wo die Gestalten sich nun befinden. Yakorion schlägt vor, sich in Zweiergruppen aufzuteilen (Yakorion und Trodan, Dagain und Hesindian) und kurz hintereinander in verschiedene Richtungen "auszuschwärmen", damit nicht alle gleichzeitig erwischt werden können. Sein Vorschlag ist es, mit Trodan Richtung Gästehaus zu schleichen, während Dagain und Hesindian Richtung Sporthalle gehen. Hesindian soll die Türe vorsichtig für Yakorion und Trodan öffnen und dann mit Dagain kurz warten, während sie beide draußen um die Ecken spähen. Eine der beiden Gruppen muss die Eindringlinge ja finden, ansonsten treffen sie sich automatisch am Haus der Lehrmeister, um ihr weiteres Vorgehen zu planen.
Nun stehen sie vor der Tür und haben wohl nicht mehr die Wahl, wenn sie tatsächlich ergründen wollen, wer da zu nächtlicher Stunde draußen herumschleicht, müssen sie sich wohl hinauswagen.
Wie sie es vorher abgesprochen hatten, versucht Hesindian leise die Tür zu öffnen, damit Trodan und Yakorion als erste hinauskönnen. Als Hesindian vorsichtig die Klinke herunterdrückt, halten die anderen fast die Luft an und beten inständig, dass die Klinke nicht quietschen möge - und tatsächlich gelingt es Hesindian, die Tür ohne den geringsten Laut gerade so weit zu öffnen, dass Trodan und Yakorion hindurchschlüpfen können. Trodan, der als zweiter durch die Tür schlüpft, berührt diese jedoch mit seinem Arm, was ein dumpfes Geräusch verursacht. Entsetzt bleiben Trodan und Yakorion sofort wieder stehen, um zu lauschen, doch sie hören nichts weiter. Die Gestalten scheinen wohl bereits zu weit weg zu sein, um sie noch zu hören. So schleichen die beiden schnell weiter Richtung Gästehaus. Als Yakorion nach einigen Metern auf einen trockenen Ast tritt, der vernehmlich knackt, halten sie wieder den Atem an, doch auch diesmal scheint ihnen das Glück hold zu sein. Sie bemerken keine verdächtigen Geräusche. So schleichen die beiden weiter an der Mauer des Hauses mit den Laboren und Bibliotheken der Lehrmeister entlang, aufs Gästehaus zu, sich immer im Schatten der Mauer haltend und vorsichtig um sich spähend.
Dieser Vorsprung sollte reichen, denken sich Dagain und Hesindian und machen sich auch auf den Weg. Geschmeidig schlüpft Hesindian durch die Tür hindurch, um mit Dagain wie vereinbart in Richtung der Sporthalle zu schleichen. Dagain, der hinter Hesindian durch die Tür schlüpfen wollte, stößt jedoch gegen diese, was wieder ein Geräusch verursacht. Schnell bleiben sie stehen und lauschen, doch auch dieses Geräusch scheint niemand wahrgenommen zu haben. Doch, Trodan und Yakorion haben sich umgedreht, aber als sie wieder nach vorne schauen und weiterschleichen, machen auch Dagain und Hesindian sich wieder auf den Weg. Leise schleichen sie Richtung Sporthalle und von dort aus weiter um den Hof herum, Trodan und Yakorion entgegen, denen sie zwangläufig wieder irgendwo begegnen müssen.
Immer wieder werden sie durch tanzende Schatten erschreckt, die jedoch jedes Mal ihre eigenen sind, die immer wieder an anderen, unerwarteten, Stellen auftauchen.

Als Yakorion und Trodan gerade in den Schatten des Gästehauses herüberhuschen wollen, bemerken sie aus den Augenwinkeln eine Bewegung und verharren schnell wieder hinter der Ecke, im Schutz des Hauses. Als sie genauer hinsehen, merken sie es wieder: Zwar auch im Schatten, nämlich in dem des großen Turmes, aber doch ganz schwach sichtbar, sehen sie die beiden Gestalten. Es handelt sich eindeutig um Erwachsene, und sie machen sich augenscheinlich an der Eingangstür des Turmes zu schaffen.
