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Der Schwarze Limbus    

22. Peraine im 47. Götterlauf nach Hal

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Wenn Zaubern nicht mehr hilft...

Eine Abhandlung über das Gebet und seine Wirkung als Einführung der Wochengebete

In den letzten Jahren konnte man wieder verstärkt die Meinung in Magierkreisen hören, dass alle Probleme und jede Situation in irgendeiner Weise magisch mit Hilfe der Astralenergie bewältigt werden können und so ein Magier höheren Standes mit der entsprechenden Erfahrung und astralen Macht allein auf sich Vertrauen muss, was includiert, dass er eigentlich nie einer Hilfe – welcher Art auch immer – bedarf.
Diese Tendenz lässt mich mit Sorge auf all jene blicken, die wohl die scientia zu ihrer religio gemacht haben. Mir steht es fern – bei der alles wissenden Hesinde – die scientia gering zu achten oder nicht ihre Bedeutung und Wichtigkeit zu erkennen, doch muss trotzdem gesagt werden, dass alles, was wir auf Dere machen, unter den Blicken der Götter und ihrer Heiligen geschieht, und ein Vorhaben nur mit ihrem Wohlwollen gelingen kann.
So sollte es für jeden Magus und jede Maga nicht eine Schande, sondern Ehre und große Hilfe sein, in schier aussichtslosen Situationen – und die gibt es auch für Magier (was alle weitgereisten Magi wissen und nur die Stubenhocker verleugnen) – auf die Götter zu vertrauen und durch ein Gebet ihren Beistand zu erbitten!
Was wäre das für eine traurige Welt, wenn man nicht mehr auf die Götter hoffen könnte?
Doch ist mir auch klar, dass vielen Collegae der Bezug zum Gebet fehlt und auch die Technik. Deshalb habe ich in spiritueller Beratung der Redaktion des Opus beschlossen jede Woche ein passendes Gebet zum Wochenheiligen bzw. zu einem der ZWÖLF Geschwister zu veröffentlichen, sodass auch ein in diesen Dingen unbewandter Magier die Chance hat, mit der Zeit einen Gebetsschatz sich anzueignen und so seine Spiritualität zu entdecken und fördern.
Dazu werde ich hin und wieder auch erklärende Worte zur Gebetstechnik und Bedeutung der einzelnen Gebete hinzufügen.
Bei persönlichen geistlichen Fragen stehe ich gerne jedem geneigten Leser und jeder Leserin zur Verfügung, ob brieflich oder durch einen Besuch eurerseits.

Hochwürden Argelia von Kuslik, Praetora academiae limbologicae, Geweihte der Göttin

Das erste Gebet muss der Herrin HESinde gelten, damit sie mir die Weisheit gebe alles richtig niederzuschreiben und euch es richtig aufzunehmen.

Gebetsanleitung:

Dieses Gebet sollte, wenn möglich, auswendig gelernt werden, sodass es ganz in den Geist übergeht. Es sollte in einer Meditations- oder Gebetshaltung halblaut gesprochen werden mit häufiger Wiederholung. Um leichter die Worte des Gebets fließen zu lassen, ist es eine Hilfe den Oberkörper dazu rhythmisch zu bewegen.

 Litanei zur Göttin des Verstehens

Oh HESINDE!
Gib mir die Geduld zu lernen,
Gib mir die Kraft zu erkennen,
Gib mir die Liebe zu suchen,
Gib mir die Hoffnung zu finden,
Gib mir den Willen zu vollenden,
Gib mir den Mut zu hinterfragen,
Gib mir die Einsicht zu fehlen,
Gib mir den Geist zu verstehen!

Oh Göttin, du Allwissende,
du, die du selbst die Weisheit bist,
du, die du selbst das Wissen bist,
du, die du selbst die Erkenntnis bist,
du, die du selbst die Einsicht bist,
du, die du selbst das Verstehen bist,
du, die du selbst der Beweis bist –
für alles was wir schaffen und erforschen
durch deine gütige Hilfe
in deinem geheiligten Namen.

von: Christoph Huber
Erschienen in Opus no. 111 am 10.6.2001.
Zu diesem Artikel erschien folgende Reaktion oder Fortsetzung: Wenn Zaubern nicht mehr hilft... (2. Teil).

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