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Der Schwarze Limbus    

21. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Das Haidamal,
der tulamidische Schattenkampf oder Schattentanz

Wie der Gottgefällige Geist und Körper stärkt durch Gebet und Kampf, Rastullah zum Wohlgefallen und sich selbst zum Frommen, gemäß der Forderung des 77. Gesetztes, wo es heißt:
"Der Gottgefällige stärkt Geist und Körper durch Gebet und Kampf."

Gedenkschrift von Sarhidi el Sardanap
im Jahre 67 nach dem Erscheinen des Einen

"... und so dient dies nicht lediglich der Stählung des Körpers, sondern durchaus auch der des Geistes und der Gottverbundenheit. Gerade daher wird vom gottesfürchtigen Krieger erwartet, daß er ihn [den Schattenkampf] so oft wie möglich ausführe, mindestens aber einmal während eines Gottesnamens, außer er befindet sich im Kriege, um das Reich der Rechtgläubigen zu vergrößern. In diesem Falle bereite er sich auf den Krieg vor, indem er an allen Tagen eines Gottesnamens, außer am achten, den Schattenkampf übe."

"... bekommt der Rechtgläubige durch ihn sowohl Einblick in die rechte Führung der Waffe, so er einen Kunchomer oder gar einen doppelten überhaupt zu führen vermag, als auch das wahre Wissen über religiöse oder moralische Zweifel."

"... und soll der erfahrene Kämpfer nun auch an jedem neunten Tag der 27 erlaubten Griffe beim Ringkampf gedenken, welche er in seine Übungen zur Ertüchtigung einbauen möge, auf daß ihm niemals..."

"Die achtzehn diamantenen Regeln:

  1. Der Krieger ziehe sich zurück von allen Menschen und suche einen Platz auf, wo er einsam ist und nicht gesehen werden kann, wenn er den Schattenkampf übt.
  2. Der Krieger verlasse sein Zelt und übe den Schattenkampf im Freien, und zwar vor Aufgang der Sonne oder nachdem sie untergegangen ist.
  3. Der Krieger wende den Kopf zur Seite und gehe seiner Wege, wenn er einen anderen sieht, der den Schattenkampf übt.
  4. Der Krieger mißbrauche den Schattenkampf niemals zur Einschüchterung anderer, seien es auch Feinde des Einen und Wahren.
  5. Der Krieger halte am achten Tage die rastullahgegebene Ruhe, indem er auf die Ausübung des Schattenkampfes verzichte.
  6. Der Krieger verfolge gnadenlos jeden, der ihn in der Ausübung des Schattenkampfes gesehen oder gestört hat und er stelle ihn zur Rede.
  7. Der Krieger entledige sich, bis auf den Schurz, aller Gewänder, die den Körper beengen, wenn er den Schattenkampf übt.
  8. Der Krieger reinige seinen Körper mit Wasser, bevor er sich anschickt den Schattenkampf zu üben; dann übe er so lange, bis das Wasser getrocknet und er wieder in Schweiß geraten ist. Danach reinige er seinen Körper abermals.
  9. Der Krieger befreie sein Herz von Zorn und Grimm, wenn er sich anschickt, den Schattenkampf zu üben, und sein Geist soll frei sein von schweifenden Gedanken.
  10. Der Krieger weihe niemals eine Frau, gläubig oder ungläubig, in die Geheimnisse des Schattenkampfes ein, noch gebe er dieses Schriftstück in die Hände einer solchen.
  11. Der Krieger verfolge und vernichte jenen, der ihm oder einem anderen beim Schattenkampf zugesehen und versucht hat das Geheimnis weiterzuerzählen oder den Schattenkampf selbst gar nachzuahmen.
  12. Der Krieger betreibe den Schattenkampf niemals zur Ergötzung anderer, oder um mit seiner Geschicklichkeit zu prunken. Dies ist eine Sünde.
  13. Der Krieger lasse jedoch jenen Rechtgläubigen am Leben, der aus freiem Entschluß heraus das Geheimnis des Schattenkampfes weitergibt an einen Unwürdigen. Den Ungläubigen möge er töten, den Verräter aber verfolge er im Verborgenen und säume seinen Weg mit einer Blutspur seiner Sippe, damit dieser wisse, daß er von nun an alleine sein wird. Der Krieger suche die 9 nächsten Sippenmitglieder auf und berichte ihnen das Vergehen. So sie nicht zu einer Bußtat bereit sind, schicke er sie in den ewigen Sand.
  14. Der Krieger verwende auf keinen Fall das getrocknete Fleisch des Cheriacha Kaktus, noch das sonst irgendeines anderen Rauschmittels, um seinem Körper die größere Kraft und Wendigkeit zu geben.
  15. Der Krieger übe den Schattenkampf auch nicht vor den Augen eines Tieres, außer eines Löwen, da dies das heilige Tier der vierten Frau des Einen ist.
  16. Der Krieger gebe das Wissen um den Schattenkampf an die nächste Generation weiter, um das Wichtigste nicht zu verlieren, und er beginne mit der Schulung der Kinder vom ersten Tag der Kindheit an.
  17. Der Krieger beginne den Schattenkampf nur mit der vom Blut der Gegner gesäuberten Waffe, welche, außer in Fällen der kriegerischen Betätigung zur Vergrößerung des Reiches der Rechtgläubigen, ein Khunchomer oder doppelter Khunchomer sein muß.
  18. Der Krieger, der die 99 heiligen Gesetze bedenkt und sich an die 18 diamantenen Regeln hält, den belohnt Rastullah mit einem klaren Geist und einem geschmeidigen Körper."

 Meister Achmed ibn Mhukkadin al Ghunar

von: Philipp Schumacher
Erschienen in Opus no. 21 am 6.6.1999.

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