Terra Magica Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels
Nuntius Magicus - Der Magische Bote

Die Herrschaft der Echsen
26. Woche des 6. Jahres

Vermehrt konnten die Wüstensöhne wie auch die Inder des
ehemaligen Reiches Abanasinia Drachen im Süden, in der Nähe der
Insel sichten. Das schwinden der Macht der hierophanten schien
keinerlei Einfluß auf die Macht der Echsen zu haben. Nach wie vor
wirken sie kleinere Schutzzauber an den Grenzen, brachten ihren
gottgleichen Herrschern blutige Opfer dar.

Und dennoch ging etwas vor. Die Grenzen wurden strenger bewacht,
so wie es schien. Im Verlauf der letzen Wochen und Monate hatten
die Echsen ihre Truppen aus dem Norden zurückgezogen. Was genau
auf der Insel der Echsen, das Eiland des immergrünen Dschungels
vorging, wußte keiner zu berichten, auch wenn dies so mancher
Geier der Wüstensöhne und auch gewisse fliegende Rösser
versuchten.

Schon früher im Herz des Dschungels. Ein Treffen, wie es nur
wenige bislang gab. In Heshraz wird die Luft warm. Die Tiere des
Waldes nehmen neben dem Geruch der Urwürmer einen seltenen Geruch
wahr ... die Ausdünstungen eines Basilisken. Doch zu plötzlich
ist dieser Geruch aufgekommen, begleitet durch keinerlei
Geräusch. Kurz darauf frischt der Wind auf, fährt durch den
Dschungel, die Blätter rascheln. Doch es ist mehr als eine
Brise. Die Vögel verstummen. Manche Tiere wenden ihren Kopf in
die Höhe, warten auf den Schatten eines vorbeifliegenden
Drachen. Doch nichts.

Im Drachenhorst manifestieren sich die Leiber des
Basiliskenkönigs und seines Nestbruders, dem mächtigsten der
Flugdrachen. Die geschlitzen Pupillen ruhen aufeinander, in den
Karfunkel manifestieren sich Bilder. Kurz darauf beugen sie ihr
Haupt leicht, als der dunkle Prophet aus seinem Hort ins
Tageslicht tritt.

Ruhig stehen die Vertreter der mächtigsten Rasse Terras zwischen
den Bergen des Dschungels. Die Wolken scheinen über ihre Häupter
hinwegzufliegen, nichts scheint sich sonst an der Szenereie zu
ändern, würde das Wechseln der leuchtenden Scheibe am Himmel
nicht den Verlauf der Zeit andeuten.

Abendrot hüllt die Berge in die Farbe des Blutes. Ein Fauchen aus
3 Kehlen erschallt über die Insel. Die Drachen wenden ihren Kopf
Richtung Bergmassiv auf der Insel. Die Hornechsen des Landes
verharren in ihrer ständigen Fressgier und heben die Köpfe. Die
Krieger lassen von ihrer Beute ab, die Sklaven zucken zusammen.

Die Ahz'H'Szla sammeln sich in den Städten der Anbetung. Die
Drachen kreisen über diesen Stätten und die Tierwelt scheint
angespannt der nächsten Stunden zu harren.

Rituale werden an den Stufenpyramiden abgehalten, wie es sie noch
nie gab. Die gesamte Sklavenschaft der Echsen wird in die Städte
gezerrt, einer nach dem anderen geopfert. Das Blut hüllt die
Stätten knöcheltief mit rotbraunem zähflüssigem Brei ein. Doch
das blut beginnt nicht zu stocken. Allmählich scheinen die
Ritualplätze das Blut in sich aufzusaugen...

Was im weiteren geschieht, weiß selbst niemand der Echsen zu
berichten. Ein Befehl erschallt in den Köpfen aller Echsen. Alles
zieht sich zurück.

Es werden keine Drachen mehr gesichtet. Die Tempelanlagen werden
von Ahz'H'Szla und Kesr'H'Szla bewacht, stellen eine absolute
Tabuzone dar. In jeder Provinz werden Gebiete mittels Totems
gekennzeichnet. In diesen hat niemand was verloren. Gelegentlich
meint man, eine Kralle (Anm: Bezeichnung für eine Anzahl)
Kesr'H'Szla darin sichten zu können.

Im Westen der Insel wird die Macht an Szu'tz, einen Ahz'H'Szla
und langjähriger Botschafter in Heshraz, Gelehrter alten Wissens,
weitergegeben. So einer weiß, was geschehen ist, dann er.

Dieser macht sich gerade sein Gedanken über das Vorgefallene: Ein
beträchtlicher Teil der Kraft des Hierophanten wurde in
Blutkristalle gebunden, in jeder Provinz ein Drache durch Sklaatz
in Wachschlaf versetzt, und dessen Durst nach Mana durch einen
der Kristalle gestillt. Zusätzlich von Kesr'H'Szla beschützt,
sollen die Kinder Sklaatz der Zukunft harren, und den Goldenen
nur bei größten Probleme versuchen zu erwecken.