Inständig hoffen Yakorion und Trodan, dass sie sich nicht umblicken, denn auch sie sind zwar im Schatten eines Hauses, jedoch nicht sicher, ob aufmerksame Beobachter sie nicht trotzdem bemerken.
Trodan schlägt vor, dass sich jeder mit einigen Steinen bewaffnen sollte, um dann zu versuchen, sich näher anzuschleichen. Wenn man dann in Wurfweite ist, möchte er den, wie er hofft, völlig überraschten Gegner mit Steinwürfen außer Gefecht setzen. Um den Gegner dann auf eine falsche Fährte zu locken, kann man, wenn er sich nach dem Urheber des Angriffs umschaut, noch einen Stein in eine andere Richtung werfen, so dass die Einbrecher vermeinen, dass Geräusch käme von dort.
Yakorion ist mit diesem Vorschlag einverstanden. So schleichen beide leise und vorsichtig bis zu den Beeten, um dort einige Steine einzusammeln. Mit mehreren Steinen bewaffnet machen sie sich dann wieder auf den Weg zur Häuserecke, diesmal jedoch zu der des Gästehauses, da diese zum einen näher an der Tür des Turmes ist und sie dort zum anderen vor den Blicken der Eindringlinge versteckt sind. Vorsichtig lugen sie um die Ecke und stellen fest, dass die beiden Gestalten immer noch an der Tür stehen, der eine wartend, der andere das Schlüsselloch bearbeitend. Yakorion und Trodan sind sich nun sicher, dass die beiden versuchen, in den Turm einzudringen.
Trodan schlägt vor, die Steine genau auf die andere Seite der Tür zu werfen, also zu der Seite, an der er und Yakorion sich nicht versteckt haben. Das sollte die beiden Einbrecher verwirren, sie sollten dorthin gehen. Während sie das tun, möchte sich Trodan um den Turm herumschleichen, dann sollen beide ganz laut schreien, was sicherlich auch verwirrend ist, da es von zwei Seiten kommt. Na ja, und dann fällt Trodan nur noch die Flucht ein, aber so könnte man die Einbrecher wenigstens vom Turm fernhalten und Zeit gewinnen. Er hofft, dass dann schon ein Magister eingreifen wird.

Mittlerweile sind Dagain und Hesindian am Haus der Lehrmeister angekommen, doch von den Gestalten oder von Yakorion und Trodan haben sie noch immer keine Spur entdeckt.
Etwas zögernd bleiben sie stehen und überlegen, ob sie einfach weiterschleichen oder ein wenig warten sollen. Aber entkommen können ihnen die Gestalten ja nicht sein. So lauschen sie noch einmal, bevor sie dann entschlossen weiterziehen.

Trodan und Yakorion verbergen sich derweil so gut es geht hinter der Häuserecke, versuchen jedoch gleichzeitig, sich in eine Position zu bringen, in der sie die Einbrecher auch erfolgreich bewerfen können. Als ihnen dieses gelungen ist, nicken sie sich zu und auf dieses Zeichen hin starten sie die Attacke. Unversehens fliegen die ersten beiden Steine auf die Gestalten zu, die noch immer nichts ahnend die Tür des Turmes bearbeiten.
Trodan befand sich in keiner besonders guten Position für seinen Wurf, vielleicht war es aber auch Nervosität, jedenfalls trifft sein Stein keine der Gestalten, sondern landet ungefähr einen halben Schritt entfernt von der einen Gestalt auf dem Boden. Gleichzeitig trifft Yakorions Stein die andere Gestalt. Sofort hören diese auf, sich mit der Tür zu beschäftigen und sehen sich um. In diesem Augenblick kommt auch der Mond hinter einer Wolke hervor und beleuchtet die beiden Gestalten. Viel ist von ihnen jedoch nicht zu sehen. Es handelt sich eindeutig um erwachsene Männer, doch haben diese sich in dunkle Kleidung gehüllt und tragen Hüte, weshalb ihre Gesichter nicht zu erkennen sind.
Yakorion und Trodan drücken sich noch etwas enger an die Häuserwand, um selbst nicht gesehen zu werden, als sie eilige Schritte hören. Ein Blick aus ihrem Versteck offenbart ihnen, dass die Gestalten die Beine in die Hand genommen haben und fliehen. Sie laufen von der Richtung weg, aus der die Steine kamen, und damit auf das Haus der Lehrmeister zu.
Als Yakorion und Trodan daran denken, dass sie wohl spätestens dort Dagain und Hesindian in die Arme laufen werden, können sie ein Grinsen nicht unterdrücken.
Yakorion grinst über beide Ohren und schlägt Trodan vor, jetzt etwas Spektakel auf dem Hof zu machen. Wenn die Einbrecher schon wegen zweier Steine zum Haus der Lehrmeister fliehen, dann würde ein bisschen Geschrei von hinten ihnen förmlich Flügel verleihen und sie in die Arme von Dagain, Hesindian und den Magistern treiben. Allerdings will er ihnen nicht direkt auf dem Fuß folgen, da er aus leidvoller Erfahrung weiß, wie eine in die Enge getriebene Ratte reagiert...
Bei der Verfolgung der beiden Einbrecher machen Yakorion und Trodan wie vereinbart etwas Spektakel auf dem Hof. Dabei bleiben sie jedoch vorsichtig etwas zurück, um den Einbrechern nicht zu nahe zu kommen. Als sie ein wenig inne halten, um zu lauschen, hören sie, wie die Einbrecher ihre Schritte offensichtlich noch mehr zu beschleunigen versuchen. Bald müssen sie Dagain und Hesindian erreicht haben...

Dagain und Hesindian haben derweil plötzlich ein lautes Geräusch gehört, sie bleiben stehen und lauschen. Es hörte sich an wie ein Stein, der auf den Boden aufschlug. Noch ehe sie dazu weitere Überlegungen anstellen können, hören sie schon wieder Geräusche - diesmal Schritte, die schnell auf sie zukommen. So wie es sich anhört, sind es die Schritte von zwei Personen, die wohl auf sie zulaufen. Blitzschnell reagieren Dagain und Hesindian und drücken sich an die Hauswand, als sich die Schritte immer mehr nähern und hoffen, so gut genug versteckt zu sein. Einige Sekunden später sehen sie, wie die beiden Gestalten, ohne irgendeine Notiz von ihnen zu nehmen, an ihnen vorbeilaufen und weiterlaufen, am Haus der Lehrmeister vorbei, schnellen Schrittes. Von hinter ihnen ertönt lauter Krach und sie scheinen vor irgend etwas zu fliehen.

Die Befürchtung Trodans, dass Hesindian und Dagain nicht dort sind, wo er sie eigentlich vermutet, verdichtet sich langsam, als er mit Yakorion schon die Ecke des Hauses der Lehrmeister sehen kann und die Einbrecher diese bereits erreicht haben, ohne dass den Eleven etwas besonderes aufgefallen wäre. Entweder sind Hesindian und Dagain noch etwas anderem begegnet, was sie aufgehalten hat oder sie halten sich (noch) versteckt oder aber sie haben sich doch aus dem Staub gemacht, wobei die beiden letzteres eigentlich nicht so recht glauben wollen. Allerdings müsste ihr Krach auch langsam ein Ergebnis zeigen, sicherlich sind zumindest einige Magister davon wach geworden, vielleicht sogar noch einige Schüler.
Fraglich ist allerdings, ob auch jemand davon rechtzeitig auf der Bildfläche erscheinen wird...
Trodan und Yakorion schleichen weiter.

