Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

18. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Leserbriefe zu der "Contrathese wider die sieben Elemente"
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Ich möchte mir eine gezielte Provokation meiner Selbst verbitten und möchte Euren verblendeten Geist ein wenig aufklären und Eure Beweisführungen in jener Reihenfolge widerlegen, in der Ihr sie erstellt habt.
Ad primo: Die Zitadellen der Elemente. Nun, das Fehlen einer Zitadelle der Kraft als Beweis gegen die Sieben Elemente anzuführen, ist mehr als schwachsinnig. Wissen wir nicht alle, dass die Zitadelle der Kraft bei Madas Frevel zerstört wurde und deshalb nicht mehr aufzufinden ist? Heißt es nicht, die Zitadellen der einzelnen Elemente seien einzig aus dem jeweiligen Element? Nehmen wir rein hypothetisch an, die Zitadelle der Luft befände sich nicht weit im Westen von Gareth und bestünde aus Stürmen. Nun würde der Kristall der Luft zerstört und somit die Macht, welche die Zitadelle zusammenhält, verschwinden. Was wäre die Folge? Die Stürme breiteten sich in alle Richtungen aus und verwüsteten dabei wohl Gareth. Die Hauptstadt könnte nie wieder errichtet werden, da dort ein ewiger Sturm wäre. Könnt Ihr mir folgen? Diese Linien würde man wohl "Sturmlinien" taufen und eine Bewegung (primäre Eigenschaft der Luft) wäre in Richtung einer solchen Linie vereinfacht. Diesem Beispiel kann man wohl recht gut folgen. Nun stellt Euch vor, die Zitadelle der Kraft wäre statt dessen in unserem Beispiel. Wenn wir die Folge logischen Denkens einmal auf das Siebte Element ummünzen, sieht es so aus: Der Stein der Kraft würde zerstört und die Zitadelle ist somit zusammengefallen. Die Folge wäre magische Energie, die sich in Linien ausbreitete. Diese Linien würde man wohl "Kraftlinien" taufen und das Zaubern wäre in Richtung einer solchen Linie vereinfacht. Nun betrachtet einmal die Welt mit dem, von mir wie von Euch wohl auch, hochgeschätzten OCULUS. Nun sind sie äußerst chaotisch angeordnet und deuten auf keinen bestimmten Ort hin, doch es ist logisch, dass die Zitadelle der Kraft auch an keinem Ort existierte. Nun werdet Ihr Euch wohl wundern und denken, ich widerspräche mir im selben Absatz, doch ich will auf folgendes hinaus: Wo befindet sich die Zitadelle des Erzes angeblich? In einem Gebirge, und nicht darauf, sondern im Gestein. Wo befindet sich angeblich die Zitadelle des Feuers? In der Lava eines Vulkans. Wo befindet sich angeblich die Zitadelle des Wassers? Unter Wassermassen, tief im Meer. Wo befindet sich angeblich die Zitadelle des Humus? Mitten im Wald, eingeschlossen von Ranken. Wo befindet sich angeblich die Zitadelle des Eises? Im Ewigen Eis, komplett umschlossen von selbigem. Wo befindet sich angeblich die Zitadelle der Luft? Hoch oben schwebend. Daraus folgt: Jede Zitadelle ist umschlossen von ihrem Element. Und was ist reine Kraft? Der Limbus. Also befand sich die Zitadelle in selbigem. Als Beweis fungiert wohl auch, dass der Limbus durchzogen mit Kraftlinien ist. Wie aber kommen diese dann nach Dere? Ganz einfach: Nehmen wir den Cantus PLANASTRALE. Mit ihm gelangt man in den Limbus, kann sich aber nur entlang der Kraftlinien bewegen. Es gibt auch natürliche Pforten, die in Globulen oder in den Limbus führen. Bei der Ausbreitung der Kraftlinien werden wohl, auf ganz Dere zusammengenommen, so viele Pforten offen gewesen sein, wie Kraftlinien heute zu finden sind. Denn durch die offenen Pforten schossen die Kraftlinien nach Dere und existieren immer noch. 