Die anderen Rassen seien nun führerlos, ein Sieg über sie wäre
für die Echsen nun ohnehin ein Kinderspiel und keine
Herausforderung für die Echsen mehr. Dieses Ziel solle Szu'tz
langsam angehen.

Und somit wird es vorläufig ruhig auf der Insel im Süden, dem
Herz des immergrünen Dschungels, dem Heimsitz der Drachen, den
Herrschern Terras.

Die Echsen des Südens

Srpfz'lds


Es ist vollbracht
23. Woche des 6. Jahres

Höret, Völker Terras, höre, Schattentum, höre, Ökstenskjall!

Die Zwergen sind erneut vereint. Alle wesentlichen Bingen stehen unter dem Banner des Hochkönigs. Auch wenn sich vereinzelte unseres Volkes, die durch die Lehren des Schattentumes verwirrten Duergar in Gerresk, noch immer dagegen wehren, können sie nicht mehr aufhalten, was begonnen hat.

Hunderte Minenarbeiter im Weltenwall und in den Niederen Thaeriden meißeln zur Stunde Inschriften in die Hallen. So vernehmet nun, was Zwerge lesen werden, wenn sie nach der Zeit der Verwirrung wieder beginnen werden, zu erstarken und erneut ihre Bergkönige erwählen.

"Eint Euch, Zwerge Terras. Viele Gebirge gibt es, viele sind von Zwergen bewohnt, aber nur ein Volk seid ihr. Habt ihr das verstanden, wird Euch Terra zu Füßen liegen, und Reichtum und Macht wird in Eure Hallen kehren. Ihr seid es, die ihr aus Euch selbst wisst, für den Kampf geboren zu sein. Lernt dies, kämpft, und vereint Euch um jeden Preis."

So haben die Domron Rogmarok nun den letzten Willen des ehrwürdigen Väterchens erkannt und ausgeführt. Unsere Aufgabe ist beendet, auch falls Gerresk nicht mehr fallen sollte. So werden wir dann die Zeiten der Verwirrung überdauern, und irgendwann zu alter Macht als ein Volk wiedererstehen.

Geschrieben von den letzten Einheiten der Domron Rogmarok, die noch nicht ihr Leben als Krieger vergessen und aufgegeben haben...

Domron Rogmarok


Domron Rogmarok
21. Woche des 6. Jahres

Da seid Ihr ja endlich, ehrloses Pack!
Wir wussten, dass Ihr kommen würdet, früher oder später.
Vom Zwergenlande sprecht Ihr? Ihr bedauernswerten Kreaturen. Schaut uns an, sehen wir aus wie Ihr?
Duergar sind wir, und dieses and ist das unsere seit ungezählten Generationen, seit der Zeit der Spalung unser beider Völker.
Jetzt steht Ihr hier und verlangt, was nicht das Eure ist, und nie das Eure war. Ehrlos seid Ihr und kriegslüstern. Stets bereit den anderen zu nehmen was schon immer das ihre, wenn es Euch nur gefällt.
So kommt denn hinterhältige Vettern! Kommt und nehmt Euch, was schwach verteidigt, weil die Armeen des Reiches an anderem Orte um das Kämpfen, was wirklich von Bedeutung ist: die Freiheit!
Jene Freiheit, die Ihr hier mit Füßen tretet, denn wir wollen Eure Vorherrschaft hier nicht! Wir sind nicht jene "Zwerge", die unter dem Banner des Hochkönigs vereint werden sollten, doch Ihr seid so blind in Eurer Gier.

Dann kommt, versklavt uns ein weiteres Mal, wie Ihr es schon vor Jahrtausenden tatet, und wie vor Jahrtausenden werden wir dereinst wieder unsere Fesseln sprengen und dann werdet Ihr es sein, welche geknechtet unter unserer Hand zu einem Leben in tiefster Finsternis verdammt sein werdet, wie sie weit dunkler und schrecklicher ist, als Eure lichten Zwergenhöhlen.


Schattentum Arridrool


Kehre zurück ins Licht, Sohn!
19. Woche des 6. Jahres

Gerade als der Wüstenkrieger sein tägliches Gebet anstimmen will und seinen Teppich ausgebreitet hat, dreht er sich auf einmal um, ganz so, als ob ihn etwas beobachten würde. Dann erblickte er seinen Schatten, wie er immer dunkler und dunkler wird. Erschrocken sieht er sich um und die Sonne am Himmel leuchtet heller und schöner, als er es je gesehen hat. Ehrfürchtig wirft er sich auf den Boden und beginnt zu beten "Le et loac, affretti to ac, ayua laa aen'sochna..."
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Zur selben Zeit auf Tir-Tairell, der heiligen Insel der Elben:

