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Der Schwarze Limbus    

15. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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De Mysteriis Sphærologibus

So leben wir im unendlichen Cosmos, geschaffen aus dem Cataclysmus, dem Zwist zwischen Los und Sumu, den Urgiganten. Mit dem Fall der Urriesin wurde das Zentrum des Cosmos erschaffen, auf dem Los seine Ordnung, die Sphæren und den Fluss der Zeit, gründen konnte. In diese Ordnung eingefügt wurden die Götter und Giganten als Kinder des Los und der Sumu. Doch Los vermochte die Ordnung nicht bis in alle Unendlichkeit auszudehnen, und so ward den Dæmonen ein Refugium gewährt. Satinav, der 13-gehörnte Gigant, dem Leib der Sumu entsprungen, kletterte zu dieser Zeit hinab bis in die erste Sphære und betrat Naranda Ulthagi, die als einziges Schiff den Fluss der Zeit zu befahren vermochte. Los jedoch wurde seines Vorhabens gewahr und kettete den Giganten an das Schiff, welches seit dieser Zeit, geheissen das II. Zeitalter, stetig Richtung Zukunft segelt.

Es folgen die Zeitalter vom Krieg der Giganten, als die Kinder der Sumu die Tore Alverans belagerten. Doch in jener Zeit stieg der Dæmonensultan die Sphærenleiter hinab bis in die zweite der Sphæren und dort pflanzte er den Keim alles Bösen und so wucherte der Dæmonenbaum hinauf in die dritte Sphære. Bis nach Dere drang er vor, doch als die Götter und Gignaten dies bemerkten schuf Ingerimm das Eherne Schwert, eine Waffe, an welcher er ein Äon lang schmiedete. Mit dieser schmetterte er den Dæmonenbaum nieder.

Doch auf Dere folgte nicht gar etwa eine Zeit des Friedens, denn die Alten Drachen erhoben sich und forderten ihren Platz in Alveran. Es kam zum Kampfe Famerlors gegen seinen Drachenbruder, doch keiner errang den Sieg, so erwählte Rondra Famerlor, als den Edleren der beiden, zum Sieger. Zusammen mit fünf anderen Drachen und einem Teil der Heerschar der Giganten, welche im Kampf gegen die Dæmonen auf der Götter Seite waren, zogen sie ein in die Feste Alveran und lebten fortan als Götter in der V. Sphære.

Es war diesselbe Zeit, als die Ordnung der Elemente festbeschrieben wurde, sieben an der Zahl. Doch wieder entstieg dem Fluss der Zeit ein Feind der Götter, diesmal aus ihren eigenen Reihen. Der Gott ohne Namen konnte jedoch mit vereinter Kraft in die VI. Sphære verbannt werden.

Von höchster Wichtigkeit sind die Ereignisse im folgenden Zeitalter, dem sechsten in der Folge. Mada frevelte der Ordnung der Götter und zerstörte den Kristall der Kraft, des siebenten Elementes und Substanz des Los. Seit dieser Zeit durchfließen die Strömungen der Kraft ungebändigt alle Sphæren.

Dies nun ward das letzte wichtige Ereigniss in der Geschichte der Sphæren und mit diesem möchte ich nun überleiten auf die momentane Consistenz eben derselben:

I. Nach al'Planes Sphairologia liegt in der I. Sphære das Mysterium von Kha bewahret. Hier strömt auch der Fluss der Zeit, welcher der Urgrund alles Vergangenen, des Gegenwärtigen und alles Zukünftigem ist. So stellt auch die I. Spæhre als Innerstes Sumus das Fundament für den Cosmos dar.

II. Geheißen die Feste der Elemente ist die II. Sphære der Standort der sechs und einen Zitadellen, welche auf der I. Sphære fundieren und deren Türme sich bis in die dritte Spæhre erheben. Die Substanz der II. Sphære ist jeweils das vollkommene Element - in reiner und unverfälschter Form - und dies ist auch der Grund, warum nie ein Sterblicher diese Gefilde betreten kann, es sei denn er steht unter dem Schutze des entsprechenden Elementes.

III. Bis hierhin erstreckt sich Sumus gigantischer Leib, auf welchem die Sterblichen der zwölf Zeitalter wandeln - verloren in Zeit und Raum, einzig ihren kurzlebigen Gedanken nachgehend [...]. Die Elemente existieren hier in stark durchmischter Form, ihrer Reinheit beraubt, doch zu neuer Formenvielfalt geführt.

IV. Die Toten - Boron sei ihrer Seelen gnädig - werden von Golgari über das Nirgendmeer in Borons Hallen gebracht, welche ident sind mit der IV. Sphære. Welche Seele von Rethon als würdig abgewägt wird, darf eingehen in eines der Zwölfgöttlichen Pardiese, welche sich in der

V. Sphære befinden. Wohnort der Götter, Drachen, Giganten und all der himmlischen Heerscharen.

VI. Sterne und Kraft wird sie geheißen; sie ist der Fluss, welcher von Los als trennendes Element zwischen Göttern und Dæmonen eingesetzt wurde. Hier hat der Gott ohne Namen die Große Bresche geschlagen, durch welche das niederhöllische Gezücht die Sphæren darunter bedrohte. Doch an diese Bresche ist der Verräter unter den Göttern nun selbst angekettet, als ewigliches Hindernis wider die Dæmonen.

VII. So lehrt uns die Daimonologica: Unterteilt in 13 Domänen, in 49 Untersphären oder in Myriaden Splitter liegt hier die Unendlichkeit ausserhalb der inneren sechs Sphæren. Sie ist das Refugium der niederhöllischen Heerscharen, der Schlächter und Säer von Zwist und Boshaftigkeit.

 

Auszüge aus der Vorlesung De Mysteriis Sphærologibus im Rondra des Jahres 29 Hal

von: Philipp Schumacher & Markus Penz
Erschienen in Opus no. 4 am 8.2.1999.

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