Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

21. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

Titelblatt
Compilationen
Archiv
Compages
Suche
meistbetrachtete Artikel
zufälliger Artikel
Umfragen
Redaktion

Menü verstecken


Aus dem Tagebuch des Firolan Brandstetter

2. Teil
(den 1. Teil einsehen)

Wir bitten den geneigten Leser um Entschuldigung für den Ausfall der Fortsetzung in der letzten Ausgabe und hoffen mit diesem Ausdruck ihr Wohlwollen zurück gewonnen zu haben:

21. Rahja 31 Hal
Wir haben die Überquerung der Trollzacken (befinden uns gerade am Fuß) recht glimpflich geschafft und sind ohne größere Vorkommnisse über den Pass – nur die Umkehr des Expeditionsteilnehmers Elwin Treublatt aufgrund eines umgeknickten Knöchels beim Aufstieg schmerzt ein bisschen; habe mich recht gut mit ihm verstanden; ich hoffe er und seine Begleitung sind wieder gut in Rommilys; ich hoffe ich treffe ihn mal wieder; ansonsten ist nur noch der Verlust eines Lastenponys zu beklagen; keine besonderen Vorkommnisse – eigentlich schade: hätte gerne einen dieser Barbaren gesehen; der Zwerg (Thorum, Sohn des Thorim) ist immer noch lästig – ich hoffe er hält sich von mir fern; meine kleinen Übungen haben nicht nur bei mir gefruchtet: jeder von uns hat sich vorbereitet; Marbon wird seit dem Abstieg immer energischer (wer will es ihm verdenken) – ich hoffe ich kann bald mit ihm allein reden!

23. Rahja 31 Hal
Wir haben die Trollzacken hinter uns gelassen und sind bereits ein gutes Stück in den Schwarzen Landen; ein jeder ist vorsichtig, allerdings ist bis jetzt nichts geschehen – praiosseidank; wir sind zuerst in Richtung Beilunk gewandert und dann scharf in Richtung Warunk abgebogen; wir gehen meist vormittags und nachmittags und nur durch Wälder; hier in Ostdarpatien scheint mir das Land längst nicht so verödet wie immer beschrieben; trotzdem bestätigt mir hier jeder, dass wir im Reich des schwarzen Drachen sind; ich hoffe wir finden bald den Beweis unserer Expedition, denn spätestens übermorgen müssen wir wieder umkehren; Brendan lässt sich nicht entlocken, wie er uns seinen Beweis zeigen will.
Nachtrag
Sind heute in einen kleinen Hinterhalt geraten: Während der Nacht haben uns drei Skelette angegriffen – ein schauriger Anblick; dank unserer zahlenmäßigen Überlegenheit gelang es uns schnell diese Kreaturen zu zerschmettern. Ich frage mich allerdings, wie groß der Einfluss dieses Drachens ist: beim Aufheben eines Schädels versuchte dieser nach mir zu greifen! Dengötternseidank zertrat ein Söldling diese untote Kreatur.

24. Rahja 31 Hal
Heute muss der Beweis kommen oder alles war umsonst! Laut Auskunft befindet sich die alte Reichsstraße ein paar Meilen nördlich von uns. Marbon lässt uns seit vormittag lagern und ist mit zwei Spähern aus dem Lager verschwunden. Wir sind alle wachsam und leicht nervös! Er sagte wir sollen uns für heute Nachmittag bereiten halt – ich bin bereits gespannt...
abends
Es ist etwas schief gegangen – Wir sind auf der Flucht! Am Nachmittag geleitete Marbon und die zwei Späher uns zu der Nähe eines Boronangers. Von einem kleinen Wäldchen auf einer Anhöhe konnten wir das kleine Areal überblicken. Zu Beginn der Nacht erschien ein großer hagerer Mann in schwarzer Kleidung und fast weißem Schädel auf dem Boronanger. Er schien etwas Großes vorzubereiten und entzündete Fackeln und Kerzen; plötzlich fing er mit einem seltsamen Singsang an; wir waren alle gespannt und es herrschte ein Totenstille; dann ein Rauschen wie von mächtigen Schwingen – die anderen hörten es ebenfalls! Doch wie waren wir verblendet und wähnten uns am Ziel unserer Expedition, stattdessen waren sie auf einmal unter uns. Mehrere dutzende Skelette und teilweise konnte man noch ihre königlichen Wappen oder ihr zerfaulendes Fleisch sehen; sie waren unerbittlich – wie eine weiße überschwappende Welle!
Ich weiß nicht, ob ich das überlebe und habe deshalb in diesem Foliant mein Testament eingetragen und einem Söldner aufgetragen dies als mein Andenken zu meiner Frau zu bringen.

26. R.
irren durch die Wälder, sind zu zweit: Lena Falkenschlag, die Magierin, ist bei mir, werden noch immer von ihnen gehetzt, habe die Gruppe verloren, hoffe sie finden uns nicht, schlagen uns in Richtung Trollzacken durch; die NL Tage kommen näher

28. Rahja 31 Hal
Sie haben uns. Wir konnten nicht mehr. Heute haben sie Soldaten mit dem Drachenemblem aufgegabelt. Sie haben uns befragt und gequält. Schließlich zwingen sie uns ein Loch im Boden auszuheben. Ich sitze nun am Boden dieses Loches – angebunden – Sie haben mich gezwungen, dass ich alles wie bisher aufschreiben sollte – als Einladung für den Endlosen Heerwurm, falls noch mehr kommen sollten, sagen sie – ihr Götter straft diese Perfiden und geleitet meine arme verblendete Seele ins Reich Borons – Lena beginnt unter Tränen und Aufsicht der Soldaten das Loch wieder zuzuschaufeln – ich werde sterben – wer immer dieses Buch findet, dem soll dies Mahnung sein – ich lie...

An dieser Stelle bricht das Buch ab und es ist vermehrt Erde auf diesen Seiten zu finden. Der Söldneranführer konnte uns die letzten Details aufklären: Magistra Falkenschlag blieb in Gefangenschaft. Drei Nächte später erhob sich Firolan Brandstetter als Untoter – mit seinem Buch unter dem Arm. Die Soldaten wollten ihn die Magierin töten lassen, da gelang es den verbliebenen Expeditionsteilnehmer mit einem letzten beherzten Zuschlagen die Magierin zu befreien. Ihnen gelang wie bereits berichtet die Flucht!
Das Schicksal von Marbon Brendan ist ungewiss, somit sehe ich auch seine Expertise als gescheitert an, möge seine Seele und die aller anderen in einem Paradiese ruhen.

Argelia von Kuslik
Geweihte der Göttin

von: Nicolas Krenmayr
Erschienen in Opus no. 140 am 27.1.2002 als Reaktion oder Fortsetzung zu Aus dem Tagebuch des Firolan Brandstetter.

Suche in 575 Opus-Artikeln

ein oder mehrere Begriffe
alle Artikel anzeigen

Der Schwarze Limbus Nachricht an die Autoren (c) 1998-2006 Spielerverein der Freunde des Gepflegten Rollenspiels