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Nuntius Magicus - Der Magische Bote |
Schwertland! 7. Woche des 4. Jahres Snaga da Brecha, Herr der Schädelhorde!
Barak Dar Kaala, Kriegshäuptling des Blutpfad-Clans!
Ihr seid hier, wie SIE es uns voraussagte und wie es seit Jahrhunderten
Tradition, ich danke Euch hierfür. Seid Äonen kämpfen Menschen und Orks zu
Schwertland, opferten IHR zu Tausenden.
Doch seht, was sich zu Schwertland heute, hier und jetzt zuträgt!
Feuerhengste, Vögel und Fremde aus dem Süden, Untote Horden aus den Landen
Terrenors, Nachtalben und gar Titanen besudeln den Platz unserer Rituale und
schänden ihn durch tausendfache Anwesenheit! Niemals zuvor dagewesen ist
solches Vergehen!
Sehet, Aeons Segen ruht nimmermehr auf dem verräterischen Sarul, der nur das
Reich des Palan Corax bewahren sollte, bis jener wiederkehrt, was zur
Sonnenfinsternis des Jahreswechsels geschehen! Sie alle, auch Terrenors
vormals treueste Nekromanten haben SIE hintergangen, indem sie Sarul
folgten, als dieser sich von IHR abwandte und nun des Palan Corax Saat
auszulöschen trachtet!
Es ist Zeit, blutig Gericht zu halten über sie alle, die zweifach frevelten!
Lasset uns Seite an Seite schreiten in die Schlacht!
Kaiser Calant
Der Prophezeite
Rechtmäßiger Herr des Throns zu Terrenor
Rittermark Hervanal
Entscheidung am Steinkreis 6. Woche des 4. Jahres Es war eine besondere Nacht.
Die Sterne waren in eine Konstellation getreten, welche sie zuletzt vor mehr als fünf Jahrhunderten eingenommen hatten. Es war eine Nacht voller Kraft, durchstömt von der dunklen Macht Aeons, welche ungehindert zwischen den steinernen Wächtern des Kreises in Karadrak pulsierte.
Es war erst wenige Wochen her, seit die Schwarze Gilde zu Arindrok endlich ihren letzten Ausbau erfahren hatte. Nunmehr erhob sich auf dem nebelumhangenen Berg die erste echte Magierakademie Terras. Mit der Fertigstellung der Akademie war die Spannung zwischen den Meistern der Akademie von Tag zu Tag angewachsen. Eine Entscheidung stand bevor.
Die Leitung der Schattenakademie bedurfte einer engültigen Klärung, denn viel zu lang hatten die Meister sich untereinander stets mistrauisch beäugt und jeden vermeindlichen Vorteil eines möglichen Rivalen zu verhindern getrachtet.
Auch wenn offene Kämpfe nicht Teil des Kodex waren, so hatten doch diverse kleinere, heimlich ausgetragene Gefechte die Reihen der Anwärter bereits gelichtet.
Jetzt waren nur noch zwei übrig, welche zu klären hatten, wer von ihnen, die Geschicke der Akademie in Zukunft leiten würden:
Grenfan as Ghersh, der Oberste Schattengelehrte der bisherigen Gilde, und Skhara Gartas, ein junger, finster blickender Mann, welcher gerade erst den Stand eines Adepten überwunden hatte und zum Schattengelehrten aufgestiegen war.
Als die beideen Kontrahenten sich dem Steinkreis näherten traten die Sterne gerade in direkte Konjunktion und der Kreis selbst erspürte die Anwesenheit der beiden mächtigen Magier.
Ohne ein Wort zu sagen, betraten beide das Innere des Kreises und badeten in den ungezügelten Energien. Ein jeder schenkte dem anderen ein kurzes Nicken.
Gespräche waren nicht von Nöten, beide kannten die Regeln, und beide kannten das Schicksal, welches den Verlierer erwartete.
...
Am nächsten Morgen betrat ein erschöpfter und ausgelaugter Magier die Hallen der Akademie. Seine Robe bestand nur noch aus Fetzen, die Haare waren versengt und Blut tropfte aus ungezählt Wunden zu Boden.
Die bereits wartenden gelehrten und Adepten der Akademie machten bereitwillig Platz, um den Magier passieren zu lassen, der sich trotz seiner Schmerzen aufrecht hielt und mit festem Blick, die Anwesenden musterte.
Für die Neustrukturierung der Akademie war später Zeit und es würde ohnehin niemand etwas gegen die neuen Anweisungen sagen. Mit dem heutigen Tage würde es keiner so schnell wagen, seine Autorität in Frage zu stellen, denn seine Macht konnte nur noch von den Hirophanten selbst übertroffen werden. Keinen Sterblichen hatte er zu fürchten, denn er war:
Skhara Gartas
Oberste Schattengelehrter der Schattenakademie zu Karadrak,
der Erste Erzmagier Terras!
