Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

23. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
- Artikel hinzufügen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Das Uralte Echsenreich
Nachtrag

Zwei Dinge gibt es, die ich noch dringend an meinen Bericht über das Echsenreich nachschicken will, da ich vergaß sie zu erwähnen:

Ad primum:
Als ich vor kurzer Zeit in Lowangen weilte und einen Dienst für den ODL tat, kam mir ein Gerücht zu Ohren, das meine Aufmerksamkeit erregte: ein alter Krieger erzählte von Echsenmenschen im Orkland! Sofort lief ich in die Bibliothek der Stadt um nach einer Be- oder Entkräftung dieses Gerüchts zu suchen. Tatsächlich fand ich verstreute Informationen über Sichtungen von Echsenmenschen, vornehmlich Achaz, entlang des Bodir. Leider gab es zu wenig Informationen diese Wesen betreffend und eine Forschungsreise war zu dieser Zeit nicht möglich. Also kann ich dem gelehrten Leser keine Fakten präsentieren sondern nur Spekulationen. Da ich es für unwahrscheinlich halte, dass sich diese Art der Echsenmenschen völlig unabhängig von der im Süden entwickelte, stellte sich mir die Frage warum die Achaz ausgewandert waren und warum gerade in ein solch kaltes und unwirtliches Land.
Auf diese Frage gibt es zwei logische Antworten: Entweder diese Art ist freiwillig oder sie ist unfreiwillig ausgewandert.
Gründe für eine freiwillige Auswanderung mag es viele geben: Flucht vor Pyrdacors Regime, der Plan Pyrdacors den Zwergen einen Feind in den Rücken zu setzen, Wanderlust, etc. Eine unfreiwillige Verbannung kann auch mehrere Gründe haben, wie Verfolgung wegen anderen Glaubens und/oder Denkens oder die Verbannung aufgrund irgendeiner Freveltat. Tatsächlich scheinen die "Orkland-Achaz" aber keine großen Veränderungen in ihrem Götterpantheon zu haben: Auch sie kennen einen bösen Riesendrachen, wie auch eine heimtückische Wasserviper; Verkörperungen Pyrdacors und Charyb'Yzz'. So mag ihre Auswanderung andere Gründe gehabt haben. Leider wird auch in anderen echsischen Quellen, von denen mir nur ein spärlicher Teil zur Verfügung steht, nichts von einem Exodus berichtet. 

Ad secundum:
Ich habe mir einige Gedanken über die Verbindung zwischen Echsen und Hexen gemacht, die Seine Spektabilität Gorn of Dagon zieht. Auf den ersten Blick erscheint der Gedanke logisch da im Echsischen die Vorsilbe H' heilig bedeutet (zu finden bei der heiligen Stadt H'Rabaal und vielen Gottheiten wie H'Szint oder H'Rangar).

Daraus folgend würde sich ergeben dass H'Echsen soviel wie "Heilige Echsen" bedeuten würde.
Leider stellen sich dieser äußerst einfachen Theorie zwei große Probleme entgegen:
ad primum steht die Frage wie ein Mensch, der in der Echsensprache von Yash'Hualay Zzah'Vreg (wörtl. Übersetzung: kleiner Diener) heißt, zu einem Titel einer "Heiligen Echse" kommen kann. 
ad secundum steht eine weit wichtigere Frage: Warum sollten die alten Echsen das Garethi-Wort "Echse" benutzen? Im Echsischen gibt es ein Wort, dass die ungefähr gleiche Bedeutung wie das Wort "Echse" hat: Ech' zzech'e zhahach, was grob übersetzt "Geschuppter mit Doppel-Zunge" heißt. Wenn man hierbei das Teilwort zhahach, sowie die silbe e weglässt, so erhält man Ech'zzech, was schlicht "Geschuppter" bedeutet. Dieses Wort ähnelt schon eher dem heutigen Wort "Echse". Vor dieses Wort kann aber keine weitere Vorsilbe angehängt werden, da keine zwei Vorsilben hintereinander stehen können. Aus diesem Grund kann es kein H'Ech'zzech geben. Falls die Vorsilbe aber dringend benötigt würde, so würde man sie als Nachsilbe verwenden, was das Wort Ech'zzech'h ergeben würde. Dieses Wort aber hat nur wenig mit dem heutigen Wort "Hexe" gemein. 
Weiterhin bin ich aber während meinen Nachforschungen auf ein Wort gestoßen, welches sich eher nach "Hexe" anhört: H'ezz'che, was soviel bedeutet wie "Heiliger Wandernder". H' ezz'che wird oft auch gemeinsam mit dem Namen Ssad'Huarrs erwähnt. Was dies nun auf sich hat ist mir unklar. 
Auf jeden Fall werde ich meine Forschungen weiterführen um mehr darüber zu erfahren. Aber dies ist nichts weiter als eine These, die ich aufgestellt habe, vielleicht haben die Worte "Hexe" und "H'ezz'che" nichts mit einander zu tun. 
Zuletzt will ich noch anmerken, dass ich diese Nachforschungen nicht anstelle, um die Hexen zur Ketzerei zu überführen oder sie als Dämonenbuhlen darzustellen. Nichts läge mir ferner! Ich glaube kaum, dass der Name nichts mit dem wahren Selbst zu tun hat, zudem nennen sich die Hexen selbst Kinder Satuarias, der Name "Hexe" wurde von anderen geprägt.

Rassul al-Scheik

Erschienen in Opus no. 44 am 5.12.1999 als Reaktion oder Fortsetzung zu Das Uralte Echsenreich - Teil 2.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: H'ezz'che, der Heylige Wanderer.

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels