ACADEMIA LIMBOLOGICA publicat
Opus veritatis scientiæque
21. Travia im 32. Götterlauf nach Hal
CLI. Ausgabe


Gedanken zur gegenwärtigen Situation

Werte Kolleginnen und Kollegen,

es gab, gibt und wird wahrscheinlich immer Zeiten geben, in denen sich wenig ereignet.
Ruhige Jahre, so könnte man solche Zeiten nennen. Doch was manch müder Streiter zu schätzen weiß, kann für einen echten Magier kein annehmbarer Zustand sein.

Ich habe einst von meinem Meister gelernt, dass die wohl wichtigste Eigenschaft eines Magier sein Wissensdurst ist. Sicherlich kann ihm dieser auch sehr gefährlich werden, jedoch ist es genau dieses Verlangen stets neues Wissen anzusammeln, der mich dazu bringt mich immer wieder in die muffige, staubige Bibliothek zu begeben und mich mit Werken, Schriften, Zaubern und Vermutungen zu beschäftigen. Mit dem Zweck wieder ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. In Relation ist mein Licht natürlich sehr, sehr klein. Da es aber noch viele mehr wie mich gibt, wird das gesammelte Licht schon größer und gleichzeitig imposanter, wie man an den Forschungen und Entdeckungen der letzten Jahre, denke ich, sehr eindrucksvoll bestätigt sieht.

Nun jedoch muss ich mit großem Bedauern feststellen, dass sich in den letzten Monaten wenig getan hat. Auch an meiner Akademie, der Academia Garania scheint es, als wäre eine Frühjahrsmüdigkeit ausgebrochen, die auf einen Winterschlaf folgte.

In einer der letzten Ausgaben des Opus las ich einen Artikel, einen Bericht, der sich mit den Geschehnissen und Vorgängen Aventuriens betreffend der Sphaerologica beschäftigte. Mein geschätzter Kollege E’Quadar antwortete und wir beide nahmen an, es würde ein Ruck durch die Zunft der Magier gehen. Da sich ein solches Geschehen doch nicht einfach akzeptieren lies. Ich musste lesen, dass es einige ungeklärte Vorfälle gegeben hatte, bei denen den betroffenen Magiern die Kenntnis des AUGE DES LIMBUS und des PLANASTRALE entrissen worden waren. Doch eine wirkliche Reaktion scheint es von Seiten der Leserschaft nicht gegeben zu haben. Zumindest haben weder mein Kollege noch ich irgendetwas gehört.

Es liegt mir fern irgendjemand anzugreifen oder zu beleidigen. Allerdings frage ich mich, was ist mit dem Forscherdrang meiner Kolleginnen und Kollegen geschehen. Nicht nur an meiner Akademie, nein auch die Publikationen hier im Opus haben stark abgenommen, wenn sie nicht sogar schon ganz verschwunden sind.

Ich bin der Meinung wir sollten uns wieder auf das besinnen, was wir alle einmal gelernt haben. Auf das Ansammeln und Vergrößern von Wissen. Es gibt so viele Dinge, die Klärung bedürfen und die darauf warten, dass sich ein kompetenter Forscher mit ihnen beschäftigt.

Möge HESinde uns alle mit dem nötigen Wissensdurst segnen und diesen auch zu stillen wissen.

In Hoffnung auf Besserung,
Fornax Ardoris

Magister Magnus de Invocatio Elementharii ad Rashdul
Examinorius de Invocatio Elementharii ad Rashdul
Convocatus ad Academia Rashdul
praestari Bibliothecarius ad Rashdul
Magister Magnus Invocatio Elementharii ad Academia Garania
Träger des bronzenen Gildenpentagramms

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Wenn Zaubern nicht mehr hilft...