Schattentum Arridrool
Erwachen 6. Woche des 4. Jahres ... und sie traeumt weiter: Cryl Jala beherrscht schon bald ein gewaltiges Reich der Finsternis... schon mehrere Auseinandersetzungen mit Raiecon liegen hinter ihr... aus Liebe zu ihr beginnt er jedoch keinen Krieg... so wird sie immer maechtiger und nichts scheint eine Herrschaft ueber ganz Terra noch verhindern zu koennen... doch dann... es geschieht etwas, was sie nie fuer moeglich gehalten hatte... sie, die maechtigste Herrscherin von ganz Terra wird ANGEGRIFFEN(?!)... angegriffen von denen, denen es am wenigsten zuzutrauen war... von Menschen... diese Narren... erkannten sie denn nicht, dass sie allein das Richtige tat? ... und sie traeumt weiter...
Fyr Ashmor
Die Ruhe vor dem Sturm 6. Woche des 4. Jahres Langsam bewegt sich Haynen, der Oberbefehlshaber der Dunklen Klingen durch die noch rauchenden Ruinen der Feste Heilwacht. Aufmerksam kontrolliert er die postierten Wachen und wirft immer wieder einen Blick zum nördlichen Horizont. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort die Truppen der Menschen auftauchen werden um sich zurückzuholen, was ihnen genommen wurde!
Schon einen Tag vorher trafen Berichte ein, dass ein weisser Drache in Schwertland gesichtet worden sei.
Nach seinem Kontrollgang macht Haynen kehrt und schreitet in Richtung des Zeltlagers, in dem seine Frau Liandra bereits auf ihn wartet.
Was die kommenden Wochen auch bringen mögen, eins ist ganz und gar ungewiss: Ob er und seine Mannen sie überleben werden...
Die Alte Armee
Die Dracheninvasion aus dem Süden 5. Woche des 4. Jahres Estgart:
Während Ivo gerade die Fackelwache um Mitternacht auf dem Burgplatz hielt, kamen zwei Männer auf Ihn zu, wobei er einen als wachhabenden Offizier Sörensen sen. im Halbdunklen Fackellicht zu erkennen glaubte.
„Herr, der werte Ritter Mattern bringt Kunde aus Flursgau“ sprach Ihn Sörensen an.
Ein unmerkliches Nicken Ivos fasste Mattern als Aufforderung auf zu sprechen, während der Wachhabende wieder zu seinem Platz am Tor zurückkehrte.
„Herzog Ivo, ich bringe schlechte Kunde aus Flursgau. Der Kaiserhafen wird in die Hände Terrenors und seiner Vasallen fallen.“ Sein Gesichtsausdruck und der Tonfall verriet trotz der Dunkelheit seine Verzweiflung.
„Nun, Ritter, dann ist es also eingetreten, was wir vermutet haben, nicht nur über Land gen Schwertland kommen die Massen Terrenors sondern auch per Schiff...“
Hier unterbrach ihn der Ritter durch eine Handbewegung worauf hin der Herzog unvermittelt im Satz innehielt „Nein...?, erzählt!“.
„Es wurde mitten am Vormittag plötzlich dunkel, dann hörten wir nur noch Flügelschläge in der Lautstärke von Orkanböen und sahen sie auch schon nahe der Küste heranfliegen. Zwei Drachen waren es, ein grüner Drache des Reiches Z`ha´dum und... und...“ Hier versagte dem Ritter die Stimme während Herzog Ivo nervös wartete „...und dieser riesige, graumsam anzuschauende...Herr, es muss dieser von Sarul erschaffene Drache sein, denn so etwas habe ich meinen Lebtag nicht gesehen. Es sieht aus, als wenn der die ganze Stadt mit einem Flügelschlag zerstören kann!“
Stille. Herzog Ivo schaut starr gegen die Burgmauer. Nach einigen Minuten scheint er sich gefangen zu haben „Nun, dass Flursgau fallen wird, war uns ja schon früher bewusst. Wie soll man einen Hafen sichern, wenn der Gegner eine nicht zu brechende Übermacht auf See hat. Aber dass dieser Drache im Norden weilt und nicht im Süden mitkämpft, ist dann schon eine Überraschung. Dass er sich uns als Ziel aussucht und nicht die Hauptstadt Calants ansteuert..., nun wenn dies eine Bedeutung hat, so haben wir diese für Flursgau wohl nicht verstanden.“
Er schaut dem Ritter in die Augen „Verzagt nicht, Ritter Mattens. Es war vorauszusehen, dass wir unsere Marken nicht werden alleine verteidigen können. Lasst uns hoffen, dass die Zwerge und Nordmannen nun sehen, wofür Ihre Manneskraft zu gebrauchen ist und uns zur Hilfe eilen. Was aber diesen Drachen angeht, so hört meinen Befehl: Geht zur Magiergilde und gebt Ihnen meinen Auftrag, sie mögen sämtliche alte Schriften durch gehen, ob irgend etwas über diesen Drachen niedergeschrieben wurde – und am besten sollen sie mit den Sagen anfangen, denn der Drache ist so alt, dass unsere Geschichtsschreiber den sicher nie gesehen haben“. Er nickt dem Ritter zu, der sich mit einer angedeutenden Verbeugung gen Magierturm aufmacht – schweren Schrittes, aber aufrecht, wie der Herzog beim Hinterhersehen anerkennend bemerkt.
„Vala, was können wir nur tun“ seufzte Ivo und wechselte die Hand, mit der er die Fackel hielt...
Bund der Winganer
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