Dagain und Hesindian stehen noch wie versteinert da, als sie wiederum einige Sekunden später Yakorion und Trodan vorsichtig auf sich zukommen sehen. Sie sind diejenigen, die den Krach erzeugen und sind den beiden Gestalten wohl mit einigem Abstand gefolgt.
Da bemerken Trodan und Yakorion auch Hesindian und Dagain, die gerade ein wenig aus dem Schatten des Turmes heraustreten. Dort hatten sie sich wohl offensichtlich versteckt gehalten, als die Einbrecher auf sie zukamen. Diese wiederum entfernen sich noch weiter und laufen langsam auf die Außenmauer der Akademie zu, wohl in der offenkundigen Absicht zu fliehen.
Als sich die vier Eleven umblicken, sehen sie Jago den Koch (im Lendenschurz mit Axt in der Hand) und den Adepten Travidan (im Nachtgewand mit dem Stab in der Hand) auf den Hof stürzen, die wohl augenscheinlich durch den Lärm geweckt worden sind. Yakorion ruft Hesindian und Dagain zu, die Einbrecher zu verfolgen. Hesindian beginnt daraufhin, hinter Trodan, der laut schreiend die beiden Gestalten verfolgt, herzulaufen, die weiter Richtung Sporthalle laufen. In der Zwischenzeit ist auch Aliria Morgentau, nur in einem Lendentuch, einem leichten Obergewand, Schuhen und einem Schwert sowie Gürtel, aus dem Gästehaus auf den Hof getreten. Sie wurde wohl ebenfalls durch den Lärm geweckt. Außerdem kommt nun auch die Novizin Aysun über den Hof, die vermutlich von dem Lärm ebenfalls geweckt wurde. Jago spurtet derweil los, um die beiden Gestalten aufzuhalten, während Travidan und Aliria zunächst einmal abwartend stehen bleiben.
Weiterhin ist inzwischen auch Magistra vaan Casscaro aus dem Haus der Lehrmeister auf den Hof getreten, in einem schwarzen Umhang und mit gezogenem Rapier.
Plötzlich erfasst alle Anwesenden ein beklemmendes Gefühl der Furcht.
Hesindian, der begonnen hatte, die beiden Gestalten zu verfolgen, bleibt wie angewurzelt stehen, ebenso Trodan.
Während die Welle des Grauens über den Hof rollt, bietet sich dort folgendes Bild: Auch Magus Talaiama ist nun aus dem Gästehaus auf den Hof getreten, wohl ebenfalls durch den Lärm geweckt, und verschafft sich mit einem kurzen Blick in die Runde eine Überblick über die Geschehnisse.
In diesem Augenblick hört man Magistra vaan Casscaro die Befehle "Ergreift sie! Gelände sondyren und sichern!" in die Runde rufen. Sofort darauf sieht man den kleinen geflügelten Drachen der Magistra auch schon losflattern.
Einige Lidschläge später ist die Magistra plötzlich vor den Augen der Anwesenden verschwunden, als hätte sie sich in Luft aufgelöst.
Magus Talaiama steht weiterhin auf seinem Platz vor dem Gästehaus, still, er scheint sich auf einen Zauber zu konzentrieren.
Der Koch Jago rennt weiter auf die Einbrecher zu und nähert sich Yakorion, der sie verfolgt, immer mehr, da er aufgrund seiner Größe schneller als er laufen kann. Trotzdem scheint es, als ob der Koch noch schneller läuft, als er es eigentlich können dürfte, es sieht ganz so aus, als habe jemand einen Axxeleratus auf ihn gesprochen.
Aysun ist mittlerweile beim Adepten Travidan Fuxfell angekommen und spricht ihn an, dann läuft sie jedoch hinter Jago her. Der Abstand wird allerdings immer größer, da sie bei weitem nicht so schnell wie Jago ist.
