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Der Schwarze Limbus    

21. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Prüfungsarbeit aus der Facultas Anatomica vitae mortusque, Fachgebiet Anatomie & Heilung

Es ist mir eine außerordentliche Freude unserer geneigten Leserschaft im folgenden einen Artikel präsentieren zu dürfen, welcher die leicht revidierte Fassung einer Prüfungsarbeit an unserer Academia darstellt. Die geschätzte Leserin mag sich von dieser Arbeit keine hochtrabenden und neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse erwarten, sondern kann anhand dieses Skriptes die Qualität der Arbeiten an der Academia Limbologica ermessen und diese Arbeit im speziellen als Maßstab heranziehen. Somit bleibt mir nur noch viel Vergnügen bei der Lektüre zu wünschen:

Zur Magica Nonmagica: Die Wege zur transdermalen Wundbehandlung

"Das Thema Kräuterheilung nimmt wohl, sofern Heil-Trank und direkte Behandlung durch Magie wie durch diverse Thesen (z.B. Balsamsalabunde) ausgeschlossen sind, den größten Part der Heilung ein. Nach längerer Analyse der Aufgabenstellung kam ich jedoch zu dem Schluss, dass ich sehr wohl magische Kräuter in meine Arbeit einbeziehen werde.

Die Anwendungsmöglichkeiten zur wirkungsvollen Heilung sind dabei so vielfältig wie TSA’s und PERaine’s Wille.

Zum einen die banalste und einfachste, wenngleich auch schwächste Form der Wundheilung, ist die direkte Einnahme der Kräuter, welche nur bei genießbaren Kräutern anzuraten ist, die ihre Wirkung im Laufe des Verdauungstraktes entfalten. Die in den Pflanzen enthaltenen Säfte werden filtriert und vermehrt an die betroffenen Problemstellen gelagert, wo sie sich zum einen positiv auf die Regeneration auswirken wie auch das Wundfieberrisiko mindern, oder bei eventuellem Ausbruch der Krankheit diese bekämpfen und lindern.

Ein konkretes Beispiel für jene ‚unprofessionelle’ Art der Wundbehandlung wäre die Verabreichung von Vierblatt, Einbeere oder Belmart, auch sollte diese Möglichkeit nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden, um dann die Vorzüge der direkten Behandlung vorzuweisen.

Eine bessere Variante der Wundpflege wäre das Auflegen der oben genannten Herbae, wobei die Adern der Blätter geöffnet sein sollten, sodass die heilsamen Bestandteile der Pflanze zugreifen können, oder eines Brei, gereinigt von den zähen Teilen wie Fasern und Stiel auf den Verletzungen, die – je nach Körperstelle – in angebrachter Art und Weise verbunden und fixiert werden.

Hier sollte nach Möglichkeit auf Stärke der Blutung und auf Art der Verletzung geachtet werden. Bei Schürfungen und leichteren Lädierungen ist eine solche Behandlung sicherlich anzuraten, bei allzu schwer blutenden Wunden besteht jedoch die Gefahr, dass die heilsamen Substanzen vor ihrer eigentlichen Wirkung von dem starken Blutfluss hinwegbefördert werden. In jenem Fall ist die beste Möglichkeit für nicht-magische Heilung wohl das feste Umwickeln mit Bandagen, unter die das bloße Blatt der Heilpflanze gelegt werden sollte.

In den meisten Fällen führt eine solch starke Verletzung, bei der die erwünschten Wirkungen nicht mehr involviert werden können, zu Verlust des betroffenen Gliedes oder aber gar zum Tod.

Hilfreich zur Wundbehandlung mit PERaine’s Gaben bei selbst so starken Vulnae wäre die Minderung des Blutflusses mit lähmenden Mitteln, die sich auf den Herzschlag auswirken und somit ebenso den Blutfluss verlangsamen, oder aber schlichtweg durch Abschneidung der Blutzufuhr durch Abbinden und Blockade der zur Wunde führenden Schlagader. Dieses Mittel inkludiert aber ein gewisses Risiko und sollte nur im Notfall eingesetzt werden, da weiters die Möglichkeit besteht, dass betroffene Körperteile durch Verhinderung des Blutflusses absterben könnten.

Allzu schnelle Auswirkungen können jedoch nicht erwartet werden, hierzu sollte schon ein präpariertes Mittel aus eben jenen zur Verfügung gestellt werden. So wäre in den oben erwähnten Situationen, wie das Auflegen diverser Kräuter, wohl die Verabreichung aus jenen gewonnenen Salben anzuraten. Der Vorteil einer präparierten Salbe besteht wohl darin, dass sämtliche unnützen Mittel entfernt wurden und weitere pro-salubre Mittel, die nicht aus Pflanzen gewonnen werden können, durch geeignete Bindemittel hinzugefügt werden.

Bei Behandlung durch ein giftiges Gerät oder aber anderer Werkzeuge oder Waffen, die durch Rost oder schlichtweg Unrat gefährlich wurden, zustande gekommener Wunden, ist zu den bereits genannten Wegen der Heilstärkung wie Auftragen von Salben oder Kräutern zuzufügen, dass das Abbinden und blockieren des Körpergliedes absolut vonnöten ist, um zu verhindern, dass sich besagte schädliche Substanz, die den Körper vergiften und lahm legen, sprich in Apathie versetzen kann, im corpus hominis ausbreiten kann. Weiters sollte in Kreislaufrichtung des Blutes, meist oberhalb der Wunde, zur Ader gelassen werden, um auf diese Weise das Gift aus dem Körper abfließen zu lassen. Dabei ist zu sorgen, dass das Blut mit einer Schale abgefangen wird. Damit das Blut auf diese Art und Weise nicht mit der eigentlichen Wunde in Berührungen kommt, sollte das verletzte Glied hochgehalten werden, auf dass der Blutfluss durch den Aderlass noch gesteigert werde.

Wohl sollte so viel Blut als möglich von der Wunde entfernt werden, zumindest für den Zeitraum mehrerer Minuten, je nach Stärke und Menge des Giftes. Nach jener Dauer sollte der bewusst durchgeführte Schnitt von aller Berührung verschont werden, da sonst nur noch schwer ein Gerinnsel zustande kommt, das im Grunde den Beginn des Verheilens gewährleistet. Mitnichten ist die ursprüngliche Verletzung so zu behandeln, zwar sollten etwaige Reste des schädlichen Stoffes entfernt werden und notfalls mit Alkohol desinfiziert werden, jedoch nach gründlicher Reinigung sollte die Wunde je nach Blutung angemessen behandelt werden. Auch soll das Band oder die Blockade an der zuführenden Ader gelockert und nach Beendigung des Aderlasses endgültig hinfort genommen werden, so keine zukünftige Taubheit oder gar ein schlecht funktionierendes Glied zurückbleiben sollen.

Es besteht weiters die Theorie Götterhand, nicht magisch, dennoch lasse ich es wohl als eine Möglichkeit offen, die es nicht zu unterschätzen gilt, schließlich wird das Dererund von anderen Mächten durchzogen, als nur von den Arkanen, die seit MAda’s Frevel frei fließen. So lasse ich diese Möglichkeit offen, da ich auf keinerlei Belege hinweisen kann, dennoch sei sie erwähnt, selbst nur von Sagen von Augenzeugen unterlegt, weshalb ich sie außerhalb der drei verlangten Antworten hinzugefügt habe.

Anhand der nahe liegenden Quelle, Hochwürden Argelia von Kuslik, besann ich mich, diese Möglichkeit ebenfalls geltend zu machen und zu erwähnen, wenngleich kein Sterblicher in der Lage ist die göttliche Macht zu erklären."

  Vorgelegt von Ucurian ya Enstronzo

publiziert von Meister Eborëus Zachariad

von: Marco Dworschak
Erschienen in Opus no. 153 am 5.5.2002.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: Prüfungsarbeit aus der Facultas Anatomica vitae mortusque, Fachgebiet Beschwörung & Beherrschung.

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