Eine Abhandlung über das Gebet und seine Wirkung als Einführung der Wochengebete

33. Teil

TRAvia und HESinde zum Gruße!
Welch Säumigkeit und welch Faulheit! Meine Studiosi würden wohl ob so einer großen Fülle von Pflichtvergessenheit von mir eine nicht zu milde Strafe entgegen nehmen. So muss ich aber diese Schuld auf meine Schultern nehmen. Viele Sachen und Geschehnisse der letzten Woche (ob wichtig oder nicht ist unbedeutend) haben mich abgehalten, die Regelmäßigkeit meiner Reihe beizubehalten. Umso mehr traurig als dies im Monat der Göttin der Treue passiert. Um meine Schuld an euch, werte Leser, und an den Göttern ein wenig zu mildern, möchte ich heute nicht nur ein Gebet an die Göttin des Herdfeuers herausgeben, sondern auch ein paar Begleitworte schreiben, sozusagen als Prologos für das Gebet:

Heimat für uns

Man könnte meinen, dass TRAvia nur die Göttin der einfachen Leute ist, oder nur der, die in Not geraten. Diese Überheblichkeit aber könnte für jeden von uns sehr schwerwiegende Folgen haben! Die Göttin verkörpert Wärme, Zuflucht, Gastfreundschaft und Heimat, aber auch Treue, Sitte und Moral! Nun, diese Aspekte sind wohl sehr subjektiv und bedeuten für viele Menschen viele verschiedene Auslegungen. Und doch ist Heimat, zuhause, die Wärme einer Familie ein Grundstein für jedes gute und göttergefällige Leben.
Ein Kind, das nie diese Geborgenheit und Zusammengehörigkeit, diese Liebe (im nicht rahjanischen Sinne) erfahren hat, wird früher oder später vom rechten Weg abkommen. Wie viel schlechter ist es dann wohl um eine magiebegabte Person bestellt, die diesen dunklen Weg beschreiten musste. Schlechtigkeit und Böses in wahrhaft großem Ausmaß kann die Folge sein!
Darum, liebe Leser, ist es kein Zeichen von Schwäche Zuflucht zu suchen oder sich nach seiner Heimat zu sehnen, nein, im Gegenteil: es ist eine Gnade der göttlichen Wildgans! Und so soll das Gesetz der Gastfreundschaft wieder seinen alten Stellenwert einnehmen und für alle heilig und bedeutsam werden. Sogar die Novadis mit ihrem strengen Gott und ihren seltsam anmutenden Gesetzen kennen und halten das Gastrecht und dies scheint ihnen zum Segen zu sein.
Eine Heimat, ein zuhause zu haben hat aber auch mit Treue zu tun: Es ist die Treue zu einem Ort und den Menschen, die dort sind. Diese Treue, die manchen "Weisen" so unmodern scheint, ist aber, wie man sieht, ein Garant für den Segen der Wärme eines Herdfeuers. Und so müssen wir uns auf diese Werte wieder besinnen, auch wenn dies unbequem und mit Pflichten verbunden ist.
In unserer Academia legen wir Wert auf gute und rechte Moralvorstellungen. Aber nicht nur durch Vorlesungen und Lehrstunden kann eine innerliche moralische Reifung entstehen. Sie wächst vielmehr durch die Gemeinschaft in unseren Hallen, die man wohl mit einer größeren Familie vergleichen kann. Und durch Vorbild und das miteinander Leben werden den Scholari und Adepten die wichtigsten Pfeiler von Moral und Sittlichkeit eingeprägt.
So möge TRAvia sowohl euch fahrende wie studierende Magi segnen und schützen vor den Gefahren des Lebens! TRAvia mit euch!

TRAvia, Du treue Mutter!

Zu Dir wollen wir beten, dass du immer bei uns bist:
Schenke uns ein Zuhause,
in dem Gastfreundschaft immer gewährt wird,
Schenke uns einen Bund,
der durch Treue und Liebe zueinander wächst,
Schenke uns eine Familie,
um Freude und Liebe in unserem Herzen zu säen,
Das erbitten wir von dir!
So sei es!

Gebetsanleitung:
Dieses allgemeine Gebet kann immer und überall gebetet werden. Es beinhaltet aber auch das Versprechen an die Göttin ihren Geboten zu folgen und sie zu verbreiten.

Argelia von Kuslik, Geweihte der Göttin

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In dieser Ausgabe

Impressum

Publiziert von der Academia Limbologica
Der Opus im Schwarzen Limbus
* Markus Penz
21.4.2002

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