Ad secundo: Die Limbusformeln. Es mag sein, dass PLANASTRALE in Dämonenbeschwörungen (in modifizierter Form) enthalten ist, doch es mag ebenfalls sein, dass der PLANASTRALE früher Bestandteil der Magie war, die Kraft-Djinni beschwören sollte. Denn ich weiß nicht, wie man es bewerkstelligen sollte, statt eine Pforte in den Limbus eine Pforte in die Niederhöllen zu schaffen. Da erscheint die Djinn- Theorie logischer. Der AUGE DES LIMBUS ist mit Sicherheit durch eine Combinatio der Canti PLANASTRALE und WINDHOSE zu erreichen, so wie an der Akademie zu Arkania aus dem FLAMMENRING und der WINDHOSE der FEUERSTURM erschaffen wurde (siehe dazu Opus no. 79). Doch es fehlt beim Auge des Limbus gänzlich eine Luftkomponente. Vergleichen wir den AUGE DES LIMBUS mit WINDHOSE und MAHLSTROM, so stellen wir fest, dass wie beim MAHLSTROM in der Nähe befindliche Personen eingezogen werden. Doch da kein Wasser drum herum ist, so vermuten Kleingeister eine WINDHOSE- Komponente. Doch die WINDHOSE zieht nicht in den Mittelpunkt, sondern stößt Dinge umher. Beim PLANASTRALE wirken rein magische Kräfte und keine Windmagie. Der TRANSVERSALIS lässt sich nicht einfach durch zwei PLANASTRALE ersetzen, denn zwei Tore an der gleichen Stelle bewirken nur, dass man dort herauskommt, wo man hineingegangen ist. Der einzige Effekt wären die Ränder, die jede Öffnung umgeben. Und wenn der Spruch dann nur noch auf sich selbst anwendbar ist, dann wäre die Wirkung nur, dass der Zaubernde weniger magische Kräfte hätte. Was TRANSVERSALIS und PLANASTRALE angeht: Diese beiden Zauber werden oft falsch eingeordnet. Der PLANASTRALE erschafft eine Art Brücke aus Kraft durch den vom selben Element besetzten Raum und ist somit nicht der ÜBER WIPFEL- Reihe, sondern dem Cantus SOLIDIRID FARBENSPIEL zuzuordnen. Denn bei beiden Zaubern können beliebig viele Personen und beliebig viele Gegenstände durch den elementaren Raum transportiert werden. Der ÜBER WIPFEL hingegen bewirkt, dass der Zauberer durch den elementaren Raum zu einem beliebigen Zielort gelangt und entspricht daher dem TRANSVERSALIS
Ad tertio: Kampfzauberei. Ich empfehle Euch, meinen Artikel "Von den Anfängen der aventurischen Zauberkunst". In ihm sind die Erklärungen zu dem FULMINICTUS enthalten. Was den IGNIFAXIUS angeht, so mögt Ihr Recht haben, doch das widerlegt nicht die Heptalogien- Theorie.
Schlussfolgerungen: Es gibt sieben Elemente, die sich mit einem klaren Kopf nachweisen lassen. Es deutet alles darauf hin, dass es früher eine Elementare Urformel gab, die eine a- und eine b-Variante enthielt. Mit der a-Variante ließen sich Beschwörungen (und Entschwörungen) wie (DE-) MANIFESTO, MEISTER MINDERER GEISTER, DJINN DES (Elementes) und MEISTER DER ELEMENTE vornehmen, mit der b-Variante ließen sich die Elemente manipulieren, also sowohl verwandeln, als auch den Bewegungszustand ändern (nicht umsonst heißt die Zauberei, die Totes verwandelt, auch Veränderungs- Zauberei), was sowohl ZORN DER ELEMENTE als auch AEOLITUS oder ÜBER WIPFEL wiedergibt. Das ist das, wonach der Konvent der Urformel momentan sucht. Danach werden wir die Sphaerologischen (ein besserer Name für das Gebiet der Dämonenbeschörung, denn obwohl auch der KOMM KOBOLD KOMM in dieses Gebiet fällt, sind Kobolde keine Dämonen) Urformel suchen, wobei wir natürlich nicht einen Durchbruch auf dem Gebiet der Dämonologie suchen, sondern nur HESinde gefällig Wissen mehren wollen. Natürlich ließen sich dadurch Exorzismen sprechen und Kobolde rufen, was durchaus HESinde gefällig ist. Durch eine Kombination beider Canti ließe sich wohl die Umfassende Urformel entwickeln, da alles, was derisch ist auf den Elementen basiert oder komplett dämonischen Ursprungs ist. Mit diesem Cantus wäre eine Art Freimagie möglich.

Rückmeldungen an Madajan Nandusstolz bitte bei der Nordland-Bank in meinem Schließfach hinterlegen.

HESinde mit Euch
Madajan Nandusstolz

Erschienen in Opus no. 125 am 14.10.2001 als Reaktion oder Fortsetzung zu Contrathese wider die sieben Elemente.

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