Terra Magica Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels
Nuntius Magicus - Der Magische Bote

Als die Erde blutete... (I)
4. Woche des 4. Jahres

Barak Dar Kaala, Stammeshäuptling der Orks des Blutpfad-Clans, war etwas beunruhigt. Vor einigen Wochen waren seine Schamanen hinauf in die Berge Sugra-Azgash´s gewandert, hinauf zum Dämonentor, um ein Ritual zu vollführen, welches die Mächte der Hölle selbst den Orken Untertan werden lassen sollte.

Barak trat vor sein Zelt und schielte nach Westen, dorthin, wo die Schamanen aufgebrochen waren, zusammen mit einem Adepten des Reiches der Dunklen Sonne und seinen Leibwächtern. Barak hatte das für keine gute Idee gehalten, doch die Schamanen hatten ihn beruhigt und gemeint, dass er noch von Nöten sei. Bei diesen Worten hatten sie ein breites Grinsen aufgesetzt.

Plötzlich vermeinte Barak etwas den steinigen Weg herunter kommen zu sehen. Anfangs noch schlecht zu sehen, doch nach kurzer Zeit erkannte er eben jenen Adepten der Menschen, zusammen mit seiner Leibgarde - oder vielmehr nur noch mit einem kleinen Teil eben jener.

Mit wild fuchtelnden Armen rannte er ins Lager der Orks und machte keine Anstalten, anzuhalten: "Tot, alle tot! Hitze, Blut, über all Blut! Es war riesig, es war so stark, so unglaublich stark. Die Schamanen, ihre Macht war zu klein - wie Halme brachen ihre Zauber! Und es, es war nicht alleine. Ich konnte fliehen, doch es war nicht alleine - ich meinte sieben zu sehen, die dem ersten hinterherstiegen, heraus aus der Dunkelheit, direkt aus der Hölle - und die Erde selbst, sie blutete!"

"Ich muss weg von hier, weit weg. Darf mich nicht finden!" und ebenso schnell wie der Adept das Lager erreicht hatte, verließ er es auf der anderen Seite wieder und rannte wie vom Wahnsinn befallen nach Osten weiter...

[Ende Teil I]

Blutpfad-Clan


Wir wollen nur Frieden...
4. Woche des 4. Jahres

Nun, seit geraumer Zeit ist wohl einiges an Fehlinformationen an die hohen und geschätzten Herrscher in unseren Landen geraten.
Daher möchte ich mich nun auch zu den Anschuldigungen, welche mir zur Last gelegt werden äußeren.

Es hat sich von Beginn der neuen Zeitrechnung an ergeben das die Nordmänner unter der Führung von Kulkum aus dem Nebelreich wohl eher der Erkundung und der Wissenschaft zugetan waren, als dass sie gegeneinander aufmarschierten und Kriege geführt haben. So haben sie über zwei Jahre hin, ohne Krieg zu führen, ein aufstrebendes Dasein bestritten.
Doch seit geraumer Zeit näherten sich die Kriegsschauplätze der einzelnen Parteien immer mehr den Grenzen des Reiches.
Bis dann eines Tages eine raubende und plündernde Horde von weit über 1000 Menschen und Zwergen., über das Nebelreich herfielen und uns nichts anderes übrig blieb als unsere Heimat zu verlassen.

Nun, da wir unser Erbe wieder beanspruchen, werden wir VERRÄTER, MÖRDER, und was weiß ich noch alles gerufen.....
Und das von Leuten, welche unsere Lande ohne auch nur ein Wort zu verlieren einfach übernommen haben, eigen Leute der Plünderer wohl gemerkt selbst Nordmänner !!!
Dem nicht genug, fielen sie über den einzigen magischen Knoten in meinem Reich her um ihn dann an die Zwerge zu verschenken...

Nun genug der Worte, ich habe es also gewagt mir mein Land zurückzuholen und wieder in mein Reich einzugliedern..... zumindest alle Provinzen bis auf den magischen Knoten,
welchen ich wohl nie mehr bekommen werde....
Möge man mich dafür Mörder und Verräter rufen.

Das Volk der Nebelreiche hat seine Länder wieder vereint, hat sich geholt, was ihm gebührt.
Unsere Armeen kehren nun heim zu ihren Familien.....
Wir haben nicht vor noch weiteres, sinnloses Blut zu vergießen.

Wir wollen nur Frieden..................


Nebelreich


An das Nebelreich
3. Woche des 4. Jahres

Kulkum vom Nebelreich:

Wie ihr gewiss selbst bereits im Nuntius gelesen habt, sind finstere Zeiten herangebrochen. Im Westen sammeln sich die dunklen Horden und drohen die Menschenreiche zu überwältigen. Nur ein vereinter Norden kann diesem Angriff genug entgegensetzen, um dem grausamen Terrenor und seinen Speichelleckern Einhalt zu gebieten.

Der Rat der Ahnen möchte euch daher in aller Form und mit der gebotenen Höflichkeit darum bitten, eure Kriegshandlungen im Nordosten umgehend einzustellen!