Hesindian hat mit Aufkommen der Welle des Grauens den Rückzug angetreten. Er geht langsam zurück in Richtung des Unterrichtshauses. Dagain steht nach wie vor am Turm.
Die Einbrecher befinden sich mittlerweile zwischen dem Haus der Lehrmeister und der magischen Trainingshalle noch rund einen Schritt von der Außenmauer entfernt. Sie werfen immer wieder Blicke zurück und suchen wohl einen Ausweg aus der Situation.
Yakorion ist noch rund anderthalb Schritt hinter den Einbrechern, Trodan ist ca. 3 Schritt von ihnen entfernt stehen geblieben.
Jago ist gerade an Trodan vorbei gerannt und wird gleich bei Yakorion sein.
Travidan steht nach wie vor am Gästehaus und sieht sich konzentriert um. Aus den Händen von Magus Talaiama neben ihm steigt plötzlich ein Feuerball und bewegt sich unaufhaltsam auf die Einbrecher und ihre Verfolger zu.
Langsam bewegt Magus Talaiama sich Richtung Mitte des Hofes, um den Ball mit den Augen genau verfolgen zu können, erst als er die Einbrecher im Blickfeld hat, bleibt er stehen.
Der Feuerball schwebt derweil weiter und weicht Aysun und Jago geschickt aus. Bald hat er Yakorion erreicht, dem er ebenfalls ausweicht.
Trodan erkennt die Gefährlichkeit des Feuerballs und tritt schnell den Rückzug an, um hinter einer Häuserecke Schutz zu suchen.
Der Feuerball hat die beiden Einbrecher dann erreicht, die starr vor Schreck stehen geblieben sind. Magus Talaiama schreit: "Alle in Deckung!" Der Feuerball befindet sich genau zwischen den beiden Einbrechern, als man plötzlich Magistra vaan Casscaro zwischen den Einbrechern und der Außenmauer aus dem Nichts auftauchen sieht. Das nächste, was mitzubekommen ist, ist, dass der Feuerball explodiert.
Jago und Travidan hören von hinter sich die Stimme von Magus Talaiama rufen: "Ergreift sie endlich!" Als sie sich jedoch umblicken, ist der Magus nirgendwo zu sehen. Fast im gleichen Augenblick, in dem Jago bei der Magistra ankommt, taucht auch aus der Luft Magus Talaiama vor ihm auf. Dieser beugt sich mit Jago über die Magistra und die beiden stellen fest, dass der Feuerball sie doch ganz schön erwischt hat. Deshalb spricht der Magus direkt einen Balsam auf sie. Die beiden Einbrecher liegen im Augenblick noch ein wenig benommen auf dem Boden und sind auch stark angekohlt.
Nach dem Balsam von Magus Talaiama sieht man jedoch deutlich, wie die Magistra sich erholt, bald sind nur noch einige leichte Brandblasen zu sehen. Jago wendet sich daraufhin den Einbrechern zu, und Travidan stellt fest, dass ein weiterer Balsam nicht mehr nötig ist.
Die Einbrecher wälzen sich auf dem Boden und haben es langsam geschafft, das Feuer an ihrer Kleidung dadurch zu ersticken. Als sie sich jedoch direkt drei Magiern und einer weiteren bewaffneten Person (Jago) gegenüber sehen, ziehen sie es vor, auch weiterhin liegen zu bleiben.
Nachdem sich der Rauch des Feuerballs verzogen hat, läuft Trodan mit Yakorion in Richtung der Magistra. Währenddessen sehen die beiden etwas vor sich Aysun und Aliria, die ebenfalls dorthin laufen. Dort angekommen finden sie die Magistra am Boden sitzend und langsam wieder zu sich kommend. Sie hat nur einige Abschürfungen und kleine Brandblasen. Die Hinzukommenden können erahnen, dass sie bereits von dem neben ihr stehenden Magus Talaiama geheilt wurde, denn der Feuerball muss sie mehr erwischt haben, als die kleinen Blessuren das zeigen. Auch Adept Fuxfell steht bei der Magistra.