Raiecon erhebt sich und hält sein Ohr gen Himmel, so, als ob er etwas hören würde, es aber nur leise oder schlecht verstehen kann. Nach wenigen Augenblicken dreht er sich zu der versammelten Gruppe an Botschaftern und neigt sein Haupt: "Verehrte Anwesende und Vertreter vieler Länder, höret, was ich, Raiecon der Weise, Herrscher der Elben und Träger des silbernen Stirnreifes, euch zu sagen habe:
Schreckliche Zeiten sind angebrochen und das Dunkel hat Mächte heraufbeschworen, die ihm sehr viel Macht gibt. Meine Gefährten im Süden jedoch haben ebenso mächtige Hilfe angerufen, allerdings kann zuviel Gutes nicht zur selben Zeit auf Terra existieren.
Meine Mutter ruft meinen Namen und um der Zukunft eine Möglichkeit zu geben muß ich dahin zurückkehren, woher ich kam.
Ich werde zurück ins Licht gehen, zu meiner Mutter und meinen Verwandten. Ich werde gehen um neuem Platz zu schaffen, so wie es die Natur schon seit anbeginn der Zeiten hält. Ein Baum muß irgendwann sterben, damit viele neue Organismen auf ihm wachsen und wuchern können.
Lebet wohl, Menschen und Zwerge des Lichts, und erinnert euch meiner in Stunden der Traurigkeit und in Stunden der Freude, ich werde bei euch bleiben und über euch wachen. Wenn dereinst die Zeit des Lichts gekommen ist werde ich zurückkehren und meinen rechtmäßigen Platz als Herrscher der Elben erneut betreten. Jetzt allerdings muß ich gehen, Lebet wohl!"

Dann schreitet Raiecon mit dem Gesicht zu den Botschaftern und mit nach oben offenen Händen rückwärts ein paar Schritte weg und mit einem Mal vergeht er in einer gewaltigen Lichtsäule, die direkt auf die Sonne zusteuert und nur ein verspieltes Flimmern im Wind bleibt und der glitzernde Staub wird von einem leichten Windhauch davon getragen.

Volk der Luunar


Man muß Feuer mit Feuer bekämpfen!
19. Woche des 6. Jahres

Als die beiden altehrwürdigen Elfen Natayel Güldenhauch und Ishbaar Himmelshaar die Feuersäule in den Himmel ragen sahen, war ihnen klar, dass der Kalif unheilige Mächte und die Elemente selbst sich zur Hilfe ruft, da er seine Zeit kommen sah.
Mächtige Krieger aus Feuer formten sich und eine Heerschaar an Ifriten senkte sich in den Innenhof der Palastanlagen. Ehrfürchtig knieten die Elben der Streitmächte Luunars nieder, denn ihr größter Respekt gilt den Elementen und ihren vertretern. Die Zwerge, die sich um die Elfen schaarten, schüttelten nur ihre Köpfe und hie und da war ein verzweifeltes "Spitzohren..." zu hören.

Dann jedoch sah man Bewegung in den elbischen Reihen und sie bildeten einen dicken Kreis. Die Luminiferis konzentrierten sich stark und beleuchteten die Szene mit ihrem bunten Schimmern. Natayel Güldenhauch und Ishbaar Himmelshaar machten sich derzeit auf in die Mitte des Kreises, wo sie sich gegenüberstanden und sich an den Händen nahmen.
Dann stimmten sie einen langen elbischen Choral an und jeder Elb stimmte mitein, sodass der Choral wunderlich laut und ungebrochen zart über die Ebenen Terrenors folg. Jeder, der den Choral ertönen hörte, setzte sich und lächelte, nahm seinen Nachbar in den Arm oder erinnerte sich seiner Familie und Freunde.

Dann, als die Harmonie der Elben über die Felder gekommen war, setzten sich alle Elben und stimmten gemeinsam an:

"Oh ihr Elemente Terras, seht, schreckliche Zeiten sind aufgekommen in der selbst eure friedlichsten Diener Schwert und Schild fester greifen und ausziehen müssen, ausziehen um den Schlächter der Harmonie, den Kalifen des Südens zu bezwingen. Doch nicht verwehrt scheinen ihm deine Diener und das ungestüme Element bietet ihm Hilfe, dem, der nicht einmal eine wärmende Kerze hätte verdient. So rufen wir euch an, Geister der Elemente, stehet uns bei in unserer letzten Schlacht. Helfet uns zu bezwingen den Feind, denn er ist auch euer Feind, der frevelte gegen jedes eurer Gesetze. Kommet herbei! "

Als sie geendet hatten kam ein großer Sturm auf, der im Kreis um die Elben wehte, große Flutwellen erhoben sich in der Bucht und Bäume entwurzelten sich und schritten den Elben zur Seite. Nur kein Feuer blieb zu sehen, es scheint fast so, als ob es gänzlich zum Bösen übergelaufen wäre...

Volk der Luunar


 (c) 2003-2004 Markus Penz