Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

15. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Ankunft von Magicus Thundar Hurlemanoff an der Academia Limbologica

HESinde sein Dank - die Reise war zwar anstrengend aber bis auf die scheinbar obligatorischen Strassenräuber (die eigentlich zumeist ja auch keine echte darstellen) gänzlich ohne Gefahr verlaufen.
Nachdem ich also an der Akademie angekommen war, an der sich mein weiteres Leben innerhalb der Gilden entscheiden sollte, versorgte ich zunächst mein treues Ross. Die Ställe waren mir ja gezeigt worden, nachdem ich darauf hingewiesen hatte, dass ich mein Pferd wohl selbst versorgen müsse, selbst wenn ich das freundliche Angebot des Scolaren gerne angenommen hätte.
Kurz darauf wurde ich in meine einstweilige Unterkunft geführt, wo ich mich kurz erfrischte - eine Waschschüssel stand ja bereit - mein großes Gewand anlegte (wie stets führte ich Schwert und Stab mit mir) und mich zunächst zu Großmeister Erilarion Androstaal begab, um ihm meine Aufwartung zu machen und meine Gegenklage noch einmal persönlich einzureichen. Bei dieser Gelegenheit übergab ich ihm auch gleich eine Abschrift des Codex Dimensionis als Geschenk, ich hatte zwar eigentlich das gute Stück zu Geld machen wollen, aber da die dämonologischen Werke an der Limbologica ja im Augenblick Mangelware sind, erschien mir diese Entscheidung als zweckdienlicher.
Anschließend bat ich darum, mir die Räumlichkeiten zu zeigen.
Nun bin ich sehr gespannt auf die restlichen Bewohner der Akademie - na, schon bald werde ich sie alle kennenlernen.

Thundar Hurlemanoff

Protokoll der Gespräche mit Magicus Thundar Hurlemanoff

Großmeister Erilarion Androstaal
"Mein lieber Kollege,
ich hoffe ihr habt euch recht gut eingelebt bei uns hier und es fehlt euch an nichts. Wenn ihr nichts dagegen habt, so führe ich euch ein wenig herum in diesen altehrwürdigen Hallen...
Doch halt! Wie vergesslich! Ich vergass ganz, mich bei euch für eure Abschrift zu bedanken. Wie ihr sicherlich wisst, haben wir ja einige Probleme mit unserer Bibliothek... doch wem erzähle ich das, ihr habt sicherlich längst schon alles im Opus gelesen.
Oh, wartet einen Moment. Dort drüben im Lehrsaal könnt ihr vier unserer Scolaren sehen, die gerade von Hochwürden Argelia von Kuslik unterwiesen werden - sie ist eine gestrenge Dienerin der Göttin, und in den wenigen Tagen, die sie hier bei uns weilt, hat sich bereits einiges geändert. Ach ja, weil ich gerade von Veränderung sprach: Seht herab auf meinen Fuss - er ist wieder heil! Die gütige PERaine meinte es gut mit mir und ließ den Fuss innerhalb von nur sechs Wochen wieder verheilen - naja, es waren vielleicht auch die Tinkturen und Mittelchen der lieben Sheddja, die dies bewirkten.
Doch wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Hochwürden wird heute abend natürlich einen Götterdienst zelebrieren und sie würde es euch sehr übel nehmen, wenn ihr nicht auch dort erscheinen werdet.
So, was zeige ich denn nun am besten... vielleicht wollt ihr euch unsere Beschwörungstürme ansehen... oder ihr habt vielleicht sogar einige Ideen für eine Gastvorlesung mitgebracht? Ihr werdet euch schon zurecht finden.
Gehabt euch wohl in der Zwischenzeit, ich muss nun dringendst wieder zurück zu meinen Adepten, sonst stellen sie noch etwas an..."

Hochwürden Argelia von Kuslik
"Also Ihr seid der Collegus, von dem ich schon soviel gehört und gelesen habe. Ich begrüße Euch im Namen der HESinde und wünsche Euch einen gesegneten Aufenthalt hier.
Ich darf Euch natürlich auch zur Messe einladen. Sie findet nach Praiosuntergang in der Kapelle statt. Ich denke wir alle brauchen jetzt ganz besonders unserer Göttin Beistand und wahrscheinlich besonders Ihr.
Solltet Ihr irgendwelche Probleme in Eurem Herzen, in Eurerer Seele oder in
Eurem Glauben haben, besucht mich jederzeit; ich würde mich freuen Euch
helfen zu können.
Also derweilen HESinde zum Gruße und seid pünktlich bei der Messe."

Meister Achmed ibn Mhukkadin al Ghunar
"Rastullaha alaikum, ehrenwerter Thundar!
Viel wurde mir von euch bereits zu Ohren getragen, umso mehr durfte ich bereits lesen, nun endlich lerne ich ihn persönlich kennen! Nach all den Anschuldigungen die ich über euch gelesen habe, müsst ihr ja die Zunge einer Shukshum haben. Gut nur, dass ich nun selbst die Möglichkeit habe, mich zu überzeugen. Denn wie heißt es im 35. Gesetz: Der Gottgefällige prüft jeden Gedanken auf den Einfluss alles Schändlichen. Nun ist es also an der Zeit, all die schändlichen Gedanken, die uns offenbart wurden, abzuwägen und zu prüfen.
Aber sagt doch, ehrenwerter Thundar, besucht mich doch einmal in meinen Gemächern und probiert mit mir ein bisschen Zitabhar. Am besten, ihr kommt kurz nach Sonnenuntergang zu mir, zur Messe könnt ihr morgen auch noch gehen. Ich bin sicher, unsere Argelia von Kuslik wird verstehen, welche Prioritäten wir zu setzen haben."

Meisterin Sheddja
"Collegus! Und wie gefällt es Euch bei uns? Ich weiss, alles ist ein wenig chaotisch und in Eile, noch heute sollte der neue Opus fertiggestellt und versandt werden. Ich denke, wir werden darin auch von Eurer Ankunft berichten. Inzwischen habt Ihr wahrscheinlich schon fast alle unsere Lehrmeister kennengelernt. Meister Barius hat sich schon seit mehreren Tagen auf sein Zimmer zurückgezogen; man sagt, er schreibt an einem Werk über sein Leben, zudem will er seine Forschungen über das Blut weiterführen - durchaus interessant, wenn auch nicht ganz unproblematisch, wie ich meine. Immer wenn Barius über sein Leben nachdenkt, wird er beinahe unnahbar. Ihr müsst wissen, dass er, bevor er zu uns stieß, am Abgrund seiner selbst stand. Er verweigert allerdings jede Auskunft, doch wir vermuten, dass es mit dem Portal in der Bibliothek in irgendeinem Zusammenhang steht, da er auch in diesem Zusammenhang etwas zu verschwiegen scheint. Den geschätzten Magus Rukus Ambrosius werdet ihr wohl bei der Messe kennenlernen, ich denke in der Umgebung des Hesindeschreins wird Euer Disput auch auf die rein wissenschaftliche Komponente verlagert werden, ohne die Gildengesetze zu Rate ziehen zu müssen, das wird früh genug geschehen - diese ganzen Zwistigkeiten sind sehr bedauerlich, wenn auch scheinbar nicht vermeidbar - doch gewiss wird der ehrenwerte Großmeister einen wahrlich praios- und hesindegefälligen Urteilsschluss finden können, der einzig und alleine die Forschung weiterbringt indem Euer beider Thesen in hesindianischer Synthese verschmelzen. Ihr kommt mit zur Messe?"

Erschienen in Opus no. 23 am 20.6.1999 als Reaktion oder Fortsetzung zu Gegenklage des Magus Thundar Hurlemanoff versus Magister Rukus Ambrosius.

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