Nicht weit von ihnen liegen die beiden Einbrecher, denen der Feuerball offensichtlich nicht so gut bekommen ist. Ihre Kleidung ist stark verkohlt und auch auf der Haut haben sie ziemliche Brandverletzungen.
Imposant steht Jago mit seiner Axt neben ihnen. Wahrscheinlich ist er der Grund, dass sie einfach liegen bleiben und alle weiteren Fluchtversuche offensichtlich aufgegeben haben.
Aysun, die inzwischen auch dort angekommen ist, versucht der Magistra aufzuhelfen und kann sich einige stolze Blicke auf ihren Helden Jago nicht verkneifen. Gerade will sie den Mund aufmachen, um nachzufragen, was denn hier passiert sei und wer denn diese Männer seien, besinnt sich dann aber eines besseren und hält zunächst abwartend den Mund.
Die Magistra kommt langsam wieder zu sich. Sie erkundigt sich nach den Geschehnissen: "Was war passiert? Wer warf den Feuerball? Wer hat sie geheilt? Was wollten diese Schurken in der Akademie?"
Magus Talaiama geht auf ihre Fragen ein: "Ich kann Euch da wohl ein wenig behilflich sein. Nun ja, den Ignisphaero habt ihr wohl mir zu verdanken. Ich habe damit die Einbrecher aufgehalten und konnte natürlich nicht wissen, dass ihr Euch genau zu dem Zeitpunkt der Explosion dort hinteleportiert. Habt ihr meine Warnung nicht gehört?
Nun ja, geheilt habe ich euch natürlich mit einem Balsam, schließlich hattet ihr mir den entsprechenden Schaden auch zu verdanken. Ich möchte ja nicht, dass ihr einen bleibenden Schaden zurückbehaltet. Die Schurken sind auch überwältigt, so dass ihr sie wohl bald befragen könnt... Kann ich noch etwas für euch tun?"

Yakorion schlägt nun vor, besser wieder ins Bett zu verschwinden, bevor die Erwachsenen sie bemerken und es Ärger gibt.
Daraufhin machen sich auch Trodan und Yakorion hinter Dagain und Hesindian her auf den Weg ins Bett.
Magistra vaan Casscaro entschuldigt sich bei Magus Talaiama für ihr ungestümes Verhalten bei den Vorfällen, dass sie seine Warnung überhören ließ. Außerdem bedankt sie sich bei ihm für seine schnelle Hilfe und erklärt, dass sie ihm einen Gefallen schulde.
Dann bricht wieder die befehlsgewohnte Hauptfrau durch:
Zunächst sorgt sie dafür, dass die beiden Gefangenen getrennt und an Händen und Füßen gefesselt werden. Dabei achtet sie darauf, dass die Fesseln fest sitzen und unbequem sind, so dass sie nach einiger Zeit schmerzen. Die Festgenommenen werden geknebelt und ihnen werden die Augen verbunden.
Anschließend verfrachtet sie jeden Gefangenen in einen kalten und feuchten Keller und lässt sie dort mehrere Tage schmoren.

Am nächsten Morgen wird eine Vollversammlung in der großen Aula einberufen.
In der Vollversammlung berichtet der Akademieleiter, dass zwei Leute versucht hatten, in der vorherigen Nacht in die Akademie einzubrechen, aber dingfest gemacht werden konnten. Nach einer Ermahnung, dass Schüler mitten in der Nacht eigentlich in ihrem Betten zu liegen hätten, lobt er dann aber doch die Eleven Dagain, Yakorion, Trodan und Hesindian. Sie seien durch ein von den Einbrechern verursachtes Geräusch geweckt worden und hatten, als sie die Einbrecher bemerkten, Lärm geschlagen, so dass auch andere Akademiebewohner wach wurden und mithelfen konnten, die Einbrecher zu stellen.

Erschienen in Opus no. 175 am 17.11.2002.

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