Wir haben davon gehört, dass eure Geisterhorden in Hrunkog eingefallen sind, einem Nordmann-Hafen, der vom Jungfernbund verwaltet wurde und den eigentlich das neu aufgekommene Reich des Eisclans bitter nötig hätte.
Desweiteren sollen eure Truppen angeblich in den nördlichen Gewässern umherziehen, wo es wohl bald zu weiteren Kämpfen kommen wird.

Wir wissen nicht, was von diesen Angaben alles genau den Tatsachen entspricht, aber wir hörten bereits von mehreren Seiten davon, sodass wir von der Richtigkeit dieser Angaben ausgehen.

Es liegt in eurer Macht weitere Kämpfe zu vermeiden und eine rasche, friedliche Lösung zu erwirken, auf deren Grundlage wir dann vereint gegen Terrenor vorgehen können.

Zwei Arten von Reichen gibt es, die für Terrenor arbeiten: Die einen, die dies offen tun, können am Schlachtfeld bekämpft werden. Die anderen, die vermehrt im Osten zu finden sind, arbeiten Terrenor dadurch zu, dass sie entweder verräterisch im Verborgenen wirken, oder indem sie eine Vereinigung gegen Terrenor verhindern. Reiht euch nicht in die Gruppe letzterer ein, sondern stellt euch gemeinsam mit uns gegen Terrenor.
Eure tapferen Brüder vom Jungfernbund haben unser Angebot zum Friedensschluss bereits angenommen - auch euch wollen wir hiermit die Hand zum Frieden reichen.


für den Rat der Ahnen:
Okosch Thorgrim
Vorsitzender des Rates

Domron Okosch


Daimonoiden des Blutes...
3. Woche des 4. Jahres

Sieben sind sie, sieben sind sie!
Aus der Tiefe der Erde, sieben sind sie! Harrend in der Hölle, sieben sind sie!
In der dunklen Tiefe wuchsen sie heran. Nicht männlich sind sie, nicht weiblich sind sie.
Sie, vernichtende Feuersbrünste sind sie.
Ein Weib haben sie nicht genommen, Kinder haben sie nicht gezeugt...
Schonung und Mitleid kennen sie nicht, Gebet und Flehen hören sie nicht.
Sie sind die feindlichen Gewalten des Aeon, die Widersacher Syts, die Thronräuber der Götter sind sie. Den Steig zu zerstören treten sie auf die Straße.
Böse sind sie! Böse sind sie! Sieben sind sie, sieben sind sie, zweimal sieben sind sie!

[Alte, beinahe vergessene Märchengeschichte bei den Menschen]

Blutpfad-Clan


Erwachen
3. Woche des 4. Jahres

Schon vor Monaten hatte Cryl Jala, das erste Mal seit Aeonen ihre Augen geoeffnet, doch sie war noch nicht vollkommen erwacht.
Von treuen Untergebenen wurde ihr Koeper nach T'rinar gebracht. Dort, tief unten in der Verborgenen Stadt lag sie nun...
... am Anfang war nichts...
... doch ploetzlich geschah etwas, das sie zum Traeumen brachte...
... Cryl Jala und Raiecon sitzen nebeneinander auf ihren silbernen Thronen und regieren ueber ihr Volk. Es scheint, als waere Cryl Jala ... irgendwie... langweilig...
... Sie reitet mit hundert Kriegern durch eine Karge Landschaft. Die Erinnerungen werden deutlicher...
... Cryl Jala und ihre Getreuen erreichen ein Gebirge am Rande der Wueste. Dort entdecken sie auch bald, das, nachdem sie sucht. Ein maechtiger Hoehleneingang fuehrt in eine noch viel groeszere Hoehle. Schon stehen die Anwesenden knietief in Gold und Juwelen. So weit das Auge reicht sind Schaetze ueber Schaetzen aufgetuermt. Sobald Cryl Jala dies gesehen hat, vergisst sie es auch wieder, denn all diese Schaetze sind wertlos. Mit einem triumphierenden Laecheln, das das edle Gesicht der unirdischen Schoenheit erhellt, schwebt Cryl Jala auf eine gruenlich schimmernde Kristallkugel zu... DRAMAN ÌS DIRIN (Das Auge von Draman) ... sie nimmt die Kugel in beide Haende und hebt sie in die Hoehe... sie blickt in die Kugel... alles wird klar... die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft werden eins... die Erkenntnis trifft sie wie ein koerperlicher Schlag... nun kennt sie die Wahrheit. Als sie sich wieder ihren treuen Anhaengern zuwendet, hat sich ihr Antlitz veraendert... das einst warme Laecheln ist einem kalten, stoischen Ausdruck gewichen.... Auch die hundert Krieger blicken in die Kugel und sie sehen ihre Herrin... dann verlasst die Gesandtschaft die Hoehle.

Fyr Ashmor


 (c) 2003-2004 Markus Penz