Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

21. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Contrathese wider die sieben Elemente
Ein Traktat von Mordrian Greifenschwinge

Es herrscht ein allgemeiner Irrglaube vor, dass es sieben Elemente gäbe. Allen voran gehört dieser Madajan Nandusstolz zu diesen Verrückten. Doch dieses Traktat sollte sämtliche bisher als greifbar geltende Beweise zunichte machen.
Ad primo: Die Zitadellen der Elemente. Es wird ja behauptet, dass der Geist das siebte Element sei und dass die Zitadelle der Geister in eine Reihe mit den Elementaren Zitadellen wie Simyala gehöre. Doch was ist mit der Zitadelle der Elemente, in denen alle sechs vertreten sind? Gut, man könnte noch sagen, dass es vielleicht die "Hauptzitadelle" oder etwas ähnliches sei, doch warum gibt es dann eine Zitadelle der Dämonen? Sie sind keine Elemente, also stehen diese beiden Zitadellen für die jeweiligen Beschwörungskategorien. Und dass Verstorbene weder Djinni noch Dämonen sind dürfte jawohl jedem klar sein. Da sie trotzdem beschwörbar sind, haben sie eine eigene Zitadelle. Logisch!
Ad secundo: PLANASTRALE ANDERWELT, AUGE DES LIMBUS, TRANSVERSALIS. Ein jeder, der den OCULUS beherrscht und Gelegenheit findet, der sehe sich einmal die Wirkung eines TLALUCS ODEM oder einer Dämonen- oder Geisterbeschwörung an. Man stellt fest: Es öffnet sich jedes Mal ein Tor zur siebten Sphäre. Man extrahiere nun jenen Teil der Formel und verlängere die Dauer, in der das Tor bestehen bleibt. Nun könnte man in die siebte Sphäre hinein- und wieder hinausgehen. Wenn man jetzt den Zielort ändert, sodass man im Limbus landet, dann hat man einen PLANASTRALE, oder eher gesagt: etwas ähnliches, da man sich in ein Pentagramm stellen müsste (Beschwörungen) oder eines in die Luft zeichnen (TLALUCS ODEM), aber das bekommt man auch mit einer einfachen Modifikation weg. Nun kombiniere man den PLANASTRALE mit dem Cantus der WINDHOSE. Man erhält eine Öffnung in den Limbus und einen Sog darum herum, der alles in die Öffnung zieht. Man dupliziere die Wirkung des PLANASTRALE und beschränke sie wieder so, dass sie nur auf den Zaubernden selbst anwendbar ist. Das Ergebnis ist ein TRANSVERSALIS. Logisch!
Ad tertio: Der FULMINICTUS. Die Verwandtschaft des FULMINICTUS zum ZORN DER ELEMENTE ist unleugbar. Doch werfen wir zunächst einen Blick in das Gebiet der Heilung. Dort gibt es den weit verbreiteten, aber dennoch rätselhaften Cantus namens BALSAM SALABUNDE. Er wirkt wohl, indem er einen ursprünglichen Zustand wiederherstellt. Man revidiere nun diesen Spruch und lasse ein, zwei Arkan (ich danke für die Forschungsarbeiten des Collegus) Zauberkraft in sich selbst fließen. Der Effekt ist negativ: Statt dass Wunden heilen, platzen neue auf. Man erhöhe also die Reichweite des revidierten Cantus auf sieben Schritt, verringere die Zauberdauer und nehme dafür eine schlechte Dosierbarkeit in Kauf. Das Ergebnis ist ein FULMINICTUS. Gut, kann man sagen, es kann ja auch umgekehrt entwickelt worden sein. Das ist aber eigentlich unerheblich. Ob nun die Heilungs- aus der Kampfmagie stammt oder umgekehrt ist egal. Jedenfalls haben wir jetzt einen FULMINICTUS entwickelt. Beherrscht man nun den OCULUS, so sieht man, wie die revidierte Lebenskraft, sprich der Schaden durch die Luft übertragen wird. Kombiniert man den FULMINICTUS mit dem MANIFESTO, dann bekommt man einen ZORN DER ELEMENTE. Die Druiden ersetzten wahrscheinlich die laut auszusprechende Formel gegen eine materielle Komponente. Wenn jetzt jemand sagen will: "Moment! Den IGNIFAXIUS gibt es ja auch noch! Also gibt es doch elementare Kampfzauberei und der FULMINICTUS könnte dazugehören!" So möchte ich anmerken, dass der IGNIFAXIUS aus der Zeit der Magierkriege stammt - aus einer Zeit also, in der man mächtigere Kampfzauber brauchte. Daher ist der IGNIFAXIUS wohl aus einer Abart des ZORN DER ELEMENTE entwickelt worden. Man nehme eine Zwischenstufe aus der Entwicklung des FULMINICTUS, die je nach Erfahrung des Anwenders mächtiger ist und sich zudem noch dosieren lässt. Nun gebe man ein Zufallsmedium hinzu und man erlangt einen Cantus, der von Madajan Nandusstolz als "ASTRALOFAXIUS, ein mächtiger Kampfzauber, der das Siebte Element anruft" ausgegeben wird. Gleichzeitig entwickle man aus dem MANIFESTO einen Zauber, der ein kompaktes, also sehr heißes Feuer beschwört. Nun kombiniere man den ASTRALOFAXIUS mit dem MANIFESTO und es ergibt sich ein IGNIFAXIUS
Schlussfolgerungen: Es gibt nur sechs Elemente, die sich nachweisen lassen. Und: Es gibt nur fünf Elementare Formeln: MANIFESTO, DJINN DES (Elementes), MEISTER DER ELEMENTE, die Kernformel der WINDHOSE- Reihe und die Kernformel der ÜBER WIPFEL- Reihe. Die ersten drei beschwören, die vierte bewegt und was die fünfte tut, ist unbekannt. Alle weiteren Canti lassen sich entweder aus diesen herleiten oder sind eigentlich gar nicht elementar. Erstes trifft zum Beispiel auf den FLAMMENRING zu, der sich aus MANIFESTO potenzieren lässt, zweites zum Beispiel auf die WEISHEIT DER BÄUME, der sich aus dem SALANDERER ableiten lässt und somit keine elementaren Ursprünge hat.

Erschienen in Opus no. 124 am 7.10.2001.
Zu diesem Artikel erschienen folgende Reaktionen oder Fortsetzungen: Leserbrief zu der "Contrathese wider die sieben Elemente", Leserbriefe zu der "Contrathese wider die sieben Elemente" (2).

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels