Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

20. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Contrathese zu "Die Dämonischen Zwänge des Menschen"
Reaktion zu Opus no. 122 - den Artikel einsehen...

Verfasst von Madajan Nandusstolz

Was?! Ich bin zutiefst schockiert und entrüstet von dem Bericht Melcher Dante von Angbars. Daher sind folgende Worte in erster Linie an selbigen und natürlich auch an alle Leser gerichtet:
Zunächst möchte ich folgendes festhalten: Ihr sagtet, der Mensch bestehe aus dreizehn Teilen, von denen einer dem Namenlosen ist, da dieser bei der Schaffung des Lebens dabei war und dass dieser Teil mächtiger als die anderen sei. Doch ich frage: Ist der Namenlose denn mächtiger als HESinde? Nein. Es heißt ja auch, die Zwölfe nahmen ihm seinen Namen und damit auch seine Macht. Weiterhin: Wieso sollte dieser Teil denn Böse sein? Der Namenlose war einer der Zwölfe und verstoßen, als er dem Bösen verfiel. Also schufen die Götter entweder vorher oder nachher das Leben. Wenn vorher, dann ist in ihnen, was der Namenlose vor seinem Fall repräsentierte. (Da er von seinen Anhängern als der "Güldene" bezeichnet wird, mag er wohl Herrschaft, Erhabenheit und Gold repräsentiert haben, was sich später in Machtgier, Eitelkeit und Schwarz-Rot, Schwarz oder Gold gewandelt hat). Wenn nachher, dann war er gar nicht zugegen, als das Leben geschaffen wurde. Vielmehr nutzen die finsteren Archodämonen die Gaben der Götter aus, um sie zu pervertieren. Wenn zum Beispiel ein Mann in rahjagefälligem Feuer entbrennt (metaphorisch gemeint), sie ihn aber nicht erhört, kann es sein, dass er der unheiligen Gegenspielerin RAHjas verfällt. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, dass RAHja die Triebe, die Belkelel missbraucht hat, wieder ins Reine umkehrt, aber Tugendhaftigkeit fällt nicht leicht. Das ist der Grund, warum viele freiwillig den Archodämonen dienen.
Ich denke aber nicht, dass die Dämonen wirklich uns schaden wollen. Vielmehr versuchen sie, die (sphaerologisch gesehen) ihnen am nächsten stehenden Wesen zu imitieren. In der Sechsten gibt es nichts und in der Fünften gibt es die Götter. Es gab wohl eine Art dämonische Urmasse, die wohl ähnlich den Formenwandlern war und über dem Sein stand, insofern, als dass sie sich weder an Masse, noch an Zeit, noch an Physik halten muss. So versuchte sie, Ebenbilder der Götter zu schaffen, sie zu imitieren, ihnen gleichzukommen. Doch aufgrund der fehlenden Eigenschaften hat sie kein "Verständnis" für Realität, so dass nur grobe Zerrbilder entstanden, die sich "so ähnlich" verhielten wie die Götter. Auch das Leben, die Elemente und die Paradiese versuchte sie nachzubilden und erlangte ebenfalls nur grobe Zerrbilder. Das erklärt auch, warum die Archodämonen langsam intelligenter werden; die Masse lernt. Diese Urmasse kann nicht verstehen, was Gut und Böse ist. Und wenn sie verstanden hat, dann ist es längst zu spät: Dann hat sie bereits alles zerstört. Sie ist nicht böse, sonder nur... anders. Aber der Namenlose ließ sie auf uns los und nun ist es nicht mehr rückgängig zu machen. Wir können sie (oder besser: ihre Manifestationen) nicht wieder einsperren. Also gilt es, sie auszulöschen, um die Welt zu retten. Allerdings ist sie ja an Masse nicht gebunden und demzufolge nicht auslöschbar. Wir müssen wenigstens versuchen, die Heptarchen zu stürzen, das dämonische Gezücht zurück in die Siebte schleudern und den Limbus zu reinigen.

HESinde mit Euch
Madajan Nandusstolz

Erschienen in Opus no. 123 am 30.9.2001 als Reaktion oder Fortsetzung zu Die Dämonischen Zwänge des Menschen.

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