Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

18. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Ad de lingua unicornium
von Magus Remóe Thalis

HESinde zum Gruße, werter Collegus Cyberian Berlind,

In der letzten Ausgabe der hochgeschätzten Postille Opus veritatis scientiaeque las ich Euere Anfrage bezüglich der Kommunikation mit Einhörnern.
Da ich selbst mich glücklich schätzen darf, vor einigen Götterläufen gleich mehrere Praiosläufe in der Gegenwart eines dieser wundersamen und von Hesinde gesegneten Wesen verbracht zu haben, möchte ich Euch hiermit von diesem göttergefälligen Erlebnis dergestalt berichten, daß ich versuche, Euere Frage anhand der mir möglichen Beobachtungen und der daraus resultierenden Vermutungen zu beantworten.

Auch ich mußte feststellen, daß meine Versuche, mit dem Einhorn mittels normaler Sprache oder aber auf magischem Wege zu kommunizieren, nicht von Erfolg gekrönt waren. Aus diesem Grunde verlegte ich mich darauf, hatte ich mich doch bei dieser Gegebenheit zur Meditation in einen Wald zurückgezogen, das Wesen einfach nur zu beobachten. Während dieser Beobachtungen mußte ich feststellen, daß die Legenden über die Andersartigkeit und wundersame Magie der Einhörner in keiner Form übertrieben sind. Doch zurück zu Euerer Frage. Während es mir nicht möglich war, von mir aus Kontakt zu dem wundersamen Wesen aufzunehmen, nahm dieses jedoch schließlich zu mir Kontakt auf. Hierbei bediente es sich keiner mir bekannten Sprache, vielmehr erfolgte die Kommunikation, so man es überhaupt so bezeichnen kann, auf telepathischem Wege, doch nicht in Worten, sondern durch Einsatz fremdartiger Magie durch das Einhorn, mittels derer es mir Sinneseindrücke übermittelte, anhand derer unsere Kommunikation sich fortführte.

Während ich feststellte, daß das Einhorn wohl durchaus in der Lage ist, unsere Sprache zu verstehen, ja sogar unsere Gedanken erkennen kann, wie ich seiner Reaktion in Form der Vermittlung bestimmter Sinneseindrücke entnehmen konnte, gelang mir dies ihm gegenüber jedoch nicht. Mag es an der Besonderheit seiner Magie liegen oder an der - im Vergleich zu einem Menschen - ungleich größeren Kraft, führten alle Versuche, von mir aus mittels Verständigungszaubern (auf deren Gebiet ich mich doch aufgrund meiner Heimatakademie Spezialist zu nennen behaupte) Kontakt aufzunehmen nicht zum Erfolg, mehr noch, zu einer Ablehnung durch das Wesen. Jeder Versuch dieser Art schien in ihm Zweifel an meiner Lauterkeit hervorzurufen, teilweise verschwand es auch einfach und kehrte erst nach Stunden zurück.
Aus diesen Beobachtungen zog ich den Schluß, daß die Einhörnern eine uns fremde Form der Magie besitzen mit deren Hilfe sie sich vor Einwirkungen unserer Magie (zumindest auf diesem Gebiete) zu schützen vermögen. Meiner Ansicht nach ist es daher nicht möglich, mit einem Einhorn gegen seinen Willen zu kommunizieren, da dieses zwar jederzeit unsere Sprache verstehen und unsere Gedanken lesen kann, eine Verständigung jedoch nur möglich ist, wenn es die ihm eigenen fremdartigen, unseren Verständigungszaubern jedoch wohl vergleichbaren, magischen Wege nutzt, mit uns Kontakt aufzunehmen.
Allerdings muß ich hierbei zugeben, daß es häufig schwierig war, zu ermitteln, was mir das fremdartige Wesen vermitteln wollte, waren seine Sinneseindrücke den menschlichen doch so verschieden, daß die Verständigung hierdurch teilweise sehr erschwert wurde.

Ich hoffe, Euch mit diesen Forschungen meinerseits weitergeholfen zu haben,
mögen die Zwölfe Euere Wege begleiten!

Magus Remóe Thalis

Erschienen in Opus no. 25 am 11.7.1999 als Reaktion oder Fortsetzung zu De lingua unicornium.

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