Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

20. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
- Artikel hinzufügen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Über die rechte Form der Magie

aus: "Codex pro mago itineris Ailinae" [boriani: "lovnu i válan-ailina"]
von Cordovan Daëlio zu Elenvina von 22 Hal. [Bisher sind nur zwei allgemein zugängliche Exemplare des LVA in Brabak wie in Punin bekannt. Aus dem Inhalt geht deutlich hervor, dass die Schrift zur religiösen "Grundausstattung" jedes ailinistischen Magiers gehört. Der Ailinismus ist den gängigen Zeugnissen zufolge (siehe limbische Schriften) als eine aus Südaventurien stammende Abwandlung des Hesindeglaubens zu verstehen, die in Almada, den Nordmarken wie auch in Windhag bis vor wenigen Jahren für deutliche Aufmerksamkeit sorgte.]

"Es steht fest, dass es sich bei der Hohen Herrin in allen drei Manifestationen um eine Göttin der Magie handelt, wobei jedoch jede Gestalt der Herrin für einen anderen Aspekt der Magie steht. Als Herrin des ersten Zeitalters gelten H'Szint und später Hesinde. Von Hesinde wird berichtet, wie Sie die Echsen in der Magie unterwies. Wie auch Ashanti, die Hohe Herrin des zweiten Zeitalters, kommt auch Hesinde Verehrung für den Bereich der Elementarmagie zu.
Die Hohe Herrin Hesinde verweigert Ihren Dienern die Kenntnis dämonischer Beschwörung wie auch aller Formen der Blutmagie. Dafür gibt Sie als einzige die Kenntnis der alten Echsenmagie, der Elementar- und Kampfmagie sowie der Satinavbeschwörungen, niemals aber die Kenntnis irgendeines satuarischen Zauberspruches.
Ashanti unterwies die Borianim und wenige auserwählte Tiere wie Kröte, Schlange und Skorpion in der Kunst der Zauberei, führte aus, wie man Geist- und Körperseele mit den Sphären in Einklang bringen könne und verhalf nicht allein der Prophetin zu Wissen über zukünftige Geschehnisse. Es ist bekannt, dass Ashantis Form der Magie auf göttlicher Bindung beruht und nur derjenige Ihrer Kraft teilhabend wird, der seine ganze Verehrung der Hohen Herrin widmet.
Wer sich auf die Hohe Herrin Ashanti beruft, dem kann Sie alle Arten von Zaubern satuarischer, druidischer und gildenmagischer Ausprägung geben, vielleicht auch firnelfischer Provenienz. Dabei verwehrt Sie jedoch die Kenntnis der elementaren Beschwörung und des Kampfes. Wenngleich Sie bereit ist, die Kenntnis bestimmter dämonischer Anrufungen zu vermitteln, so wünscht Sie doch den Verzicht auf deren Anwendung. Niemals aber würde Sie die tatsächliche Beschwörung oder Beherrschung eines FUROR BLUT oder HEPTAGON lehren!
Als Sünde gilt Ashanti der Versuch, die Sumpfgeister zu beherrschen. Solche Sünder verfolgt Sie unbarmherzig und bis in alle Ewigkeit. Als bisher letzte Manifestation der Alleswandlerin gilt uns Tríatha, die Herrin des dritten Zeitalters. Sie verleiht Ihren Anhängern nicht nur die Kraft zur Selbstverwandlung in Schlangengestalt, sondern gibt auch die Macht, Frevler und Tempelschänder permanent in Schlangen zu verwandeln. Die Hohe Herrin Tríatha lehnt jegliche Form dämonischer Beschwörung vehement ab.
In allen drei Manifestationen lehnt die Hohe Herrin jeden Versuch der Dämonenbeschwörung oder -beherrschung als Sünde ab. Einzig Ashanti erlaubt Ihren Dienern die Beschwörung als auch Beherrschung von Geistern, nicht aber der Sumpfgeister, die Sie unter Caiporus persönlichen Schutz gestellt hat.
Nachdem die Quelle der rechten Magie geklärt ist, gilt es die Praktizierer in Rechte und Unrechte einzuteilen. Allen voran die Magier dienen der Yrammis und der Sehdeni, sofern sie sich nicht als Weißmagier der Hohen Herrin Hesinde oder als Graumagier abwechselnd der Hohen Herrin Hesinde, Ashanti und der Dämonin Sehdeni unterwerfen. Kein göttingefälliger Graumagier würde jedoch jemals die Beschwörung eines Dämons ernsthaft in Betracht ziehen noch praktizieren. Schwarzmagier sind all jene, die nicht der Hohen Herrin, sondern den Dämonen und ihren Fürsten folgen sowie alle, die Geistern und Dämonen ihren Willen aufzuzwingen versuchen. Sie sind Sünder in den Augen der Hohen Herrin und oft Dämonendiener.
Während die Hexen und einstigen Diener der Hohen Herrin Ashanti, Sad’huarr oder Satuaria dienen, folgt die Priesterschaft Ashantis allein der Hohen Herrin Ashanti und der Hohen Herrin Tríatha.
Ailinistische Zauberer unterwerfen sich in allem der Hohen Herrin und meiden jegliche Beschwörung oder Beherrschung von Dämonen gleich zu welchem Behufe sowie die Beschwörung oder Beherrschung von Geistern außer zu Behufen, die der Hohen Herrin Ashanti lieb und teuer sind. Gleichfalls meidet jeder aufrechte Ailinist die hesindeungefälligen Formen der Blutmagie, wie sie der Hohen Herrin eine Gräuel sind."

von: Stephan Witte
Erschienen in Opus no. 114 am 1.7.2001.

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels