Opus veritatis scientiaeque

Der Schwarze Limbus    

18. Rahja im 47. Götterlauf nach Hal

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Wider den Schwarzen Landen!

Sehr geehrte Leserschaft des Opus veritatis scientiæque,
sehr geehrte Collegae et Collegi!

Mit Bestürzung muszte ich in letzter Zeit diesem Fachblatt entnehmen, dasz eine scheinbare Ignoranz bezüglich der Vorkommnisse, die im Tobrischen geschehen, nicht nur bei meinen Collegae et Collegi festzustellen ist. Denn anders kann ich mir die mangelnden Publikationen, die sich wider den schwarzen Horden richten, nicht erklären.
Zwar ist erfreulicher weise auch festzustellen, dasz sich - bisher - die Schergen der Statthalter, die ihre Präsenz auf den Fundamenten des Bösen begründeten, ebenfalls mit Schmähschriften oder gar Aufrufen, ihrem Beispiel zu folgen und den Blendungen des Gezüchts, mit dem der, dessen Name für alle Zeiten für das Ende des Zeitalters der Elfen stehen wird, in dieser liberalen und für alles offenen Postille zurückhielten. Aber dies soll - und darf - keine Entschuldigung sein!
Oder ist es womöglich schon so, dasz der status quo dieser schwärenden Wunde auf dem Anlitz Deres von den Spektabilitäten, den Magiern, den Adepten der Gildenmagie, den Anhängern Satuarias und Sumus geduldet wird? Ganz zu schweigen von den Naturvölkern der Elfen und den Schamanen des tiefen Südens und des hohen Nordens, insbesondere durch letztere, die ebenfalls unter der Herrschaft eines Statthalters des Bethaniers leiden müssen! Ich für meinen Teil, geneigte Leserschaft dieses Blattes, kann mich damit nicht abfinden - und will es auch nicht!
Es gleicht schon einer Kapitulation, wenn nun immer häufiger die Gespräche sowohl in Kreisen der arkanen und geistlichen Gelehrten wie auch bei den wackeren Recken und Adeligen auf neue - scheinbar wichtigere - Dinge zu sprechen kommen: die Erkundung des Güldenlandes! Sollten wir nicht die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen und erst einmal das, was unser gesamtes Handeln und Denken in den letzten Götterläufen bestimmt hat, zu Ende bringen, bevor wir uns zu neuen Ufern aufmachen? Sollten die Opfer, die in diesem Zusammenhang von zahllosen Recken erbracht wurden, gar vergebens gewesen sein?
Mitnichten, werte Leserschaft, mitnichten! Denn das Ansinnen dieser Heroen war es, dem Guten - mithin den Göttern - zum Sieg zu verhelfen, koste es auch das höchste Gut, was sie dafür opfern konnten: ihr Leben - und teilweise auch ihre Seele! Diese Streiter jetzt dadurch zu verhöhnen, dasz ihr heldenhafter und selbstloser Einsatz nun mit keinem Wort, keiner Silbe, keinem Buchstaben als Fanal und Ansporn für weitere Taten wider dem Geschmeisz der dunklen Lande angesehen wird, zeigt meines Erachtens nur die Unfähigkeit eines Groszteils der von der guten Frau HESinde Gesegneten, aus Opfern anderer zu lernen.
Man kann nicht einfach wie eine Biene zur nächsten Blüte fliegen, weil die, an der man sich zuvor gelabt hatte, nunmehr uninteressant geworden ist. Solange die Brut der Niederhöllen ein ständiges Einlasztor in unsere Sphären hat, solange darf der Blick nicht getrübt werden! Denn in einem sollten sich die geehrten Collegae et Collegi - und auch alle Anderen - im Klaren sein: Auch wenn das Güldenland mit einer Vielzahl an Unbekanntem lockt, so wird eine Nichtbeachtung der Gefahr, die sich direkt vor unserer Haustür befindet, weitaus gröszere Gefahren mit sich bringen!
Welche das sind, darüber bedarf es nicht vieler Worte. Denn der Bethanier hat es schon zu seinen Lebzeiten geschafft, Zwietracht und Miszgunst in die Reihen der Verbündeten von Mensch, Zwerg und Elf zu säen. Und es ist meines Erachtens nicht gesagt, dasz es sich bei den Berichten über das Güldenland nicht um - möglicherweise durch Schergen des Bethaniers - fingierte Meldungen handelt, gerade um von sich abzulenken und etwaige gröszere Unternehmungen gegen das Reich zu planen - und dann auch durchzuführen! 
Wenn man nun dennoch meint, die Augen vom Feind RAHjawärts ab - und sie den neuen Ufern gen EFFerd zuwenden zu können, so sollen sich diejenigen, die dieses tun, später nicht wundern, wenn ein Dolch, geführt durch die bleiche Knochenhand des eigenen Bruders - gefallen in der Schlacht zu Vallusa - einen tödlichen Stich mitten in das eigene, nur auf das eigene Wohl bedachte, Herz setzt und der eigene Leib in die Armee der namenlosen Schrecken eingereiht wird, um das zu zerstören, was einem einst selbst wichtig war...
Darum, werte Collegae et Collegi, und auch ihr, werte Leser des Opus veritatis scientiæque, wendet Eure Blicke wieder auf das, was zuerst da war und handelt dem Erlernten gemäsz: Erst ein Schritt nach dem anderen, denn ansonsten gelingt nicht einmal der einfachste Zauber!

Mit HESindianischem Grusz

Borgana ibn Walut Almawed,
Magus des Konventes der verfinsterten Sonnenscheibe, Sphärenkundliches Institut und Halle der Geister zu Brabak et 
Magus der Kaiserlich Garethischen Lehranstalt der Magie wider Geister und trans-sphärische Wesenheiten zu Perricum

P.S.: QUI TACET, CONSENTIRE VEDETUR!

Erschienen in Opus no. 59 am 19.3.2000.
Zu diesem Artikel erschienen folgende Reaktionen oder Fortsetzungen: Erwachet, Collegae et Collegi, Erwachet!, Sehet, namenloses Grauen und Verblendung!.

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